Redaktionsblog

Unsere Themen im März: Autorität, Elternsex und Handykontrolle

Autorität ist ein Beziehungsverhältnis. Wie Eltern und Lehrpersonen ihre Autorität zurückgewinnen – davon handelt unser Dossier. Was tun, wenn die Kinder einen beim Sex erwischen? Und darf man als Mutter oder Vater das Handy seines Kindes kontrollieren? Das Magazin ist ab dem 5. März am Kiosk. Sie können es auch online bestellen.
Text: Nik Niethammer
Bild und Video: Florina Schwander
Chefredaktor Nik Niethammer stellt Ihnen die Themen des neuen Hefts im Video vor.

Liebe Leserin, lieber Leser

Die Zahlen sind so eindeutig wie erschütternd: In Deutschland gab es gemäss einer repräsentativen Studie von 2018 an jeder zweiten Schule Fälle von psychischer Gewalt: Lehrkräfte wurden beschimpft, bedroht, beleidigt oder gemobbt. In 26 Prozent der untersuchten 1200 Schulen erfolgten gar körperliche Angriffe gegen Pädagogen. An einem Fünftel der Schulen seien Fälle von Cybermobbing verzeichnet worden. «Die Zahlen lassen sich auch auf die Schweiz übertragen», sagt Franziska Peterhans, Zentralsekretärin des Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH. Hauptgrund sei der schwindende Respekt gegenüber Lehrpersonen: «Konflikte eskalieren schneller und werden härter ausgetragen.»

Eine Diskussion über fehlenden Anstand und Respekt artet schnell in ein Schwarzpeterspiel aus: Vielen Eltern sei das Erziehen heute zu mühsam, es fehle an Halt und Haltung; die Folge seien Kinder, die in der Schule Probleme machten, klagen Lehrkräfte und Schulleiter. Alles falsch, tönt es von Elternorganisationen, die Schule produziere frustrierte und demotivierte Schüler, viele Lehrpersonen seien keine pädagogischen Autoritäten. Halten wir den Ball flach: Erziehen wie Lehren erfordern Leadership, Verbindlichkeit und Authentizität. Keine Anbiederung, kein Laisser-faire.

Gegenüber Eltern wie Lehrpersonen, die eine natürliche Autorität ausstrahlen, empfinden Jugendliche Respekt. Autorität ist ein Beziehungsverhältnis. Wie Eltern und Lehrpersonen ihre Autorität zurückgewinnen – davon handelt unser Dossier.
Die Qualität von Eltern bemisst sich nicht nach den Regeln, die sie ihren Kindern vorgeben, sondern nach der Art ihrer Reaktion, wenn diese Regeln gebrochen werden.
Jesper Juul, dänischer Familientherapeut
Wir haben Sie neulich gebeten, uns Ihre Meinung zu sagen. Inzwischen liegen die Resultate der qualitativen Leserbefragung vor. Ich möchte Ihnen die wichtigsten Ergebnisse nicht vorenthalten: 
  • Über 60 Prozent der Befragten lesen alle zehn Ausgaben pro Jahr.

  • 70 Prozent der Befragten verweilen bei jedem Heft mindestens 60 Minuten oder länger.

  • «Schule und Bildung» führt die Liste der Themen an, die unsere Leserinnen und Leser am meisten interessieren, gefolgt von «Psychologie» und «Erziehung». Auf Platz 4: «Familie».

  • 95 Prozent der Befragten beurteilen unsere Texte als gut oder sehr gut verständlich.

  • Die Rangliste der beliebtesten Titelgeschichten der vergangenen vier Jahre führt das Dossier «Hausaufgaben» an, gefolgt von «Resilienz» und «Mobbing». Auf den nächsten Plätzen folgen die Dossiers «Burnout mit 12», «Trauer» und «Lass uns streiten».

  • Wir haben Sie gefragt, welche Begriffe Sie mit Fritz+Fränzi assoziieren. Das sind die häufigsten Nennungen: «nützlicher Elternratgeber», «hervorragend gemachtes Magazin», «starke Dossiers», «interessante Serien», «spannende Monatsinterviews», «meinungs­starke Kolumnisten» und «eindrückliche Bilder».
Im Namen der Stiftung Elternsein, Herausgeberin des ElternMagazins Fritz+Fränzi, danke ich allen Leserinnen und Lesern für die Teilnahme an unserer Befragung. Wir sind ein bisschen stolz und versprechen: Ihre Rückmeldungen beflügeln uns, Ihnen auch weiterhin ein zuverlässiger Wegbegleiter zu sein. Schön, wenn Sie uns gewogen bleiben!

Herzlichst – Ihr Nik Niethammer

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