Ein Geldgeschenk zum Kindergeburtstag, ein paar Münzen fürs Sparkässeli oder das erste Sackgeld: Schon früh kommen Kinder mit Geld in Berührung. Für Eltern entstehen dadurch wertvolle Chancen, ihren Kindern zu zeigen, wie man mit Geld verantwortungsvoll umgeht.
Sparen lernen: Kässeli oder Konto?
Sparen ist für Kinder eine gute Gelegenheit, den Wert von Geld zu verstehen. Schon kleine Beträge im Kässeli zeigen ihnen: Wer einen Wunsch hat, braucht Geduld – und mit regelmässigen «Einzahlungen» kommt man näher ans Ziel. Nutzen Sie ein durchsichtiges Kässeli, um das Wachstum sichtbar zu machen, oder legen Sie gemeinsam ein Sparziel fest – zum Beispiel einen Ausflug oder ein Spielzeug – und sprechen Sie darüber, warum sich Warten lohnt. Auch eine Kombination aus Kässeli und Konto bietet sich an. Gemeinsame Einzahlungen und das regelmässige Beobachten des Kontostands machen für Ihr Kind sichtbar, wie die Ersparnisse sich entwickeln.
Geldgeschenke: Finanzbildung für die Zukunft
Ihr Kind bekommt von Gotti, Götti oder den Grosseltern zum Geburtstag ein Nötli in die Hand gedrückt – doch wohin damit? Für jüngere Kinder ist es sinnvoll, einen Teil solcher Beträge auf ein Konto einzuzahlen. Damit können Eltern später wichtige Finanzgrundlagen erklären: wie Geld als Wertaufbewahrung funktioniert, warum sich Sparen lohnt und welche Ziele man damit erreichen kann. Entscheidend ist, das Kind einzubeziehen. Besprechen Sie gemeinsam, welche Geldgeschenke ins Kässeli wandern, mit welchen man was zum Spielen kauft – und welche direkt aufs Konto gehen.

Sackgeld: der Schritt zur finanziellen Selbstständigkeit
Taschengeld ist ein ideales Übungsfeld, damit Kinder den Umgang mit Geld lernen. Sie entscheiden selbst, wofür sie es ausgeben, worauf sie sparen wollen und wo sie Prioritäten setzen. Das stärkt die Eigenverantwortung – und häufig auch die Geduld. Der Schulstart ist ein guter Moment, um mit Sackgeld zu beginnen. In den ersten Jahren empfiehlt sich Bargeld – doch mit dem ersten Handy oder ab etwa 12 Jahren lohnt es sich, auch über digitales Geld zu sprechen. Und dann bietet sich auch ein eigenes Konto an, das Kindern ermöglicht, bargeldlos zu bezahlen und ihre Ausgaben in der Mobile Banking App nachzuverfolgen.

