Hilfe bei Bulimie
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«Ich drehte mich in einem Teufelskreis»

Eine junge Frau erbricht sich jedesmal, nachdem sie sich in einem Essanfall den Magen gefüllt hat. Sie leidet an Bulimie. In der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland hat sie Hilfe gefunden.  
Maria M. (Name geändert) litt schon früher an Magenbeschwerden. Aber im Frühjahr 2019 kam ein weiteres Problem hinzu: «Es wurde mir nach jedem Essen extrem schlecht, manchmal auch schwindlig.» Maria erhoffte sich Linderung, indem sie ihre Finger in den Rachen steckte und einen Brechreiz auslöste. Trotz ihrer körperlichen Beschwerden wie Übelkeit kam es bei Maria besonders beim Konsum von «verbotenen» Lebensmittel wie Süssigkeiten oder Chips regelmässig zu einem Kontrollverlust und Essanfällen, welche wiederum ein Erbrechen nach sich zogen.  

Brechentzug zuhause fehlgeschlagen 

Die Schülerin versuchte es mit einem Brechentzug zuhause. Ihre Eltern schlossen die Toilette ab und blockierten andere Orte, an denen sich ihre Tochter hätte übergeben können. Sie hofften, dass mangelnde Gelegenheiten sie vom Erbrechen abhalten würden. Aber das half nichts und führte sogar zu vermehrten familiären Konflikten. Den dadurch ausgelösten Stress versuchte Maria durch erneutes herbeigeführtes Erbrechen abzubauen – ein Teufelskreis.
Psychologin Lisa Höft von der Psychiatrie Baselland im Gespräch mit ihrer  Patientin Maria, die an einer Ess-Brech-Sucht leidet.
Psychologin Lisa Höft von der Psychiatrie Baselland im Gespräch mit ihrer 
Patientin Maria, die an einer Ess-Brech-Sucht leidet.
Hilfe erwarteten Maria und ihre Eltern darum von einer stationären Behandlung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) Baselland. Die junge Frau ist nun schon seit mehreren Wochen in der Psychotherapiestation für Jugendliche mit schweren Essstörungen und Krisen der KJP in Liestal.  

Therapeutische Wohngemeinschaft 

Die Psychotherapiestation wird milieutherapeutisch geführt, das heisst, als heilsame Wohngemeinschaft, in welcher jede Patientin in Gruppen und individuell von einem Psychologinnen-Team betreut wird. Die Patientinnen leben fast wie in einer Familie, kochen gemeinsam, machen den Haushalt, pflegen Hobbies und besuchen weiterhin die Schule oder machen ihre Berufsausbildung.
«Ein Aufenthalt auf unserer Station ermöglicht es unseren Patientinnen, Distanz zu gewinnen und an der eigenen Entwicklung zu arbeiten», sagt  Lisa Höft, Psychologin Kinder- und Jugendpsychiatrie der Psychiatrie Baselland, Liestal.
«Ein Aufenthalt auf unserer Station ermöglicht es unseren Patientinnen, Distanz zu gewinnen und an der eigenen Entwicklung zu arbeiten», sagt 
Lisa Höft, Psychologin Kinder- und Jugendpsychiatrie der Psychiatrie Baselland, Liestal.
«Bei Maria habe ich sofort gemerkt, dass sie voll motiviert ist, ihre Essstörung anzugehen», berichtet ihre Therapeutin, die Psychologin Lisa Höft. Gemeinsam haben sie und ihre Patientin Therapieziele vereinbart, wie Maria zu einem normalen Essverhalten zurückfindet und mit dem absichtlich herbeigeführen Erbrechen aufhört. 

Problemlösung dank Gruppentherapien 

Wichtig in der Behandlung sind die verschiedenen Gruppentherapien. Etwa die Essgruppe, in welcher die Patientinnen ihr Essverhalten diskutieren, Probleme analysieren und Lösungsstrategien suchen, oder die Körperbildgruppe. Hier setzen sich die jungen Frauen mit ihrem oft von ihnen negativ bewerteten eigenen Körperbild auseinander. 
 
Bei Maria scheinen die Therapien bis jetzt gut angeschlagen zu haben. Lisa Höft ist jedenfalls sehr zufrieden. 

Die ganze Geschichte von Maria und ihrer Ess-Brech-Sucht lesen Sie hier. 

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