Welche Apps nutzen Teenager am liebsten?

Aus Ausgabe
04 / April 2026
Lesedauer: 2 min
Die vier Favoriten unter Jugendlichen sind keine unbekannten. Dabei fällt auf: Alle Apps dienen dazu, mit Freunden und Freundinnen zu kommunizieren.
Text: Kristina Reiss

Bild: Vera Hartmann / 13 Photo

1. Instagram

Die Social-Media-App setzt auf Bilder und Videos (Reels) in verschiedenen Formaten. Jugendliche nutzen Instagram, um sich selbst darzustellen und durch Likes und Kommentare Feedback von anderen zu bekommen. Sie können Idolen und Freundinnen folgen, Beiträge liken, kommentieren oder sich per Direktnachricht (DM) austauschen.

Tiktok ist auch eine Fundgrube für Memes – witzige Trends oder Insider-Witze.

2. Tiktok

Ob Tanz-Challenges, LipSyncs oder Comedy – auf dem sozialen Videoportal lassen sich kurze, selbst gedrehte Videos hochladen und mit anderen Nutzern teilen. Sie sind meist mit spezifischen Filtern bearbeitet und mit Musik unterlegt worden. Tiktok ist auch eine Fundgrube für Memes – witzige Trends oder Insider-Witze, die viele Leute nachmachen, neu interpretieren und sich gegenseitig schicken.

3. Snapchat

Snapchat wird gerne für den direkten Austausch von Fotos und Videos genutzt. Verschickte Bilder verschwinden nach wenigen Sekunden wieder, Storys (Videos) nach 24 Stunden. Dabei versucht Snapchat, Nutzerinnen mit Flammensymbolen in die App zu locken: Wer täglich Bild- oder Videosnaps mit Freunden teilt, sammelt Flammen. Verschickt man einen Tag lang nichts, verschwinden diese Symbole. Das kann sozialen Druck auslösen – wenn die Anzahl der Flammen als Freundschaftsbeweis betrachtet wird.

4. Whatsapp

Der Standard-Messenger für Nachrichten und um schnell abzumachen. Besonders Sprachnachrichten sind äusserst beliebt. Über Gruppenchats lassen sich Treffen und Feiern organisieren. Auch die oft nervigen Klassenchats laufen meist hierüber.

Mein Kind fühlt sich einsam – was tun?

  • Verständnis zeigen: Gefühle ernst nehmen, statt sie kleinzureden.
  • Angebote machen: Vorsichtig zu Aktivitäten ermutigen, aber keinen Druck ausüben.
  • Offenheit signalisieren: «Ich bin für dich da.»

Social Media und Freundschaften – darauf sollten Eltern achten

  • Besprechen Sie mit Ihrem Kind, welche App für die Online-Kommunikation geeignet ist.
  • Gemeinsamer Start: Richten Sie Profile zusammen ein und überprüfen Sie die Einstellungen zur Privatsphäre (damit keine persönlichen Angaben im Netz geteilt werden).
  • Informieren Sie Ihr Kind über mögliche Gefahren im Internet wie Cybergrooming (gezieltes Ansprechen Minderjähriger, um sexuelle Kontakte anzubahnen).
  • Interesse statt Verbot: Fragen, mit wem das Kind chattet, anstatt die App zu verbieten.
  • Lieber real: Animieren Sie das Kind, seine Freunde regelmässig in der Offline-Welt zu treffen.

Hilfe für einsame Jugendliche

147.ch: Hilfe per Telefon, Whatsapp, E-Mail oder im Chat mit Gleichaltrigen
143.ch: Die Dargebotene Hand, anonyme Anlaufstelle