Glitzernde Diamanten auf dem Seegrund
Die Waadtländer Alpen sind immer eine Reise wert – und die Region rund um Les Diablerets sowieso: Umgeben von Tannenwäldern lädt der Lac Chavonnes auf 1'690 Höhenmetern oberhalb von Villars-sur-Ollon zu Sonnenbaden und Seelenbaumeln ein.
Mitten im Wald gelegen, nur einen Katzensprung vom berühmten Skigebiet Les Diablerets entfernt, ist der türkis schillernde Lac des Chavonnes ideal für einen Familienausflug. Wer sich traut, badet im eiskalten Wasser oder belässt es beim entspannten Sonnenbaden am Seeufer.
Doch Obacht! Eine lokale Legende besagt, dass auf dem Grund ein Schatz vergraben liegen soll, der von einer Fee (und ehemaligen Prinzessin) eifersüchtig bewacht wird. Bei den vermeintlich auf dem Seeboden funkelnden Diamanten handelt es sich wohl eher um Mineral-Pyrit-Felsen. Sehenswert ist dieses Naturschauspiel aber allemal.
Preise: gratis, frei zugänglich (exkl. Bergbahn-Ticket)
Infrastruktur & Aktivitäten: Für den kleinen Hunger serviert das Restaurant Lac des Chavonnes lokale Gerichte. Wer möchte, kann auch dort übernachten. Tretboote vor Ort sind vorhanden für eine kleine Erkundungsfahrt auf dem See.
Anfahrt: Bergbahn Bex–Villars–Bretaye. Bei der Haltestelle «Bretaye» aussteigen. Von dort aus führt ein zwei Kilometer langer Weg zum See.
Weitere Informationen: www.alpesvaudoises.ch
Fünf Seen im Angesicht des «Horu»
Wieso sollte man sich auf einen Bergsee beschränken, wenn man gleich fünf auf der schönen Fünfseen-Wanderung oberhalb von Zermatt geniessen kann? Weltberühmtes Fotomotiv inklusive.
Startpunkt ist der Blauherd (2571 Meter über Meer), wo sich ein imposantes Panorama auf verschneite Gipfel – und natürlich auf das weltberühmte Matterhorn eröffnet. Die Wanderroute ist wunderbar für Familien mit Kindern ab sechs Jahren geeignet. Die Fünfseen-Wanderung verbindet den Stellisee, Grindjisee, Grünsee, Moosjisee und Leisee – Bergseen, die so unterschiedlich in Form, Farbe wie Grösse im Angesicht des majestätischen «Horu» glitzern.
An jeder See-Station gibt es etwas Neues zu entdecken oder zu unternehmen: Am Leisee heisst es zum Beispiel «Badehosen ausgepackt» und rein in das frische Nass. Am Grünsee lassen sich eindrückliche Arven bewundern, die trotz karger Landschaft gedeihen. Die Königin der Alpen, wie die fünfnadelige Arve im Volksmund auch genannt wird, ist bestens ans rauhe Bergklima angepasst und trotzt stoisch Wind und Wetter.
Am Grindjisee wachsen nicht nur seltene Alpenblumen (bitte nicht pflücken!), sondern auch faszinierende Hochmoorvegetationen. Und mit etwas Wetterglück werden Wanderinnen und Wanderer am Stellisee, Grindjisee und Moosjise mit einem weltbekannten Postkarten-Motiv beschenkt, dann nämlich, wenn sich das «Horu» auf der Seeoberfläche spiegelt.
Preise: gratis, frei zugänglich (exkl. Bergbahn-Ticket)
Infrastruktur & Aktivitäten: Matterhornspiegelung im Stellisee, Grindjisee und Leisee, Bademöglichkeit im Leisee und Grünsee (keine Badeaufsicht). Speziell der Leisee ist beliebt bei Familien. Mit Kinderspielplatz, Grillplätzen, Picknickplätzen, Pavillon zum Picknicken, Spielfloss und einem tollen Panorama auf das Matterhorn ist der Leisee ein perfektes Familienausflugsziel.
Anfahrt: Standseilbahn ab Talstation Zermatt bis Sunegga. Dann heisst es umsteigen. Mit Achtergondeln und Sechser-Sesselliften gehts auf den Blauherd.
