Entwicklung

Der Traum vom perfekten Körper

Jeder zweite Teenager im Alter von 13 bis 17 Jahren ist mit seinem Körper unzufrieden. Die Folge: Viele trainieren bis zum Umfallen. Andere leiden unter Stress, psychischem Druck, Depressionen. Standen früher vor allem Mädchen im Fokus, sind heute immer mehr Buben betroffen. 
Text: Silvia Aeschbach
Bilder: Vera Hartmann / 13 Photo & Istock
Wenn sich der kanadische Popstar Justin Bieber bei einem Konzert das T-Shirt vom Körper reisst und sein schweissnasses Sixpack im Scheinwerferlicht präsentiert, kreischen sich die jungen Fans die Seele aus dem Leib. Noch vor wenigen Jahren war der ehemalige Kinderstar ein richtiger Hänfling. Jetzt präsentiert er stolz seinen gestählten Körper und ist so der Schwarm von Millionen von Girls und das Vorbild von Millionen Jungs. Bieber steht auch sinnbildlich für eine neue Entwicklung: Eiferten bis vor Kurzem vor allem weibliche Teenager jungen, weiblichen Stars wie Miley Cyrus oder Topmodels wie Cara Delevingne nach, haben Jungs punkto Körperbewusstsein aufgeholt. Der Wunsch nach einem muskulösen Körper, der möglichst frei von Körperfett ist, ist bei männlichen Teenagern heute stärker denn je. Die Fitnessindustrie verspricht, dass dieses Körperideal durch Trainingsmethoden und Nahrungsergänzungen erreichbar sei. Laut einer Studie der Gesundheitsförderung Schweiz von 2015 reicht das normale Training vielen männlichen Teenagern nicht mehr: 12 Prozent helfen mit Nahrungsergänzungsmitteln nach, 4 Prozent greifen zu Anabolika, wenn es um die ideale Figur geht. 
Erfahrungen mit Essstörungen: Die Schweiz liegt über dem europäischen Durchschnitt.
Die Fitnessindustrie hat diesen neuen, jungen Kundenstamm entdeckt und lockt mit Aussagen wie «Wir definieren jetzt einen ganz bestimmten Bereich deines Körpers». «Das ist sehr kritisch», sagt Petra Sobanski, Chefärztin in der Kinder und Jugend-psychosomatik in  München-Schwabing: «Die Jugendlichen, die sich in der Pubertät befinden, bekommen so das Gefühl, dass sie die Kontrolle über ihren Körper hätten.» Aber gerade in der Wachstumsphase sei es nicht ungefährlich, «wenn die Jungs es mit der Fitness übertreiben», sagt Sobanski. Sich zwischendurch so richtig auszupowern, ist durchaus okay. Es wird dann krankhaft, wenn die jungen Männer ständig das Gefühl haben, nicht zu genügen. «Auch der Konkurrenzkampf unter den männlichen Teenagern ist nicht zu unterschätzen », sagt Petra Sobanski, die in ihrer Praxis auch immer mehr Buben mit Essstörungen behandelt. «Die hochdosierten Proteindrinks verändern das Essverhalten vieler junger Männer.» Übertriebener Fitnesslifestyle kann Depressionen und Angststörungen hervorrufen. «In Amerika geht man davon aus, dass 20 bis 30 Prozent der jungen männlichen Trainierenden in den Fitnessstudios bereits Bigorexie-Symptome (Muskeldysmorphie) aufweisen oder schon eine ausgebildete Körperbildstörung haben» sagt Chiara Testera Borrelli, Co-Leiterin des Teams Ernährung und Bewegung bei der Gesundheitsförderung Schweiz.

