Das Wichtigste zuerst: Ich bin gerne an der Tagesschule. Die Stimmung ist meist gut, alle Schülerinnen und Schüler kennen sich und gehen ordentlich miteinander um. Wir sind ja auch nicht besonders viele. Es stört mich nicht, dass ich bis auf den Mittwochnachmittag den ganzen Tag in der Schule bin.
Ich habe Kollegen, die gehen in eine Quartierschule und sind immer auf dem Weg irgendwohin. Mittags rennen sie heim, dann schnell was essen und wieder los. Das wäre mir zu stressig. Mein älterer Bruder – er geht jetzt ans Gymi – war der Erste von uns, der hierher kam. Das hat scheinbar so gut geklappt, dass unsere Eltern auch mich nach dem Chindsgi angemeldet haben. Mittlerweile ist auch mein jüngerer Bruder hier eingeschult worden.
Ich träume von einem weiteren Raum nur für die älteren Schülerinnen und Schüler.
Wenn ich den Leuten erzähle, dass ich Tagesschüler bin, reagieren manche schräg. Sie glauben, wir müssen hier sein, damit unsere Eltern voll arbeiten können. Stimmt aber nicht. Ursprünglich hat nur unser Vater, er ist Projektleiter an der ETH, in Vollzeit gearbeitet.
Unsere Mutter hat erst vor zwei Jahren langsam begonnen, ihr eigenes Geschäft als Aroma-Massagetherapeutin wieder aufzubauen. Ich glaube, die beiden wollten vor allem, dass ihre Kinder in eine Schule gehen, in der mehr läuft als der normale Unterricht. Das ist definitiv der Fall, wir sind eine echte Gemeinschaft.
Ein paar Verbesserungsvorschläge für die Tagesschule
Die Lehr- und Betreuungspersonen gehören ebenso dazu wie wir Schüler. Ich habe dennoch ein paar Vorschläge, wie man unsere Tagesschule weiter verbessern könnte: Wir Grossen brauchen noch mehr Orte, an denen wir vor den Kleinen sicher sind. Es ist schön, dass wir die Göttis und die Gotten der Erstklässler sind. Aber nicht immer.
Die meisten Freizeitkurse sind eher langweilig. Ich will nicht backen, ich will programmieren lernen.
Ich träume von einem weiteren Raum nur für die älteren Schülerinnen und Schüler. Mit coolen Möbeln und frischer Farbe an den Wänden. Vielleicht auch mit Computern, die wir in Eigenregie benutzen können.
Wo wir gerade dabei sind: Die meisten Freizeitkurse sind eher langweilig. Ich will nicht backen, ich will programmieren lernen. Letzte Idee: Muss es wirklich dauernd Fisch zum Zmittag geben? Ich weiss, dass das gesund ist, aber fein ist es nicht.