Mehr Infos: www.matterhornparadise.ch

Idyllisch, märchenhaft, mystisch: Der Caumasee
Es gibt viele Namen für diesen Bergsee. «Edelstein in der Tiefe» wird er genannt, aber auch die «Perle von Flims». Karibikblau und Piniengrün, wohin das Auge reicht: ein Juwel, das einem zu Füssen liegt, umgeben von dunklen Tannen und steilen Bergen.
Um den See ranken sich viele Rätsel: Wundersamerweise wird das Wasser bis zu 24 Grad warm. Der See füllt sich jeden Frühling wie von Geisterhand auf, obwohl er weder oberirdischen noch unterirdischen Zu- respektive Abfluss besitzt. Sein Wasser gilt als Heilwasser für Mensch und Tier. Schon im 19. Jahrhundert kamen Gäste aus dem Ausland, um sich an diesen Gestaden zu erholen. In der Mitte des Sees erhebt sich eine kleine Insel, die man erforschen kann. Stand-up Paddles, Luftmatratzen, Pedaloboote und Schwimmer treiben im glasklaren Wasser vor sich hin. Das Restaurant mit Sonnenterasse lockt mit Spaghetti Caumasee.
Infrastruktur & Aktivitäten: Beachvolleyball, Stand-up-Paddle, Pedalo, Ruderboote (Bootsvermietung), Spielplatz, Planschbecken Restaurant, Kiosk, Barbecue. Umkleidekabinen, WC-Anlagen, Duschen
Preise: Einzeleintritt Erwachsene: 18 Franken, Kinder bis 16 Jahre: 9 Franken.
Anfahrt: Standseilbahn oder Fussweg ab Flims Waldhaus, Bikeweg
Weitere Informationen: www.flimslaax.com
Strandfeeling in den Bergen: Der Crestasee
Wer mag, kann den Besuch beim Caumasee mit der Wanderung durch die Rheinschlucht und der fabulösen Aussichtsplattform il Spir vereinbaren («Zwei Seen-Wanderung»), wo als Belohnung der atemberaubende Crestasee lockt.
Man nennt ihn auch den «See am Waldgrat», weil er sich in einer kleinen Waldlichtung befindet. Der malerische Crestasee gehört zum Inventar der geschützten Naturdenkmäler im Kanton Graubünden, auch hier ist das Wasser glasklar und türkisblau. Die üppige Ufervegetation lädt Kinder ein, auf Entdeckungsreise zu gehen. Mit etwas Glück lassen sich kleine Krebse entdecken. Im Sommer ist das 844 m. ü. M. gelegene Naturbad mit Bootsvermietung und Kiosk bis September geöffnet, erreichbar ist es nur zu Fuss (kinderwagentauglich).
Preise: Eintritt Erwachsene: 7 Franken (mit Gästekarte 5 Franken), Kinder 3 Franken, Familienabo 120 Franken
Infrastruktur & Aktivitäten: Badeaufsicht, Ruderboot, Stand-up Paddle, Gasthaus, Kiosk, Feuerstelle, Umkleideräume, Toiletten, Nichtschwimmerbereich, Spielplatz, Hunde erlaubt
Anfahrt: In den Sommermonaten am Abend via Shuttle-Bus
Weitere Informationen: www.crestasse.com
Romantischer Waldsee: Der Blausee
Der sagenumwobene Blausee liegt in einer Naturarena, die vor 15'000 Jahren durch einen Felssturz entstanden ist. Der Naturpark betört durch einsame wie romantische Ecken und ist gleichzeitig gut erschlossen mit Spazierwegen, Picknickplätzen, Feuerstellen sowie einem Abenteuerspielplatz für Kinder.
Zweifelsohne ist das tiefblaue und je nach Licht smaragdgrüne Wasser eines der Highlights, das seinen Zauber auf die Besucher ausübt. Einer Sage zufolge stamme die Farbe des Sees von den blauen Augen eines jungen Mädchens, das aus Trauer über den Tod ihres Geliebten ins Wasser ging. Seither glitzere der Blausee als Erinnerung an die Unglückliche in blau.
