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Was hilft bei einer Panikattacke?

Aus Ausgabe
02 / Februar 2026
Lesedauer: 2 min
Angst ist eine Grundemotion des Menschen. Wie Eltern mit ihrem Kind darüber reden können und was sie bei einer Panikattacke vermeiden sollten.
Text: Claudia Füssler

Bild: Getty Images

Freude, Trauer, Ekel, Angst, Über­raschung, Wut und Verachtung gelten dem Psychologen Paul Ekman zufolge als die Grundemotionen des Menschen. Diese «überfallen» uns oft, ohne dass wir etwas dagegen tun können. Daher ist es wichtig, Kindern den Umgang damit beizubringen.

Angst fühlt sich blöd an, aber sie bedeutet nicht, dass etwas falsch mit dir ist.

Studien zeigen: Je besser ein Gefühl benannt werden kann, desto eher verliert es an Intensität und desto besser lässt es sich steuern. Eltern sollten mit ihren Kindern daher über Gefühle reden, ihnen erklären, woher sie kommen und woran man sie erkennt.

Statt sie mit einem «Ist doch nicht so schlimm» oder «Stell dich nicht so an» wegzuwischen, sollten Gefühle als solche anerkannt werden: «Angst fühlt sich blöd an, aber sie bedeutet nicht, dass etwas falsch mit dir ist.»

So helfen Sie Ihrem Kind bei einer Panikattacke

Herzrasen, schwitzen, rot werden, Krämpfe in den Fingern, das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen – eine akute Angst- oder Panikattacke kann auf Kinder sehr bedrohlich wirken. Jetzt ist es wichtig, dass die Eltern nicht selbst mit Angst reagieren und vielleicht sogar den Rettungsdienst rufen.

«Das würde die Angst beim Kind nur noch verstärken», sagt Gregor Berger, Kinder- und Jugendpsychiater in Rapperswil-Jona. Stattdessen sollte man ruhig bleiben, nicht dramatisieren und die Angst dennoch ernst nehmen.

Bei einer Panikattacke sind einfache Botschaften wichtig: Ich bin da. Alles wird gut.

In dem Moment ist es wichtig, dem Kind zu vermitteln, dass dies eine Überreaktion des Körpers ist und wieder vorbeigeht. Man kann sich gemeinsam hinsetzen und die Situation aushalten, mit Aufforderungen wie «Komm, streich mal über meine Hand» sensorische Reize schaffen, die das Gedankenkarussell durchbrechen, und immer wieder versichern, dass es sich zwar schlimm anfühlt, man dies aber gemeinsam durchstehen werde.

«Atemübungen sind in solchen Momenten sehr wirkungsvoll, und wenn das Kind sagt, dass es stirbt, bleibt man weiter ruhig und sagt ihm, dass es nicht sterben wird», sagt Gregor Berger. «Man muss sich darüber im Klaren sein, dass das Kind in dieser Situation nicht klar denken kann, also sind einfache ­Botschaften wichtig: Ich bin da. Alles wird gut.»

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