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Trennung: Unser Thema im Oktober

Lesedauer: 2 min

Trennung: Unser Thema im Oktober

Wenn eine Beziehung endet, gilt es zu lösen, was zusammengewachsen ist. Wie schaffen es Eltern, dabei das Wohl des Kindes an erste Stelle zu setzen? Unser Chefredaktor Nik Niethammer stellt Ihnen das Dossier «Trennung» und weitere Themen der Oktober-Ausgabe vor, die am Mittwoch, 7. Oktober 2026, erscheint. Sie können das Heft auch online bestellen.
Text: Nik Niethammer

Bild: Julia Forsman / Stocksy

Warum? Warum konntet ihr euch nicht zusammenreissen? Ich hasse euch!» Voller Wut schleuderte die 14-Jährige ihren Eltern diese Worte entgegen. So erzählte es uns eine befreundete Mutter nach dem Aus ihrer 15-jährigen Ehe. Eine Trennung ist wie ein Erdbeben in der familiären Landschaft. Die vertrauten Wände wackeln, die Risse ziehen sich oft tief durch den Alltag.

Wenn Eltern beschliessen, getrennte Wege zu gehen, gilt die erste Sorge oft den Kindern. Werden sie das verkraften? Was macht das mit ihrer unbeschwerten Entwicklung? Unser Dossier «Trennung» von Sibille Moor räumt mit dem Vorurteil auf, dass eine Scheidung zwingend eine beschädigte Kindheit bedeutet.

Kinder besitzen eine unglaubliche Anpassungsfähigkeit. Was sie aber zwingend brauchen, ist die Gewissheit, Mama und Papa nicht zu verlieren. Sie brauchen Platz für Wut und Trauer. Und Erwachsene, die ihre Konflikte als Paar klären, nicht als Eltern.

Sie ist die bekannteste Neurowissenschaftlerin der Schweiz. Und die umtriebigste: Barbara Studer. Die 42-jährige Bernerin ist Bestsellerautorin, Referentin, Unternehmerin, Podcast-Host und Musikerin. Auf dem Berufsnetzwerk Linkedin folgen ihr 50 000 Personen, in ihren Posts spricht sie über Hirngesundheit, Demenzprävention und schädlichen Medienkonsum.

Meiner Kollegin Virginia Nolan hat die dreifache Mutter erzählt, warum sie einem Kind vor 14 Jahren kein Smartphone kaufen würde. Weshalb sie fixe Bildschirmzeiten ablehnt. Wie exzessiver Social-Media-Konsum die Gehirnentwicklung hemmt. Und was es mit uns macht, wenn wir dreimal pro Woche in die Natur gehen. Ich verspreche Ihnen maximalen Erkenntnisgewinn – zum Interview gelangen Sie hier.

Die aktuelle Ausgabe können Sie hier bestellen.

«Dies wird der kühlste Sommer für den Rest eures Lebens sein», warnte der US-Klimaforscher Peter Kalmus während der globalen Hitzekrise 2023. Das war vor drei Jahren. Düstere Prognosen machen Angst. Die Angst – insbesondere bei Kindern – ist so real wie die Klimakrise selbst. Wie als Eltern damit umgehen? Wie begleiten wir Kinder angesichts dieser Unsicherheiten so, dass sie psychisch stark, empathisch und handlungsfähig bleiben? Darüber hat Gerd Schild einen klugen Text geschrieben.

Meine persönliche Empfehlung: Sprechen Sie mit Ihrem Kind über seine Ängste. Achten Sie darauf, dass es nicht zu viel alarmierenden Content konsumiert. Und besorgen Sie sich das Buch «Kindheit am Kipppunkt» von Veronika Rivera. Ein Mutmacher für Familien, wenn die Welt wackelt. Bleiben Sie zuversichtlich!

Herzlichst,
Ihr Nik Niethammer