«Ich mag beides: Werkstatt und Kundenkontakt»

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Louisa Freitag, 17, aus Schaffhausen machte einen Abstecher ans Gymi und besuchte ein gestalterisches ­Berufsvorbereitungsjahr, bevor sie die Lehre begann. Jetzt ist sie im 1. Lehrjahr  als Augenoptikerin EFZ.
Aufgezeichnet von Stefan Michel

Bild: Gabi Vogt / 13 Photo

Augenoptikerin war schon in der 2. Sek mein Favorit, in dem Betrieb, in dem ich jetzt die Lehre mache. Trotzdem bin ich zuerst ans Gymi, weil ich dachte, das sei das Richtige für mich – das war es überhaupt nicht. Nach sechs Wochen bin ich freiwillig zurück in die Sek. Die Lehrstellen waren da längst vergeben, deshalb habe ich an einer gestalterischen Schule ein 10. Schuljahr gemacht. In dieser Zeit bewarb ich mich erneut im selben Betrieb und erhielt die Lehrstelle.

Mir gefällt an meinem Beruf, dass er so vielseitig ist: In der Werkstatt ist er handwerklich, im Laden bin ich mit Kundinnen und Kunden in Kontakt. Mein Arbeitstag beginnt eine halbe Stunde vor Türöffnung. In dieser Zeit mache ich alles bereit für den Verkauf. Wenn ich am Tresen eingeteilt bin, empfange ich die Kunden. Frage, was sie brauchen, manchmal berate ich sie auch.

Nach der Lehre möchte ich eine Weile im Beruf arbeiten, vielleicht auch die Berufsmatur machen und dann studieren.

In der Werkstatt habe ich immer eine Reihe von Aufträgen, die ich bearbeiten muss. Oft schleife, poliere oder mattiere ich Gläser oder setze Brillen­fassungen zusammen. Noch habe ich wenige Brillen verkauft, aber mit einer Kundin eine Stunde zu ­verbringen, bis sie das passende Modell gefunden hat, ist schon cool. Nach der Lehre möchte ich eine Weile im Beruf arbeiten, aber vielleicht auch die Berufsmatur machen und dann studieren. Was, weiss ich noch nicht.