Die Suche nach Glück ist so alt wie die Menschheit selbst. Wir sind ihm auf der Spur wie einem Geheimnis, das es zu lüften, einem Rätsel, das es zu entschlüsseln gilt. In der Hoffnung auf das, was der griechische Philosoph Aristoteles als Glück bezeichnete: «das höchste Ziel menschlichen Lebens» – nicht nur blosses Vergnügen, sondern Erfüllung.
Die Philosophie will uns den Weg dorthin weisen, und Glück ist auch Gegenstand der Sozialforschung, die mit wissenschaftlichen Methoden untersucht, was ein gelungenes Leben ausmacht. Ungeachtet dessen, wie man es auslegt, scheint eines sicher zu sein: Glück ist auch ein Geschäft. Mit dem Versprechen, dass wir es lernen können, locken Ratgeber und eine Coachingbranche, die weltweit jährlich über fünf Milliarden Dollar umsetzt.
Aus neurobiologischer Sicht gibt es zwei Grundformen des Glücks: das Begehren und das Geniessen. Also etwas zu wollen – und es bekommen zu haben und auszukosten.
Stefan Klein, Physiker und Philosoph
Ein Signal der Natur
Auch wir wollen wissen: Was ist Glück und wo finden wir es? Wie beeinflussen die Gene und äussere Umstände unser Glücksempfinden, was können wir selbst dazu beitragen? Ist Glück, wie Sinnsprüche behaupten, «eine Entscheidung»? Und dann wären da noch ein paar Fragen, die Eltern speziell umtreiben: Wie sehr stehen wir in der Verantwortung, wenn es um das Lebensglück unserer Kinder geht? Inwiefern prägen Erfahrungen, die sie mit uns machen, ihr späteres Wohlbefinden? Was brauchen Kinder, um glücklich zu sein?
«Glück ist ein Signal, das die Natur erfunden hat, um uns zu zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind», sagt Physiker und Philosoph Stefan Klein.
«Aus neurobiologischer Sicht gibt es zwei Grundformen des Glücks: das Begehren und das Geniessen. Also etwas zu wollen – und es bekommen zu haben und auszukosten. Beides verlockt uns dazu, Dinge zu tun, die gut für uns sind. So funktionieren Nahrungssuche, Fortpflanzung oder der Anschluss an eine Gruppe. Dabei entstehen gute Gefühle, und durch dieses Belohnungslernen signalisiert uns das Gehirn, welche Situationen wir wiederholen sollen.
Negative Gefühle funktionieren umgekehrt: Angst etwa bringt uns dazu, Gefahren zu meiden. Die Mechanismen, die solche Emotionen hervorrufen, und die Art und Weise, wie wir sie ausdrücken, sind angeboren. Darum empfinden wir Glück in unterschiedlichen Lebenslagen ähnlich – egal, ob wir ein gutes Essen geniessen oder eine Arbeit erfolgreich abgeschlossen haben.»

Zwei Arten von Glück
Nicht nur die Naturwissenschaft ist dem Glück auf der Spur. Bruno S. Frey ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Basel und zählt zu den Pionieren empirischer Glücksforschung. «In systematischen Erhebungen befragen wir Tausende von Personen, wie zufrieden sie mit ihrem Leben sind», so Frey. «Dabei sammeln wir Informationen dazu, was Menschen brauchen, um sich glücklich zu fühlen.»
Frey unterscheidet zwei Arten von Glück: flüchtige Momente der Freude, etwa über das Wetter, und eine grundlegende, stabile Zufriedenheit mit dem eigenen Leben – «sie ist der Kern der empirischen Glücksforschung». Was ist es also, das Menschen glücklich macht?
Eine wichtige Rolle spielen Selbstbestimmung und die Freiheit, das Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten, weiss Frey – was wiederum gewissen materiellen Wohlstand sowie ein politisches System voraussetzt, das Teilhabe, Sicherheit und Entfaltung zulässt. «An erster Stelle jedoch», sagt Frey, «kommt ein gutes soziales Netzwerk.»
