Andrea lebt im Rollstuhl. Das war nicht immer so. Sie hat eine neurologische Krankheit und ist seit zwölf Jahren im Rollstuhl unterwegs. Dies führt zu Veränderungen und neuen Möglichkeiten. Wie etwa dem Klettern.

Wie Andrea ist der grosse Teil der Menschen in der Schweiz in den Rollstuhl gekommen durch einen Unfall oder eben eine Krankheit. Der Alltag verändert sich plötzlich. Andrea sagt: «Es gibt ein Vorher und ein Danach.» Heute engagiert sie sich in der Musik, sie spielt Waldhorn in einem Blasorchester. Sie betreibt viel Sport, sie schwimmt gerne im See. Und Andrea klettert regelmässig. Dies, weil es ihrem Körper guttut und «weil es einfach Freude macht.»

Ursprünglich war ihr erster Gedanke, dass Klettern für sie als Rollstuhlfahrerin gar nicht möglich sei. Doch sie bekam Hilfe und Motivation von anderen Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern. Und von Caro. Caro ist Kletterinstruktorin und sichert inklusive Kletterangebote in der Schweiz. Dies ist wichtig, weil viele Kletterhallen für Menschen mit Behinderungen nicht zugänglich sind oder entsprechende Angebote fehlen.

Vor dem Rollstuhl hatte Andrea wenig Zugang zu Sport. Doch in der barrierefreien Kletterhalle in Root fand sie zu ihrer Leidenschaft. Sie habe rasch bemerkt, dass sie sich in der Szene wohlfühle und dass sie nie alleine sei. Klettern sei auch ein Gesellschaftssport. Oft tauscht sich Andrea nach dem Training mit Kletterinnen und Klettern aus. Es entstehen Freundschaften.

Beim Klettern trete sie gegen sich selbst an. Manchmal sei ein Schritt zurück nötig, um zwei nach vorne zu machen. Wichtig sei, sich nicht vom Weg abbringen zu lassen. «Bin ich dann oben, ist es einfach grandios.» Sie habe herausgefunden, dass Grenzen oft im Kopf seien. Ihr Rat: «Einfach probieren, es könnte funktionieren.»

In der inklusiven Kletterhalle in Root können dies alle tun, alle sind willkommen. Es geht um echte Begegnungen mit Sinn und darum, Menschen in ihrer Einzigartigkeit zu stärken. Kletterinstruktorin Caro gibt Kurse für Menschen mit und ohne Behinderungen. Sie sagt: «Klettern fördert nicht nur die Bewegung, sondern auch den Geist.» Und es gebe mehr Selbstvertrauen im Alltag.

Solche Angebote sind wichtig, damit sich Menschen mit Behinderungen als gleichwertigen Teil der Gesellschaft fühlen. Die ganze Geschichte über Andrea und Caro und wer sonst noch von inklusiven Kletterangeboten profitiert, erfahren Sie auf denkanmich.ch/andrea

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