Krafttraining für den Willen

Was hilft, damit wir an einer Aufgabe hartnäckig dranbleiben, Ziele weiterverfolgen, auch wenn der Weg dorthin steinig ist? Ein haushälterischer Einsatz und das bewusste Trainieren unserer Willenskraft.
Stellen Sie sich vor, Sie nehmen an einem Experiment teil, in dem man herausfinden möchte, wie gut Sie darin sind, Knobelaufgaben zu lösen. Zumindest wurde Ihnen das vorgegaukelt. Was Sie nicht wissen: Die Aufgabe ist unlösbar! Der fiese Versuchsleiter interessiert sich in Wahrheit dafür, wie lange es dauern wird, bis Sie entnervt das Handtuch werfen.
 
Wie lange halten Sie durch? Zehn Minuten oder eine halbe Stunde?

Wahrscheinlich greifen Sie für Ihre Antwort auf Charaktereigenschaften zurück und sagen etwas wie: «Ach, weisst du, ich bin allgemein nicht so der geduldige Typ – nach ein paar Minuten würde es mir zu blöd werden.» Oder: «Wahrscheinlich schon eine halbe Stunde – ich bin ziemlich hartnäckig!»
Wie der bekannte Sozialpsychologe Roy Baumeister herausfand, spielt neben Ihren Persönlichkeitseigenschaften noch etwas anderes eine entscheidende Rolle: die Frage, was Sie vor der Knobelaufgabe gemacht haben.

Mussten Sie kurz davor Ihre Hochzeitsdekoration aussuchen, auf Schokokekse verzichten, Ihre Hand in Eiswasser tauchen oder der Anweisung Folge leisten, bei einem lustigen Film nicht zu lachen, geben Sie wahrscheinlich früher auf.
Diese etwas absurden Beispiele gehen auf eine Reihe von Studien zurück, in denen Roy Baumeister der Willenskraft auf die Spur kam. Er fand heraus, dass es mindestens vier Typen von Situationen gibt, die unsere Willenskraft «verbrauchen»:
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