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Eine Frage – drei Meinungen
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13. Oktober 2017

«Hilfe, meine Tochter nimmt alles persönlich!»

Mein Sohn wünscht sich eine Freundin: Eine Frage
Lesedauer: 2 min
Nicole Althaus: Haben wir Menschen nicht alle die Tendenz, Dinge persönlich zu nehmen, die uns nicht in den Kram passen? Vielleicht kommen wir ja noch einmal davon! Ihre Tochter versucht sich mit ihrem Verhalten vor Auf­ gaben und «Ämtli» zudrücken. Fallen Sie nicht darauf herein! Lassen Sie sich nicht provozieren und sagen Sie ruhig, aber bestimmt, was die Tochter zu tun hat.
Nicole Althaus
Haben wir Menschen nicht alle die Tendenz, Dinge persönlich zu nehmen, die uns nicht in den Kram passen? Vielleicht kommen wir ja noch einmal davon! Ihre Tochter versucht sich mit ihrem Verhalten vor Auf­ gaben und «Ämtli» zudrücken. Fallen Sie nicht darauf herein! Lassen Sie sich nicht provozieren und sagen Sie ruhig, aber bestimmt, was die Tochter zu tun hat.
Tonia von Gunten
Geben Sie grundsätzlich weniger Anweisungen und lassen Sie Ihre Tochter mehr selber bestimmen. Wir Eltern haben die Angewohn­heit, unsere Kinder ständig zu befragen und Befehle zu erteilen: «Wie war es in der Schule? Hast du Haus­aufgaben? Deck den Tisch! Häng die Jacke auf!» Wenn es nicht ohne Anweisungen geht, beachten Sie Folgendes: Lassen Sie Ihrer Tochter genügend Zeit. Äussern Sie sich klar, werden Sie persönlich: «Du bist am Spielen, doch wir können in zehn Minuten essen. Ich will, dass du heute den Tisch deckst. Okay?»
Peter Schneider: Versuchen Sie, vermeidbare «Kritik» (also das, was Ihre Tochter als unwichtige Kritik empfindet) herunterzufahren, und überlegen Sie, wo Sie ihr stattdessen etwas Nettes sagen können. Das ist der nerven­ schonende Teil meiner Antwort. Der andere Teil lautet: Es hilft nichts, da müssen Sie und Ihre Tochter durch. Das geht am einfachsten, wenn Sie bei den wirklich wichtigen Aufgaben (das sind möglicherweise weniger, als Sie im Moment denken) die besagte «Kritik» als möglichst simples Kommando durchgeben und sich von den Aggressionen nicht zu sehr beeindrucken lassen.
Peter Schneider
Versuchen Sie, vermeidbare «Kritik» (also das, was Ihre Tochter als unwichtige Kritik empfindet) herunterzufahren, und überlegen Sie, wo Sie ihr stattdessen etwas Nettes sagen können. Das ist der nerven­ schonende Teil meiner Antwort. Der andere Teil lautet: Es hilft nichts, da müssen Sie und Ihre Tochter durch. Das geht am einfachsten, wenn Sie bei den wirklich wichtigen Aufgaben (das sind möglicherweise weniger, als Sie im Moment denken) die besagte «Kritik» als möglichst simples Kommando durchgeben und sich von den Aggressionen nicht zu sehr beeindrucken lassen.


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