Der kristallklare Bergsee wird durch unterirdische Quellen gespeist, zwölf Meter unter dem Wasser liegende Baumstämme erscheinen zum Greifen nah. Auch wenn der See zum Schwimmen einlädt: Das Baden ist nur den Forellen vorbehalten, die sich in grossen Schwärmen im mineralreichen und sauberen Bergquellwasser tummeln. In der Nähe befindet sich eine Bio-Forellenzucht, die besichtigt werden kann. Zudem kann man im Shop frische Forellen kaufen.
Preise: Tageseintritt: Erwachsene 11 bis 13 Franken. 6- bis 15-Jährige 7 bis 9 Franken. Abendeintritt: Erwachsene 9 bis 11 Franken. 6- bis 15-Jährige 5 bis 7 Franken. Die Preise variieren zwischen Werktagen und Wochenende. Der Eintritt für Kinder bis 5 Jahre ist kostenlos.
Infrastruktur & Aktivitäten: Im Preis inbegriffen sind das Parkieren, Bootsfahrt (bis 17 Uhr) Besichtigung der Bio-Forellenzucht, Benützung des Kinderspielplatzes und der Grillstellen mit Grillholz. Hunde, an der Leine geführt, sind im Park willkommen.
Übernachtung: Im kleinen Grandhotel mit 17 Zimmern, zwei Restaurants, Spa und einer grossen Terrasse mit Seeblick.
Anfahrt: Per Auto, Parkplatz vorhanden. ÖV: Bus ab Frutigen. Die Anreise mit dem ÖV wird ausdrücklich empfohlen.
Informationen: www.blausee.ch
Das Bergjuwel: Der Oeschinensee
Eine atemraubende Natur, Wanderungen mit grandioser Aussicht, Wasserfälle und eine berühmte Rodelbahn: Willkommen am Oeschinensee im Kandertal, auf 1578 Meter über dem Meer. Der tiefblaue See glitzert wie ein blauer Bergedelstein, eingebettet zwischen steil abfallenden Felsen der Blüemlisalp und dem bewaldeten Seeufer. Nicht umsonst gehört die imposante Bergwelt rund um den See zum Unesco Welterbe Jungfrau Aletsch.
Ab der Talstation bringt die 8er-Gondel die Besucher zur Bergstation Oeschinensee, von wo aus das Unesco-Elektromobil direkt zum See fährt. Mit dem Kinderwagen (geländegängig) ist der rund 30-minütige Fussweg von der Bergstation zum Oeschinensee auch gut befahrbar. Zum Wandern eignet sich für Familien mit Kindern zum Beispiel die einstündige Route «Spazierweg zum Oeschinensee»: Start bei der Bergstation via Läger zum Oeschinensee und anschliessend wieder zurück zur Bergstation.
Eine Schnitzel-und-Pommes-Pause ist jederzeit möglich, auf dem Weg liegen verschiedene Restaurants, die zur Rast einladen. Wer sich traut, kann im sehr frischen und sehr tiefen (50 Meter) Oeschinensee schwimmen gehen. Am südlichen und westlichen Seeufer gibt es einfache Badestellen mit Kiesstränden, jedoch ohne Badeaufsicht. Statt zu wandern, können abenteuerlustige grosse wie kleine Berggänger auch gleich wieder auf der weltberühmten Rodelbahn den Berg runtersausen.
Preise Rodelbahn: Kinder unter 8 Jahre gratis, Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene 6 bis 7 Franken, je nach Tageshälfte. Für Mehrfachfahrten gibt es eine Reduktion. Die Rodelbahn ist nur im Sommer in Betrieb.
Infrastruktur & Aktivitäten: Badestellen mit Kiesstränden, keine Einrichtungen wie Umkleideräume. Keine Badeaufsicht. Unterhalb des Hotels gibt es am Seeufer eine Feuerstelle. Von Mai bis Oktober werden vom Berghaus am Oeschinensee Ruder- und Fischerboote vermietet.
Anfahrt: Zug bis Kandersteg und weiter mit dem Sessellift. Die Anfahrt mit dem Auto ist nicht möglich.
Die Region bietet viele familien- und hundefreundliche Wander- und Spazierrouten.
Weitere Informationen: www.oeschinensee.ch





