Gelingende Beziehungen sind der grösste Glücksfaktor. Diese brauchen Zeit und Pflege, was viele unterschätzen.
Bruno S. Frey, Professor für Wirtschaftswissenschaften
Glücklich ist, wer auf andere zählen kann
So lautet auch das Fazit aus fast einem Jahrhundert Forschung. Seit 1938 begleiten Wissenschaftler der US-Universität Harvard über 2000 Menschen aus drei Generationen, um herauszufinden, was Glück ausmacht. Der Untersuchung zufolge sind es gelingende Beziehungen – sie fallen stärker ins Gewicht als Beruf oder Sozialstatus und vermitteln uns das Gefühl von Verbundenheit und Zugehörigkeit.
Wer auf andere zählen kann, betrachtet das eigene Leben demnach als gelungener. Dabei spielt es offenbar keine Rolle, ob Menschen in einer Partnerschaft leben oder nicht, noch kommt es auf die Anzahl Sozialkontakte an. Wichtiger sind Qualität und Tiefe vorhandener Beziehungen.
Robert Waldinger, aktueller Leiter der Harvard-Studie, legt uns in seinem Buch «The Good Life» vor allem eines ans Herz: uns um soziale Kontakte zu bemühen und diese zu pflegen, denn wie Muskeln müssten auch Beziehungen erhalten werden. «Das ist das Wichtigste, was ich persönlich aus der Glücksforschung mitgenommen habe», sagt Ökonom Frey. «Beziehungen brauchen Zeit und Pflege. Diesen Glücksfaktor unterschätzen viele.»
Schlecht gestartet, gut entwickelt: resiliente Kinder
Für Kinder kann der Faktor Beziehung die Dinge zum Besseren wenden, wenn alles andere schiefläuft, weiss Friedrich Lösel. Der deutsche Psychologe gehörte zu den Ersten in Europa, die erforschten, was wir unter Resilienz verstehen: die Fähigkeit, sich Widrigkeiten anzupassen, Krisen und Leid zu verkraften und langfristig trotzdem einen zuversichtlichen Blick aufs Leben zu bewahren.
Resilienzforschung ist sozusagen Glücksforschung unter schwierigen Umständen. So wollte Lösel wissen, warum manche Kinder trotz schlechter Startbedingungen zu gesunden, zufriedenen Erwachsenen heranwachsen.
Wer davon ausgeht, dass das eigene Handeln etwas bewirkt, ist meist anpackender und zuversichtlicher.
Eva Asselmann, Psychologin
In Bielefeld begleitete er ab den frühen 1990ern die Entwicklung einer Gruppe von Buben und Mädchen in Kinderheimen. Knapp mehr als die Hälfte von ihnen gerieten als Jugendliche auf die schiefe Bahn, kamen mit dem Gesetz in Konflikt, brachen die Schule ab. Die anderen entwickelten sich trotz ungünstiger Vorzeichen erfreulich, integrierten sich sozial, waren schulisch erfolgreich und verfügten über eine positive Lebenseinstellung.
Ähnliches hatte Jahre zuvor Entwicklungspsychologin Emmy Werner auf Hawaii beobachtet, wo sie seit 1955 die Entwicklung von 700 Kindern dokumentierte. Darunter waren 200 als Risikogruppe eingestuft worden, weil sie unter besonders prekären Bedingungen aufwuchsen. Als Erwachsene kämpften die meisten von ihnen mit denselben Problemen wie ihre Eltern: Sucht, Arbeitslosigkeit, Kriminalität, psychischen Problemen. Aber nicht alle – aus 72 der gefährdeten 200 Kinder waren zufriedene, stabile Erwachsene geworden.
