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Medienkompetenz: Unser Thema im November

Aus Ausgabe
11 / November 2026
Lesedauer: 2 min

Medienkompetenz: Unser Thema im November

Smartwatch, Gamen, eigenes Handy: Wie Begleiten statt Verbieten gelingt. Unser Chefredaktor Nik Niethammer stellt Ihnen das Dossier «Medienkompetenz» und weitere Themen der November-Ausgabe vor, die am Mittwoch, 4. November 2026, erscheint. Sie können das Heft auch online bestellen.
Text: Nik Niethammer

Bild: Joël Hunn / 13 Photo

Die Schule meiner Kinder ist jetzt handyfrei. Smartphones werden zu Beginn des Unterrichts eingesammelt und am Ende des Schultages wieder ausgehändigt. Die Schaffung eines digitalen Schutzraumes hat im Vorfeld für viel Unruhe gesorgt – nicht nur bei den Teenagern. Wie können Eltern mit ihrem Kind in der Mittagspause kommunizieren? Wie werden Verstösse sanktioniert? Das vorläufige Fazit nach sechs Wochen: Die Aufregung hat sich gelegt, die Regelung funktioniert erstaunlich gut.

Nicht nur Schulen tun sich schwer damit, eine gesunde Balance im digitalen Alltag zu finden – auch Familien. Er halte Medienbegleitung heute für das wichtigste Erziehungsthema, sagt Digitaltrainer Daniel Wolff. Autorin Sandra Markert hat ihm und fünf weiteren Fachpersonen für das Dossier «Medienkompetenz» insgesamt 31 drängende Fragen vorgelegt, die sich Eltern beinahe täglich stellen, wie: Mein Kind hat keine Lust, mir zu zeigen oder mit mir darüber zu sprechen, was es am Handy macht. Was soll ich tun? Die Antworten unserer Fachpersonen werden Ihnen helfen, Ihr Kind sicher durch die digitale Welt zu begleiten – versprochen!

Neulich haben Jugendliche im Zürcher «Tages-Anzeiger» darüber berichtet, wie künstliche Intelligenz ihren Schulalltag auf den Kopf stellt. Die Antwort von Gymischülerin Malou Freuler auf die Frage, welche Regeln an ihrer Schule für die KI-Nutzung gelten, hat mich beschäftigt: «Bei uns gibt es keine klare Regelung, auch keinen speziellen Unterricht. Es hängt davon ab, welche Einstellung die Lehrperson zu KI hat.»

Nachfrage bei Philippe Wampfler: Warum haben viele Schulen keinen KI-Plan? Der Gymnasiallehrer und Autor des Buches «L'école, c'est moi» ordnet ein: «Bei Veränderungen folgt auf Schock und Verweigerung oft das sogenannte ‹Tal der Tränen›. Diese Phase beschreibt den Übergang von der rationalen Einsicht, dass der Wandel unausweichlich ist, hin zur emotionalen Akzeptanz.» Die Schulen befänden sich aktuell im Tal der Tränen, wenn es um die Nutzung von KI gehe, so Wampfler.

FuF Cover Medienkompetenz November 2026
Die aktuelle Ausgabe können Sie hier bestellen.

«Gleichzeitig stellen sich Schülerinnen und Schüler die Frage: Worin besteht mein Wert für die Gesellschaft, wenn ich in absehbarer Zeit nichts besser kann als ein Chatbot?» Darüber, wie Lehrpersonen und Eltern Kindern Mut machen können, trotz der KI-Möglichkeiten weiterhin selbst zu lernen, hat Philippe Wampfler einen klugen Essay geschrieben – inklusive eines Fünf-Punkte-Programms. Maximale Leseempfehlung.

Herzlichst,
Ihr Nik Niethammer