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Elternblog

Elterndiäten, oder: Machen Kinder eigentlich dick?

Kinderessen macht Eltern dick. Aber zum Glück sind auch Diäten im Familienalltag zwangsintegriert. Ob Noro-Virus-Diät oder verfressener Teenager: Hier kriegt jeder sein Fett weg, findet unsere Elternbloggerin Ulrike Légé. 
Text: Ulrike Légé
Leben mit Kindern macht dick. Das stelle ich jeden Sommer wieder fest. Der Bikini zwickt, es schwabbelt und wabbelt überall, wo meine Haut schön straff sein sollte. Und ich erwarte schon mit Grausen die Frage im Freibad «Ooooh, ihr wolltet doch nach drei Kindern aufhören? Gibt's jetzt doch noch einen Nachzügler bei Euch?»
Was Kinder auf dem Teller lieben, macht Eltern dick. Das ist nicht fair!
Nein, verdammt, gibt es nicht. Es gibt bei uns nur viel zu viele Z’Nünis und Z’Vieris und sowieso den ganzen Tag Snacks. Es gibt mittags kinderfreundliche Pasta und später leckere Abendessen, die nicht aufgegessen werden. Man will ja nichts wegwerfen, also wer erbarmt sich den Resten?  Richtig, Mami und Papi. Und wer ist nach einem Tag mit der kleinen Quengel-Streit-Chaos-Bande so fertig, dass nur noch Chips und Schoggi helfen? Ja, auch wir. Stress-Essen ist eben Survival-Strategie für Eltern.

Das alles setzt halt an, wir Eltern haben da keine Chance. Ausser in den wenigen wunderbaren Jahren, wo die kleinen Blut-, – pardon Milch-Sauger – zumindest uns Mamis die Kalorien von den Hüften saugen. Und in denen, wo Neu-Läufer und Mini-Laufradfahrer sich so lebensmüde wie Harakiri-Piloten in den Verkehr stürzen und wir ihnen dauernd hinterhechten. Geniesst es und haut rein, Ihr Baby- und Kleinkind-Eltern! Ich war noch nie so schlank wie damals.

Aber was hilft uns, wenn wir nicht mehr stillen und rennen müssen? Essen nach Instagram-mässig feinen Diätrezepten? Ist nur möglich, wenn man den ganzen Tag in der Küche steht. Immerhin müssen wir auch normales Essen ohne Wäh-Faktor kochen. Kalorienreduzierte Diätshakes? Viel zu teuer und nach zwei Tagen erträgt man den Labber-Vanille-Geschmack nicht mehr. Einfach fasten? Tolle Idee, nur war ich in der Praxis so ausgehungert und hässig, dass mich Mann und Kinder am liebsten zwangsernährt hätten.

Aber zum Glück gibt es sie ja, die alltagstauglichen und völlig unfreiwilligen Diäten für Eltern. Folgendes verhindert die elterliche Komplettverschwabbelung:

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