Aufgrund meiner Schwierigkeiten beim Lesen und Rechnen hielt man mich für langsam oder faul. Irgendwann begann ich, das selbst zu glauben. In der 5. und 6. Klasse besuchte ich eine andere Schule, da gingen die Lehrpersonen besser mit meinem Handicap um und förderten mich.
Die Berufswahl war schwierig. Mich hat eine Ausbildung zum Bekleidungsgestalter interessiert, weil ich gerne nähe. Aber für die Lehre an der Modeco-Fachschule musste ich eine schriftliche Prüfung ablegen und es gab keinen Nachteilsausgleich.
In der Berufsschule habe ich Nachteilsausgleich und auch wieder gute Noten.
Ich habe mich dann für ein 10. Schuljahr in der Hull School entschieden – in Englisch, weil ich darin gut war. Da habe ich entdeckt, dass die Schule auch Spass machen kann, und meine Noten wurden besser.
Dank der Empfehlung einer Freundin meiner Mutter konnte ich eine Schnupperlehre als Raumausstatter machen. Das hat mir gefallen. Ich kann kreativ tätig sein, mit den Händen etwas herstellen und arbeite immer wieder woanders. Besonders Spass macht mir das Polstern, weil ich da auch viel nähen kann.
Unterschiedliche Herausforderungen
Mein Lehrbetrieb ist ein Einmannbetrieb. Im Arbeitsalltag begegne ich unterschiedlichsten Herausforderungen. Manchmal diskutiere ich mit meinem Chef darüber, dass einige seiner Sprüche heute nicht mehr zeitgemäss sind. In der Berufsschule habe ich Nachteilsausgleich und auch wieder gute Noten. Darum will ich nach der LAP die Berufsmatura machen und danach Wirtschaft studieren.