Das Leben gestalten statt ertragen
Warum haben, sowohl in Bielefeld als auch auf Hawaii, gewisse «Risikokinder» unbeschadet überstanden, woran Gleichaltrige aus ähnlichen Verhältnissen gescheitert sind? «Es hat in ihrer Kindheit mindestens einen Menschen gegeben, der an sie geglaubt, sie ermutigt und ihnen beigestanden hatte», sagt Forscher Lösel. «Verwandte, Nachbarn, Betreuerinnen oder Lehrpersonen konnten als Vertrauensperson und positives Vorbild den Einfluss des dysfunktionalen Elternhauses abmildern.»
Die frühe Erfahrung sicherer Bindung, idealerweise durch mindestens einen Elternteil, ist Lösel zufolge der grösste Schutz im Leben. «Aber es ist auch möglich, dass andere Bezugspersonen dem Kind Zugewandtheit und Sicherheit vermitteln, die für eine gesunde Entwicklung so wichtig sind. Gute ausserfamiliäre Beziehungen gehören zu den wichtigsten Resilienzfaktoren – auch für Kinder, die im Elternhaus genügend Zuwendung erfahren.»
Ein Schlüssel zum Glück ist, die eigenen Stärken zu kennen und zu wissen, wo wir sie einbringen können.
Willibald Ruch, Psychologe
Übrigens hatten die resilienten Kinder aus besagten Untersuchungen noch etwas gemeinsam: Sie glaubten, etwas bewirken zu können. In Befragungen gaben sie zum Beispiel an, dass Schulschwierigkeiten durch Fleiss zu meistern seien. Sie verfügten über das Vertrauen, Herausforderungen aus eigener Kraft zu bewältigen.
Menschen, die glauben, ihr Leben beeinflussen zu können, statt ihm hilflos ausgeliefert zu sein, seien tendenziell zufriedener, gesünder und erfolgreicher in Schule und Beruf, weiss Eva Asselmann. «Das ist gut erforscht», sagt die deutsche Psychologin, die den Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Wohlbefinden untersucht. «Wer davon ausgeht, dass das eigene Handeln etwas bewirkt, ist meist anpackender, zuversichtlicher, positiver.»
Eigene Erfolgserlebnisse sind wichtig
Dieses Vertrauen entstehe oft früh, durch kleine Erfolgserlebnisse wie das Lösen einer schwierigen Aufgabe oder selbständig bewältigte, alltägliche Herausforderungen, bei denen das Kind Schritt für Schritt mehr Zutrauen in seine Fähigkeiten erfährt. Im Lauf der Jahre festige sich so die Erfahrung von Selbstwirksamkeit und die Bereitschaft, das eigene Leben in die Hand zu nehmen. «Eltern, die ihrem Kind alles abnehmen, nehmen ihm die Erfahrung, auch Herausforderungen bewältigen zu können.»
«Hilfe zur Selbsthilfe», lautet denn auch Anton Buchers Antwort auf die Frage, was Kinder zum Glücklichsein brauchen, «abgesehen von liebevollen und verlässlichen Bezugspersonen.» Der Schweizer Theologe und Pädagoge lehrt an der Universität Salzburg und gehört zu den wenigen Glücksforschern, die sich für Kinder interessieren. Er wollte im Lauf der Jahre mehrfach von ihnen wissen, wie sie Glück definieren und was sie glücklich macht.
Er erinnert sich, wie ihm eine Elfjährige ihren glücklichsten Moment schilderte: Sie lernte Velofahren und meinte, der Vater halte immer noch den Gepäckträger – bis sie realisierte, dass sie ihn abgehängt hatte und er rief: «Du kannst es!» Diese Episode bleibe ihm unvergessen, sagt Bucher, «sie zeigt, was schon in jungen Jahren Gültigkeit hat: Glücklich macht, was wir uns selbst erarbeitet haben.»

Warum Sackgeldjobs glücklich machen
So sind Teenager mit Aushilfsjob glücklicher als Gleichaltrige ohne – dies zeigen Untersuchungen aus den USA. Die Befragten führen ihre Zufriedenheit nicht allein auf finanzielle Aspekte zurück, sondern auch auf das Mehr an Autonomie und Anerkennung, das ihnen ihr Sackgeldjob vermittelt. «Kinder, die früh eigene Aufgaben haben, blicken als Erwachsene zufriedener auf ihr Leben», weiss Persönlichkeitsforscher Willibald Ruch. Das hätten Interviews mit Teilnehmenden der eingangs erwähnten Harvard-Studie ergeben, die besonders glücklich gealtert waren.