Zwischen Vegetarismus und McDonald’s 

David, ein 17-jähriger Gymnasiast aus Luzern, trainiert fünf Mal wöchentlich im Fitnessstudio. Sein Vorbild ist der Fussballer Cristiano Ronaldo. «Ronaldo hat für mich die perfekte Figur», sagt David, und streicht über sein enges Leibchen, das seinen Waschbrettbauch  erahnen lässt. «Er ist muskulös, aber kein Hulk Hogan.» Auch Davids Freundin Carmen, 16, die in die gleiche Klasse geht, ist sehr figurbewusst. Sie trainiert regelmässig im Gym, besucht daneben auch noch Pilates-Kurse. Auch sie hat genaue Vorstellungen, wie sie aussehen möchte: «Mein Vorbild ist das Victoria’s- Secret-Model Candice Swanepoel; sie ist grazil und hat trotzdem definierte Muskeln», sagt’s und zeigt auf ihrem Handy unzählige Instagram-Fotos des blonden Models. Um ihr Ziel zu erreichen, reicht für Carmen allerdings die sportliche Betätigung nicht aus, auch die Ernährung muss stimmen: «Unter der Woche ernähre ich mich vegetarisch und zuckerfrei», sagt Carmen, «am Wochenende achte ich nicht darauf, was ich esse, dann schlemme ich auch schon mal bei McDonald’s.» Auch dieses Verhalten ist typisch für die Ernährung vieler Teenies. Einerseits entschliessen sich immer mehr, sehr gesundheitsbewusst zu leben, ernähren sich vegetarisch oder gar vegan. Andererseits schlagen sie beim Fast Food über die Stränge und sind oft bei McDonald’s oder Starbucks anzutreffen. Zurzeit hat Carmen ein festes Ziel vor Augen: Bis zu den Sommerferien will sie fünf Kilo abnehmen, «damit ich im Bikini so aussehe wie Candice», sagt sie selbstbewusst. «Problematisch wird es, wenn die Jugendlichen neben dem Training auch noch auf ihre Ernährung fixiert sind und gezielt immer weiter abnehmen », sagt Petra Sobanski. «Das Thema Jungendliche und ihre Körperwahrnehmung ist noch sehr wenig erforscht, obwohl das ein riesiges Thema ist», so Sobanski.
Schön, schlank, muskulös: Noch nie war es für Jugendliche so wichtig, gut auszusehen.
Essstörungen beginnen meistens schon in der Jugend. Die aktuellsten Zahlen stammen von einer im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit durchgeführten, für die Schweiz repräsentativen Studie. 3,5 Prozent der rund 10 000 befragten Personen gaben an, in ihrem Leben bereits eigene Erfahrung mit einer oder mehreren der drei Essstörungen Anorexie, Bulimie oder Binge Eating gemacht zu haben. Damit liegt die Schweiz über dem europäischen Durchschnitt von 2,5 Prozent. Es wird angenommen, dass dies unter anderem damit zusammenhängt, dass gesunde Ernährung und ein schlanker Körper in der Schweiz besonders wertgeschätzt werden und dass der Gesellschaftsdruck, schlank und fit zu sein, hierzulande sehr hoch ist. 
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«Als Model zu arbeiten, würde mich reizen», sagt Elena. Die 14-Jährige schildert, zusammen mit anderen Jugendlichen, in unseren Dossier-Kurzporträts ihre Beziehung zu Schönheit und Aussehen. Mehr über Elena, hier. 
«Als Model zu arbeiten, würde mich reizen», sagt Elena. Die 14-Jährige schildert, zusammen mit anderen Jugendlichen, in unseren Dossier-Kurzporträts ihre Beziehung zu Schönheit und Aussehen. Mehr über Elena, hier. 
Carmen und David sind keine Einzelfälle. Immer mehr Jugendliche sind ausgesprochen körperbewusst und kritisch, was die eigene Figur betrifft. Laut einer Studie der  Gesundheitsförderung Schweiz, die im letzten Jahr unter 371 Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren durchgeführt wurde, sind 44 Prozent der Buben mit ihrer Figur unzufrieden; bei den Mädchen sind es gar 65 Prozent. Konkret wünschen sich 77 Prozent der Buben mehr Muskeln, 60 Prozent der Mädchen wären gerne schlanker, gleich viele haben bereits eine Diät gemacht. Diese Zahlen erstaunen nicht, bedenkt man, mit welcher medialen Überflutung die heutigen Teenager umgehen müssen. Und die Generation Z, also die heute etwa 12- bis 17-Jährigen, hat ihre eigenen Style- Vorbilder: junge Stars, die perfekte Körper und einen tollen Stil haben und ehrgeizig sind, was ihren Beruf betrifft. 

