5 lezioni di vita

Educare in cinque lezioni? Potrebbe sembrare un po’ ambizioso. È un po’ come dire: imparare il latino alla perfezione in cinque lezioni. Non so quante centinaia di lezioni di latino ho dovuto sopportare da giovane, eppure non ho mai capito bene quel sistema. Ma a chi serve il latino? Ma una bussola serve a tutti. Per questo mi sono chiesto:quali sono le lezioni fondamentali che si imparano nella vita e che quindi si vorrebbero trasmettere anche ai propri figli? Quelleche si incontrano sempre e ancora, che forse all'inizio non si capivano, finché un giorno la consapevolezza non ha cominciato a brillare come una lampadina a risparmio energetico, diventando sempre più luminosa? Ebbene, dopo averci riflettuto un po’, ho scelto le seguenti:

  1. Die Mühseligkeit einer Unternehmung, muss nicht unbedingt gegen sie sprechen. Ich gebe zu, meine anstehenden Wanderferien mit den Kindern mögen mich zu diesem Gedanken inspiriert haben. Aber es geht auch um mehr. Mir graute in der Pfadi vor den langen Tageswanderungen – aber die Erinnerung daran waren trotzdem positiv. Es geht darum zu lernen, Anstrengungen auf sich zu nehmen und sie in den Zusammenhang mit etwas Grösserem zu stellen, das man erreichen will. Die Lektion besteht denn auch darin zu lernen, den Moment zu transzendieren und seinen Blick aufs Ganze zu richten (obschon das Ganze nie ganz zu haben ist, aber das können wir hier nicht weiter ausführen). Das ist für Erwachsene natürlich ungleich leichter, als für Kinder. Aber genau darum, soll man es ihnen beibringen.
  2. Man muss sich selber treu bleiben. Am Ende des Tages geht man immer mit der einen Person ins Bett: mit sich selbst. Die Frage ist, wer das ist. Kinder denken, die Antwort auf diese Frage liege da draussen. Irgendwann begreift man: Die Antwort liegt nicht so sehr darin, was wir denken, sondern in dem, was wir tun, beziehungsweise nicht tun.
  3. Keine Regel ohne Ausnahme. Die einfachste von allen – auch wenn es manchmal schwierig ist, die Ausnahmen Kindern gegenüber zu begründen. Ich erwähne sie auch nur, weil ich jetzt dem vorangegangenen Punkt 2 widersprechen muss. Es gibt auch wirklich wichtige Momente, in denen man nicht alleine ist. Bei der Geburt zum Beispiel. In der Liebe. Die wirklich wichtigen Momente zeichnen sich vielleicht gerade dadurch aus, dass die fundamentale Einsamkeit des Individuums in seiner Existenz aufgehoben wird.
  4. Man kriegt nichts umsonst, man tut nichts umsonst. Das tönt etwas arg merkantilistisch, und ist natürlich nur mit Einschränkungen gültig (siehe Punkt 3). Was ich meine, ist: Der Mensch verhandelt stets, mit sich selbst, der Umwelt, den Mitmenschen. Jeder verfolgt seine eigenen Interessen. Jemand bietet dir etwas an – was erwartet er dafür? Was bist du bereit, selber zu geben und zu welchem Preis? Das einzige, was wirklich umsonst ist, ist die Liebe. Und Liebe ist nie vergeblich. Genau so wenig sind es die Fehler, die man macht. Solange man daraus lernt.
  5. Die Revolution ist persönlich. Man kann zwar die Illusion von Einfluss gewinnen, aber schliesslich tun die Menschen und tut die Welt, was ihnen und ihr gefällt. Man kann sie nicht ändern, nur sich selbst (siehe Punkt 2). Und so sind auch nicht die objektiven Ziele entscheidend, sondern dass man sich seinen Möglichkeiten entsprechend entfaltet.

 © Tages-Anzeiger/Mamablog


L'autrice
Michèle Binswangerèlaureata in filosofia, giornalista e scrittrice. Si occupa di tematiche sociali, è madre di due figli e vive a Basilea.