Ruch ist emeritierter Professor für Persönlichkeitspsychologie an der Universität Zürich und erforschte, wie Persönlichkeitsmerkmale und Glück zusammenhängen. Er weiss: Erfüllung heisst – unter anderem –, die eigenen Stärken einsetzen zu können. «Ein Schlüssel zum Glück ist darum, die eigenen Stärken zu kennen und zu wissen, wo wir sie einbringen können.»
Dabei gehe es nicht nur darum, sich gut zu fühlen, sondern auch um das gute Handeln: «Dem Leben einen Sinn zu geben, nach Tätigkeiten zu suchen, in denen wir aufgehen, ein gutes Miteinander zu pflegen, Leistung zu erbringen und etwas zu schaffen.»
Was hilft: Die Aufmerksamkeit immer wieder auf das zu richten, was gut läuft.
Anton Bucher, Theologe und Pädagoge
Was wir von Pechvögeln lernen können
Manche Menschen sind glücklicher als andere, mitunter selbst dann, wenn sie vom Leben wenig begünstigt sind. «Unterschiede im Glücksempfinden sind bis zur Hälfte genetisch bedingt», sagt Psychologin Asselmann. Das Erbgut beeinflusst zum Beispiel, ob wir für negative Gefühle anfällig oder eher optimistisch, gelassen oder ängstlich, extrovertiert oder in uns gekehrt sind.
«Die Gene bilden die Basis», sagt Asselmann, «sie sind aber nicht unsere Bestimmung. Auch Umwelterfahrungen prägen unsere Lebenszufriedenheit – und da ist erheblicher Spielraum, den wir durch unser Verhalten mitgestalten.» Als eine der wirksamsten Strategien, die eigene Lebenszufriedenheit zu steigern, habe sich Dankbarkeit erwiesen, weiss Glücksforscher Bucher.
Die müsse jedoch kultiviert werden, was bedeute: «Die Aufmerksamkeit immer wieder bewusst auf das zu richten, was gut läuft.» Dabei können wir Bucher zufolge viel von jenen lernen, denen das Glück einen Strich durch die Rechnung machte: «Meine Schwester, die im Paraplegiker-Zentrum arbeitet, berichtet oft von Patientinnen, die euphorisch sind, weil sie es geschafft haben, sich allein die Zähne zu putzen. Was für uns alltäglich ist, empfinden sie als tiefgreifende Glückserfahrung.»

So ist Glück auch eine Frage der Perspektive – die im besten Fall den Sinn fürs Wesentliche schärft oder die Fähigkeit, sich an kleinen Dingen zu erfreuen. Das klingt abgedroschen, ist aber offenbar nicht von der Hand zu weisen. So wollten US-Forschende herausfinden, wie eine einschneidende Lebensveränderung Menschen prägt. Für ihre Untersuchung begleiteten sie Lottomillionäre und Querschnittgelähmte, die unfallbedingt im Rollstuhl gelandet waren.
«Zwei Jahre nach dem folgenreichen Ereignis unterschieden sich die Glückswerte der Unfallopfer unwesentlich von denen der Lottomillionäre», sagt Bucher. «Die Euphorie der Lottogewinner war verflogen und die Unfallopfer hatten sich schneller als erwartet an ihre Situation angepasst. Sie hatten gelernt, Alltagsfreuden wertzuschätzen, denen die Lottomillionäre weniger abgewinnen konnten.» Wissenschaftlich belegt ist laut Bucher auch die Tatsache, dass hilfsbereite Menschen glücklicher sind: «Anderen etwas zu geben, baut auch uns selbst auf.»