Konkurrenzkampf: Das Aussehen wird untereinander verglichen 

 Das Kopieren eines berühmten Vorbildes hat allerdings Tradition: Hunderttausende von Mädchen hungerten sich in den 1960er-Jahren auf Twiggy-Masse herunter. Kate Moss’ filigrane Silhouette wurde in den 1990ern kopiert, und die perfekten Kurven von Britney Spears begeisterten Anfang der 2000er- Jahre. Aber noch nie war es für Jugendliche so wichtig, gut auszusehen. Ihr Ziel: so schön und schlank sein wie ein Model oder so athletisch und muskelbepackt wie ein Sportler. Und vor allem für männlichen Teenager ist es wichtig, ein gutes Körpergefühl zu haben, das sie mit viel Sport anstreben. Und natürlich wird das Aussehen verglichen: «Unter den Jungs herrscht manchmal ein richtiger Konkurrenzkampf, was den Körper und den Style be  trifft», sagt der 16-jährige Schüler Jan. Galten früher Mädchen als «stutenbissig», hat hier offenbar eine Entwicklung in die andere Richtung stattgefunden. «Mädchen sagen sich gegenseitig, wie schön sie sich finden, und unterstützen sich in vielem», sagt Jan. Die Kids träumen von Idealmassen, modellierten Oberkörpern und Sixpacks. Beinahe täglich verbreiten sich neue Schönheitstrends im Internet:

  • der «Thigh Gap Challenge» zeigen Mädchen bei geschlossenen Beinen eine erkennbare Lücke zwischen den Oberschenkeln. 

  • Die «Collarbone Challenge» besteht, wer eine Reihe von Münzen aufrecht auf seinem Schlüsselbein aufreihen kann – ein Zeichen von extremem Schlanksein. 

  • Bei der «Paper Waist Challenge» hält man sich ein A4-Papier hochkant vor den Leib. Verschwindet die Taille hinter dem Blatt Papier, ist man angeblich dünn genug. 
Dünn genug kann man scheinbar nie sein. Laut einer neuen Dr.-Sommer- Studie der Zeitschrift «Bravo» kontrolliert bereits jedes dritte Mädchen ab 13 Jahren regelmässig sein Gewicht. Und gemäss dem deutschen LBS-Kinderbarometer haben sogar schon 92 Prozent der Teenager einmal über eine Schönheits-OP nachgedacht.
«Für mich ist es wichtig, gut auszusehen» , sagt Tim, der 16 Jahre alt ist und findet, dass es Mädchen besser haben als Jungs. Mehr über Tim, hier. 
«Für mich ist es wichtig, gut auszusehen» , sagt Tim, der 16 Jahre alt ist und findet, dass es Mädchen besser haben als Jungs. Mehr über Tim, hier. 
«Seit etwa fünf Jahren werden meine Kundinnen immer jünger», bestätigt auch die Zürcher Schönheitschirurgin Gertrude Beer. «Die 17-Jährigen sind heute so weit wie die 25-Jährigen», sagt Beer. Einer jungen Frau würde sie die Brüste «nur bei einer erheblichen Fehlbildung, wenn die Eltern einverstanden sind und das Risiko vertretbar ist» vergrössern. Die Pubertät ist wohl eine der schwierigsten und herausforderndsten Phasen im Leben. Scheinbar über Nacht verwandeln sich unkomplizierte Mädchen und Jungen in maulfaule Halbwüchsige, die zwischen Euphorie und abgrundtiefem Kummer schwanken. Die intensive Beschäftigung mit dem Aussehen, das Abwägen und das Vergleichen mit den anderen ist allerdings völlig normal. Auch das Gefühl der Unzulänglichkeit oder nicht zu wissen, wo man hingehört und wie einen die anderen sehen. Und ob sie einen überhaupt sehen.

