Thomas Minder: «Ich hätte mir mehr Koordination und Vereinheitlichung vom Bund gewünscht»
Schule

«Ich hätte mir mehr Koordination vom Bund gewünscht»

Am 11. Mai gehen Kindergärten und Primarschulen auf, das steht fest. Wie aber gestaltet sich die Rückführung in die normale Schulsituation wirklich? Thomas Minder, der oberste Schulleiter der Deutschschweiz, im Interview zum geplanten Schulstart.
Interview: Hanna Lauer
Bilder: zvg / rawpixel.com

Wie geht es Ihnen persönlich als Vater von drei schulpflichtigen Kindern und als oberster Schulleiter der Schweiz?

Als Vater geht es mir sehr gut, in bin in einer privilegierten Lage und zwar sind meine Kinder sehr selbstständig. Zurzeit müssen sie sich teilweise selber organisieren – natürlich gibt es manchmal Streitigkeiten, aber sie machen meiner Frau und mir die aktuelle Situation einfach. Auch als oberster Schulleiter geht es mir gut, ich habe gute Unterstützung von der Geschäftsleitung und von den Kantonalpräsidien. Ich bin zufrieden, aber auch etwas müde. Die letzten Wochen waren intensiv. 
Wie geht es Ihnen, Herr Minder?

Thomas Minder im Zoom-Interview mit Online-Redaktorin Hanna Lauer.

Der Bundesrat hat entschieden, ab 11. Mai darf der Unterricht in den Primar- und Sekundarschulen wieder vor Ort stattfinden. Wie stehen Sie zu diesem Entscheid?

Wir begrüssen den Entscheid sehr. Die Einschätzung des Bundesamts für Gesundheit (BAG) ist vernünftig. Unsere Lehrpersonen freuen sich, dass die Schülerinnen und Schüler wieder in die Schule kommen. Sie vermissen die Kinder.

Wo sehen Sie Chancen, wo Gefahren?

Die Chance ist der analoge Unterricht. Auch wenn ich persönlich sehr digital unterwegs bin, der Präsenzunterricht ist in der Primarstufe entscheidend. Als Gefahr sehe ich vulnerable Personen – da müssen wir uns überlegen wie wir damit umgehen wollen.

Welche weiteren Schutzkonzepte empfehlen Sie?

Hände waschen, Hände desinfizieren und aufs Händeschütteln verzichten. Abstand der Lehrpersonen untereinander ist ebenfalls wichtig.
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