1. Kann mir eine KI helfen, den passenden Beruf zu finden?
KI-Anwendungen können dir wichtige Fragen stellen, dank denen du deine Wünsche, Interessen und Stärken ordnen kannst. KI kann dir zudem Ausbildungen und Berufe vorschlagen, die dazu passen könnten. Deine Wahl musst du trotzdem selber treffen. Dafür brauchst du echte Erfahrungen wie Schnupperlehren, Infoveranstaltungen, Gespräche mit Eltern, Berufsleuten, Lehrpersonen und der Berufsberatung. KI kann dir Möglichkeiten aufzeigen, entscheiden musst du!
Wichtig ist, dass du alles hinterfragst und überprüfst, was die KI dir an Antworten liefert. Denn die KI kennt deine persönliche Situation nicht, sie findet nicht alles und manchmal sind ihre Antworten schlicht falsch.
Eine gute Regel: zuerst selber überlegen, dann KI nutzen und anschliessend deren Antworten kritisch überprüfen.
2. Kann mir die KI sagen, ob das Gymi das Richtige für mich ist?
KI kann dir helfen, Vorzüge und Nachteile der Mittelschule einander gegenüberzustellen oder die Pluspunkte der Berufslehre mit jenen des Gymnasiums zu vergleichen. Mindestens so wichtig ist, was deine Eltern, Lehrpersonen und die Berufsberatung denken. Am besten listest du dir diese Punkte selber auf. Danach schaust du, was herauskommt, wenn du eine KI damit beauftragst. Was das für dich bedeutet, musst du mit dir selber klären, auch entscheiden musst du selbst.
3. Was kann die Berufsberatung, das die KI nicht kann?
Berufsberatende gehen im persönlichen Gespräch auf deine Lebenssituation ein. Sie erkennen Dinge, die die KI nicht erfasst, wie Motivation, familiärer Hintergrund, Werte und nonverbale Signale. Falls erwünscht und sinnvoll, führen sie Tests mit dir durch, die dir helfen, herauszufinden, was zu dir passt. Sie kennen auch Ausbildungen und Möglichkeiten in deiner Wohnregion besonders gut. Die Berufsberatung kann dich über längere Zeit begleiten und mit dir die Schritte deiner Berufswahl planen, vom ersten Interessen-Check bis zur Bewerbung für deine Wunschlehrstelle.

4. Als Elternteil bin ich besorgt, dass mein Kind jede Aufgabe mit KI lösen will. Was machen diese digitalen Helfer mit den Fähigkeiten der Jugendlichen?
Die Gefahr besteht, dass Jugendliche das Nachdenken, Problemlösen und Formulieren an die KI auslagern. So kann es passieren, dass sie nicht lernen, was in der Arbeitswelt besonders wichtig ist: nämlich Aufgaben oder Probleme selbständig oder im Team zu lösen, Lösungen kritisch zu prüfen und Entscheidungen zu fällen. Eltern und Schule sind hier beide in der Pflicht, eigene Denkleistungen einzufordern und zu überprüfen, ob Jugendliche das Resultat selbst erarbeitet oder nur aus dem Chatfenster herauskopiert haben.
5. Wie kann mein Kind KI sinnvoll einsetzen, ohne das Denken an sie auszulagern?
Es ist sinnvoll und wichtig, dass sich Jugendliche mit den Möglichkeiten der KI vertraut machen, diese nutzen, kritisch hinterfragen und mit ihrer Eigenleistung ergänzen. KI kann zudem helfen, eine Aufgabe zu verstehen, zu strukturieren und die Antwort zu formulieren. Nicht nur Jugendliche, sondern überhaupt alle sollten fähig sein, eine Antwort zu geben und herzuleiten, auch wenn ihnen KI beim Lösen geholfen hat. Eine gute Regel: zuerst selber überlegen, dann KI nutzen und anschliessend deren Antworten kritisch überprüfen. So sollten das auch Eltern, Lehrpersonen und Vorgesetzte handhaben.







