«Ich erlebe Momente, die man im Alltag nicht oft sieht»

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Luis Fuchs, 18, aus Ins BE, will mit seiner Arbeit etwas bewirken. Als Lernender Fachmann Gesundheit im 2. Lehrjahr ist er in einem Wohnheim für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen tätig.
Aufgezeichnet von Stefan Michel

Bild: Gabi Vogt / 13 Photo

Ich habe sehr breit geschnuppert, von Entwickler ­digitales Business über KV bis Fachmann Aktivierung und Fachmann Gesundheit (FaGe). Dabei merkte ich, dass ich im medizinisch-sozialen Bereich arbeiten und etwas bewegen möchte. FaGe kombiniert meine Ansprüche sehr gut.

In der Stiftung Rossfeld wohnen Menschen mit unterschiedlichsten körperlichen ­Beeinträchtigungen. Die Vielfalt meiner Arbeit gefällt mir. Seit dem zweiten Lehrjahr bin ich für einzelne ­Patienten zuständig. Ich unterstütze sie beim Anziehen, bei der Körperhygiene, beim Essen, gebe ihnen ihre Medikamente, begleite sie in ihre Therapien.

Es macht mich stolz, wenn ich sehe, dass ich für einen Menschen einen Unterschied mache.

Der Job kann anstrengend sein, ich erlebe Momente, die man im Alltag nicht oft sieht. Es macht mich stolz, wenn ich sehe, dass ich für einen Menschen einen Unterschied mache. Zum Beispiel, wenn es einer Patientin nach einem Gespräch mit mir besser geht.

Am Anfang war ich etwas schüchtern, wenn Menschen mit mir reden wollten, die viel älter sind als ich; aber ich bin da hineingewachsen und finde es schön, wenn sich jemand mir gegenüber öffnet. Ich bin gerade 18 geworden und kann jetzt auch für Spätschichten ein­gesetzt werden. Ich bin gespannt, ob es nachts anders ist. Was ich sagen kann: Die Tage gehen schnell vorbei und ich komme am Abend zufrieden nach Hause.