«Hilfe, meine Tochter kriegt von der Schule Verweise!»

Es ist ähnlich wie im Strassenverkehr. Wiederholter Regelverstoss erhöht die Strafe. Und ehrlich gesagt: Wer einmal richtig tief in die Tasche greifen musste, wird sich eher hüten, erneut die Regeln zu brechen. In diesem Sinne: Ja, die Strafe ist angemessen. Und der Denkzettel wird Ihre Tochter hoffentlich überzeugen, ihr Verhalten zu ändern.

Es klingt, als wolle die Schule mit dieser Reaktion ein klares Zeichen setzen, dass es so nicht weitergehen kann. Vorherige weichere Konsequenzen scheinen ja wenig bewirkt zu haben. Das Nachsitzen wird Ihre Tochter ärgern, aber kaum zu einer Verbesserung der Situation führen. Gerade jetzt wäre es deshalb wichtig, die Schule nicht als Gegner zu sehen. Anstatt darüber nachzudenken, ob die Strafe angemessen ist, sollten Sie sich gemeinsam überlegen, was nötig ist, damit sich Ihre Tochter wieder besser auf die Schule und den Unterricht einlassen kann.

Ehrlich gesagt: Ja. Von mir aus dürften es auch nur vier Nachmittage sein, aber wollen Sie wirklich mit der Schule über das Strafmass feilschen? Die Vergehen Ihrer Tochter scheinen mir gravierend genug für eine unzweideutige Reaktion der Schule. Machen Sie keine zu grosse Sache daraus, aber auch keine zu kleine.

