Zwangsstörung bei Kindern und Jugendlichen, Hilfe
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Wenn Zwänge das Leben beherrschen  

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland therapiert junge Patientinnen und Patienten mit einer Zwangserkrankung. Die ambulante Behandlung verbessert die Lebensqualität der Betroffenen oft deutlich.   
Text: Thomas Lüthi, Psychiatrie Baselland
Bilder: iStock / Psychiatrie Baselland
Peter ist ehrgeizig und erst dann zufrieden, wenn er sehr gute Noten von der Schule nach Hause bringt. Der 13-Jährige setzt sich unter starken Leistungsdruck und nimmt alles ganz genau. Irgendwann stellen seine Eltern fest, dass sich Peter immer häufiger die Hände wäscht und sehr lange unter der Dusche steht. Zudem fällt Mutter und Vater auf, dass sich ihr Sohn von ihnen und seinen Geschwistern länger als bisher üblich verabschiedet, wenn er aus dem Haus geht. 

Erste Abklärungen in der Zwangssprechstunde

Das veränderte Verhalten von Peter beunruhigt die Eltern. Sie lassen ihren Sohn in der Zwangssprechstunde der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland abklären. Diese wird von der erfahrenen Psychotherapeutin Claudia Bocola geleitet, die mit einem spezialisierten, interdisziplinären Behandlungsteam die jungen Patientinnen und Patienten behandelt sowie deren Eltern beratend begleitet.
Übertriebenes Streben nach symmetrischer Anordnung kann Ausdruck einer Zwangserkrankung sein. Bild: iStock.
Übertriebenes Streben nach symmetrischer Anordnung kann Ausdruck einer Zwangserkrankung sein. Bild: iStock.
In Gesprächen mit Peter und den Eltern suchen die Expertinnen nach den Auslösern für die zwanghaften Gedanken und Handlungen des Schülers. Eine der meist vielen Ursachen könnte mit dem krankheitsbedingten Tod des Grossvaters vor wenigen Wochen zusammenhängen. Peter hatte eine enge Beziehung zu ihm und leidet unter dem Verlust.

Diagnose und Therapie

Plötzlich auftretenden Zwangssymptomen können – selten – auch körperliche Ursachen wie eine Streptokokken-Infektion zugrunde liegen. Darum ist zu Beginn eine erste sorgfältige psychologische Abklärung und Diagnostik sehr wichtig. Dabei werden auch die Eltern eng mit einbezogen. Wichtig in der Therapie sind Konfrontation mit den Ängsten, ohne dass die Patientin oder der Patient Zwangshandlungen ausführt. 
«Zwangserkrankungen können mit kognitiver Verhaltenstherapie sehr gut behandelt werden. Je früher, desto besser!», sagt Claudia Bocola. Sie ist eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin und Leiterin der Zwangssprechstunde der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland.
«Zwangserkrankungen können mit kognitiver Verhaltenstherapie sehr gut behandelt werden. Je früher, desto besser!», sagt Claudia Bocola. Sie ist eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin und Leiterin der Zwangssprechstunde der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland.
Mit sogenannten Expositionen wird erreicht, dass der Patient es unterlässt, die Zwangshandlung auszuführen, um dabei die Erfahrung zu machen, dass nichts Schlimmes passiert. Expositionen können auch zuhause durchgeführt werden. 

Eine Zwangsstörung wird mit kognitiver Verhaltenstherapie und, sofern angezeigt, zusätzlich mit Medikamenten behandelt, die selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) enthalten. Das sind Wirkstoffe aus der Gruppe der Antidepressiva. «Dies zählt heute zu den Leitlinien, ist in Studien gut untersucht und zeigt hohe Wirksamkeit», sagt Claudia Bocola.


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