Kritik am «Glücksdiktat»
Ist Glück also lernbar, wie Bestseller uns weismachen wollen? Psychologe Ruch formuliert es lieber so: «Eigenschaften, die für unser Glücksempfinden förderlich sind, lassen sich trainieren.» Die traditionelle Psychologie widme sich primär psychischen Defiziten. Menschen, die nicht krank seien, aber gern wüssten, was sie für mehr Lebensqualität tun könnten, habe sie wenig zu bieten. «Das finde ich schade. Man kann auch Mut üben, statt Angst zu behandeln», sagt Ruch. «Der Ansatz kommt nicht überall gut an. Sigmund Freud sagte, Glück sei im Bauplan des Menschen nicht vorgesehen. Ich meine: Glückliche sind schlecht fürs Geschäft.»
Stärken trainieren statt Schwächen behandeln – dafür steht Ruchs Disziplin, die positive Psychologie, oft in der Kritik. In ihrem Bestseller «Das Glücksdiktat» schreiben Soziologin Eva Illouz und Psychologe Edgar Cabanas gegen die Idee an, dass wir allein unseres eigenen Glückes Schmied sind: «Heute liegt es an uns selbst, negative Gefühle zu blockieren, uns selbst zu optimieren und Achtsamkeit zu praktizieren. Dann, so das Heilsversprechen, kommt das Glück.»
Das grösste Geschenk machen wir Kindern, wenn wir an sie glauben und ihnen vermitteln: Du schaffst das!
Anton Bucher, Theologe und Pädagoge
Schwierige Emotionen, kritisieren die beiden, würden pathologisiert, statt sie als Teil menschlicher Realität anzusehen, Resilienz dargestellt als etwas, das sich optimieren lasse wie die Kalorienaufnahme. Wer sich unglücklich fühlt, ist demnach «unzureichend optimiert» – und vor allem: selbst schuld. So fördere das Glücksdiktat eine Gesellschaft, die alle Verantwortung für ein gutes Leben dem Individuum aufbürde, statt gemeinschaftlich zu handeln.
Was meint Psychologe Ruch dazu? «Wir können bis zu einem gewissen Grad bestimmen, was für ein Mensch wir sein wollen, an Tugenden wie Freundlichkeit, Humor, Fleiss oder Grosszügigkeit arbeiten, die unserem Wohl und dem anderer dienen», sagt er. «Daraus lässt sich kaum ableiten, dass Krisen in einem gelungenen Leben keinen Platz haben, dass Glück allein in unserer Hand liegt und nur denen zuteilwird, die alles positiv sehen. Ratgeber, die dies behaupten, kommen in der Regel nicht aus der Wissenschaft.»
Kinder sind robuster, als wir glauben
Was ist, zu guter Letzt, das Wichtigste, das uns die Glücksforschung über Kinder lehrt? «Dass die überwältigende Mehrheit von ihnen glücklich ist», sagt Pädagoge Bucher. Wer Kinder selbst zu ihrem Wohlbefinden befrage, erhalte einen anderen Eindruck als in den Medien, wo die von Erziehungsnotstand, psychischen Problemen und Mediensucht geprägte Kindheit im Fokus stehe.
«Kinder sind robuster, als wir glauben», sagt Bucher. «Sie verfügen über die Fähigkeit, auf sich verändernde Umweltbedingungen zu reagieren, und können diese in den meisten Fällen auch bewältigen oder positiv nutzen.»
Ja, die Welt habe sich verändert, sagt Bucher: «Das war schon immer so. Bereits in Kindheitsbiografien von 1800 lesen wir von Autoren, die der Überzeugung sind, sie seien unbeschwerter aufgewachsen als die nachfolgende Generation.» So seien auch unsere Kindheitserinnerungen schöngefärbt. Das sei normal, aber wir sollten das Glück unserer Kinder nicht daran messen – und diese mit etwas mehr Gelassenheit begleiten. «Das grösste Geschenk machen wir Kindern, wenn wir an sie glauben», sagt Bucher, «und ihnen vermitteln: Du schaffst das!»