Schönheit ist machbar 

Es ist noch nicht so lange her, da galt Schönheit als etwas Gegebenes. Man hatte entweder Glück und gute Gene oder eben nicht. Natürlich wurde auch schon früher künstlich geschönt, aber nie in diesem Masse wie heute. Auf Bildern wird mit Photoshop und anderen Techniken aus Durchschnittlichkeit Perfektion gezaubert, und diese ist zur Maxime der modernen Gesellschaft geworden. Vor allem Mädchen und Frauen kennen diesen Druck nur zu gut, ständig werden sie aufgrund ihrer Attraktivität eingeschätzt und begutachtet. Das fängt schon bei ganz kleinen Mädchen an. Denn ein überdurchschnittlich gutes Aussehen verspricht vieles: Erfolg im Beruf, bei den Männern und in der Gesellschaft. Und die Schönheitsindustrie profitiert in reichem Masse vom Wunsch nach Perfektion, von teurer Kosmetik über  Mode bis hin zur Schönheitschirurgie. Und TV-Formate wie «Germany’s Next Topmodel» nähren solche Träume. Allerdings wäre es zu einfach, solche Sendungen oder die Modeindustrie und ihre Hochglanzmagazine für Essstörungen junger Mädchen verantwortlich zu machen; hier spielen auch viele andere Kriterien mit. Aber sehr unsichere Jugendliche finden hier durchaus Bestätigungen für ihre eigenen Unzulänglichkeiten.
Thigh Gap, Paper Waist Challenge: Beinahe täglich verbreiten sich neue Schönheitstrends im Internet.
Aber nicht nur die Figur ist bei jungen Mädchen wichtig, auch Make-up gehört bei vielen zum Alltag, egal ob sie in die Schule oder in den Ausgang gehen: «Natürlich gibt es Tage, an denen ich ungeschminkt bin», sagt die 17-jährige Schülerin Anna, «doch meistens gehe ich nicht ohne Farbe im Gesicht raus. Ich fühle mich einfach ‹geschützter›, wenn ich geschminkt bin.» Diesbezüglich unterscheidet sich der Teenager nicht von Millionen von erwachsenen Frauen, die dies ebenfalls unterschreiben würden. «Unsere Kundinnen werden immer jünger», sagt Quynh Arguello, PRManagerin bei der Beauty-Firma Bobbi Brown in der Schweiz. «Es geht beim Schminken allerdings nicht um ein möglichst starkes Make-up, sondern darum, kleine Unreinheiten abzudecken. Durch neue Online-Medien wie Youtube- Tutorials beginnen die Teenager immer früher mit dem Schminken und ahmen Prominente wie Kim Kardashian nach.»

