Lilian: «Es ist schon toll, dass wir uns so lange kennen. Ich weiss genau, wie die zwei es meinen, wenn sie mir Nachrichten schreiben oder Videosnaps schicken. Ich kann sie einfach besser lesen als Leute, mit denen ich erst seit zwei Jahren befreundet bin.»
Elena: «Lilian und ich haben den gleichen Schulweg, laufen morgens immer 20 Minuten zusammen und erfahren in dieser Zeit viel voneinander. Trotzdem halten wir Kontakt über Tiktok und Snapchat.»
Mit Videosnaps kann man seine Emotionen einfach besser rüberbringen.
Livia
Livia: «Whatsapp nutzen wir nur, wenn wir schnell etwas wissen müssen und eine Nachricht schreiben. Haben wir da eigentlich noch unsere Dreiergruppe? Ich glaube nicht, oder? Mit Videosnaps kann man seine Emotionen einfach besser rüberbringen.»
Lilian: «Textnachrichten können ja auch falsch verstanden werden. Weisst du noch, Livia, wir hatten deshalb mal richtig Streit.»
Livia: «Stimmt! Es ging um ein Geburtstagsgeschenk, oder? Im Nachhinein habe ich gemerkt, dass meine Nachrichten nicht richtig rüberkamen. Tonfall und Mimik haben halt gefehlt.»
Elena: «Deshalb finde ich es auch so einen mega Unterschied, von wem ich Nachrichten bekomme. Lese ich von euch, höre ich im Kopf genau euren Tonfall und weiss, wie es gemeint ist. Ihr könnt mir auch sehr kurze Nachrichten schreiben und ich mache mir keine Gedanken. Bei allen anderen würde ich denken: «Oh, ist sie sauer?»»
Lilian: «Mit meinen Eltern schreibe ich ganz anders. Euch würde ich schreiben «Hoi», nächste Nachricht und dann drei, vier weitere. Aber weil meine Eltern das nicht mögen, schreibe ich ihnen alles in einer und verwende keine Abkürzungen. Mein Papa schreibt auch immer ganz förmlich «Liebe Lilian», Gross- und Kleinschreibung, Satzzeichen und so.» (alle drei lachen)
Wenn ich jemandem etwas erzählen will und die Person schaut die ganze Zeit aufs Smartphone, nervt das.
Elena
Elena: «Wenn ich meiner Mutter schreibe, verwende ich mehr Emojis als sonst – und mache mich damit ein bisschen über sie lustig, weil sie so viele benutzt.»
Livia: «Manchmal kann die Kommunikation mit dem Handy aber auch stressen. Wenn mir zum Beispiel eine Freundin ein megalanges Videosnap schickt und ich weiss, dass ich den ganzen Tag keine Zeit habe, es anzuschauen.»
Lilian: «Aber früher war das viel schlimmer! Erinnert ihr euch noch an die Flammen auf Snapchat? Man musste immer ganz viele Snaps mit seinen Freunden hin und her schicken, damit man diese nicht verliert. Das war echt anstrengend. Irgendwann war das nicht mehr so wichtig – vielleicht, weil wir älter geworden sind.»
Elena: «Ja, früher waren wir schon viel mehr am Handy. Wenn wir sowieso den ganzen Tag zusammen verbringen und dann mal eine Weile scrollen, finde ich das nicht schlimm. Aber wenn ich jemandem etwas erzählen will und die Person schaut die ganze Zeit aufs Smartphone, nervt das.»
Ich finde es gut, dass wir in unserer Freundesgruppe beim Zmittag die Handys bewusst auf einen Stapel legen.
Livia
Livia: «Oder wenn man mit Leuten unterwegs ist und die Hälfte ist am Handy. Ich finde es deshalb gut, dass wir in unserer Freundesgruppe beim Zmittag in der Schule immer einen Handystapel machen und die Smartphones bewusst weglegen – obwohl wir diese in der Mittagspause ja benutzen dürften.»