Gesunde Kinder können sich abgrenzen

 Unreine Haut, ein dicker Hintern, eine Figur wie ein Spargeltarzan: Wer nicht der Norm entspricht, braucht ein gutes Selbstbewusstsein. Doch welcher Teenager in der Pubertät hat das schon? Nicht selten sind übergewichtige Kinder und Jugendliche Zielscheiben von Spott und Mobbing. «Mobbing generell und speziell im Netz, mittels Whats-  Beispiel sogar im Klassenchat – das ist eine Problematik, die ich gegenüber früher in meiner Praxis viel häufiger antreffe. Die Inhalte sind dabei weit perfider, psychisch verletzender als früher», sagt denn auch die Psychiaterin Susanna Zürrer-Simmen. Ob Magazine oder elektronische Medien wie Facebook oder Instagram: Es wird auf Teufel komm raus geschönt. Und obwohl selbst die Kids wissen, dass das Gezeigte nicht der Realität entspricht, streben sie diese Idealbilder an. Beim Vergleich mit dem Hochglanz können sie allerdings nur verlieren. 
«Ich bin richtig allergisch auf all diese dünnen Models, die uns Mädchen das Gefühl geben, wir seien zu dick», sagt Elena, 15, die Thai-Boxen trainiert. Mehr über Elena, hier.
«Ich bin richtig allergisch auf all diese dünnen Models, die uns Mädchen das Gefühl geben, wir seien zu dick», sagt Elena, 15, die Thai-Boxen trainiert. Mehr über Elena, hier.
Wie sehr aber leiden die Jugendlichen unter diesem gesellschaftlichen Druck? Neben der Bildung oder der sozialen Herkunft sind es auch «individuelle Merkmale, die Jugendliche anfälliger für die gesellschaftlichen Botschaften machen», sagt Chiara Testera Borrelli von Gesundheitsförderung Schweiz: «Dazu gehören unter anderem die Persönlichkeit des Einzelnen, das eigene Temperament, ein geringes Selbstwertgefühl, ein depressiver Charakter und der Hang zu Perfektionismus.» Die Experten von Gesundheitsförderung Schweiz verfolgen die Entwicklung mit einer gewissen Sorge. «Ein negatives Körperbild kann die Gesundheit beeinträchtigen und zu Essstörungen, Rauchen oder Drogenkonsum führen», sagt Testera Borrelli. Was die Essstörungen betrifft, gibt es in der Schweiz im Vergleich zum europäischen Ausland bereits überdurchschnittlich viele Fälle. Auch die Verinnerlichung gesellschaftlicher Ideale und die hohe Tendenz, seinen eignen Körper mit dem Körper der anderen zu vergleichen, sowie die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper können dazu führen, dass Jugendliche unter dem eigenen Körper leiden. Die Psychiaterin Susanna Zürrer-Simmen warnt aber davor, die Teenager als Opfer der Massenmedien zu sehen: «Ich bin überzeugt, dass sich die Mehrheit der Jugendlichen nicht 1:1 mit diesen Idealen identifiziert. Gesunde Kinder sind sehr wohl in der Lage, sich abzugrenzen und ihre Vorbilder woanders zu suchen.» Wenn es um das seelische Gleichgewicht geht, kommt den Eltern eine wichtige Rolle zu: «Ich rate ihnen immer wieder, Sendungen wie ‹Germany’s Next Topmodel› gemeinsam mit den Kindern anzuschauen, um so ins Gespräch zu kommen. Das betrifft auch die sozialen Medien wie Instagram oder Facebook», sagt Susanna Zürrer- Simmen. 
Unreine Haut, ein dicker Hintern: Wer nicht der Norm entspricht, braucht ein gutes Selbstwertgefühl.
Wenn sich aber alles nur noch um das Aussehen oder die nächste Diät dreht, ist es Zeit, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Denn vermeintlichen Idealen nicht zu entsprechen, vermag den ohnehin wankelmütigen Teenager in die Verzweiflung zu treiben. In diesem Zusammenhang ist es für Eltern vielleicht sinnvoll, auch den eigenen Umgang mit dem Thema Schönheit und Figur zu hinterfragen. Denn die Mutter, die ständig auf Diät ist oder sich um ihr Aussehen sorgt, oder ein Vater, der mehr Zeit im Fitnessstudio verbringt als zu Hause, eignen sich nicht besonders als Vorbild für Pubertierende. Essstörungen entwickeln sich meist langsam. Nur weil ein Teenager ein paar Tage weniger isst und abnimmt, an Gewicht zulegt oder jeden zweiten Tag ins Fitnessstudio geht, muss noch keine Problematik vorliegen, und die Bezugspersonen sollten Ruhe bewahren. Das  Ganze könnte eine Phase sein, wie sie in der Pubertät oft vorkommt. Vielleicht hat der Teenie Liebeskummer, er ist gerade in einer Wachstumsphase, oder er ist auf den Geschmack von «Double Chocolate Shakes» gekommen. Wenn die Veränderungen allerdings längere Zeit andauern oder sich zuspitzen, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

Links:

Fachstelle PEP (Prävention. Esstörungen. Praxisnah), Inselspital Bern

www.aes.ch
Arbeitsgemeinschaft Ess-Störungen AES

Experten-Netzwerk Essstörungen Schweiz

www.essstoerung.ch
Zentrum für Menschen mit Essstörungen

www.feel-ok.ch
Internetplattform der Schweizerischen Gesundheitsstiftung RADIX.  Bietet Informationen und Dienstleistungen über gesundheits- und gesellschaftsrelevante Themen in Form von Texten, Spielen und Tests an.

www.elternberatung.projuventute.ch 
Kostenlose Beratung von Eltern und Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen.

Zur Autorin

Silvia Aeschbach, 55, ist Journalistin und Buchautorin. Sie ist bei der SonntagsZeitung für die deutsch-sprachige Ausgabe des Lifestyle-Magazins «Encore» verantwortlich und schreibt im Tages-Anzeiger den Blog «Von Kopf bis Fuss». Ihr neustes Buch trägt den Titel «Älterwerden für Anfängerinnen – Willkommen im Club!» (Verlag Wörterseh). Silvia Aeschbach ist kinderlos und lebt mit ihrem Mann in Zürich. 

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