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Bewusste Kaufentscheidungen dank Reflexion

Der Umgang mit Geld ist von der eigenen Persönlichkeit und Erfahrung abhängig. Das Geldverhalten wird auch von Mechanismen des Gehirns beeinflusst. 
Text: Lena Gugenberger
Eine häufige Hürde für den verantwortungsvollen Umgang mit Geld ist die sofortige Bedürfnisbefriedigung. Dieser Impuls ist bei Kindern besonders gut zu beobachten: Sie sehen etwas – sei es im Spielwarengeschäft oder im Laden – und wollen es sofort haben. Um daraus resultierenden impulsiven Kaufentscheidungen vorzubeugen, ist es hilfreich, gemeinsam zu überlegen: Warum will ich genau dieses Produkt genau jetzt? Wie wichtig ist es mir? Worauf verzichte ich dafür? Ist es mir das wert? Dieser Denkprozess unterstützt Kinder darin, zu lernen, ihre Bedürfnisse bewusst wahrzunehmen, einzuordnen, mit den finanziellen Möglichkeiten abzugleichen und gegebenenfalls aufzuschieben – eine grundlegende Fertigkeit, um später gut mit Geld umzugehen. 

Zusätzlich beeinflusst eine unübersichtliche Menge an Wahlmöglichkeiten unsere Entscheidungen. Bei Kindern ist es die enorme Auswahl an Süssigkeiten an der Ladenkasse, bei Erwachsenen sind es die schreienden Ausverkaufsplakate in der Fussgängerzone: Wenn das Gehirn von einem Überangebot überflutet wird, entscheidet es nicht mehr rational. 
Eine unübersichtliche Menge an Wahlmöglichkeiten beeinflusst unsere Entscheidungen.
Um in solchen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren, sind feste Regeln eine gute Strategie. Ein Beispiel: Nachdem das Kind beim Einkauf mitgeholfen hat, darf es einen bestimmten Geldbetrag selbst ausgeben. So werden die Wahlmöglichkeiten eingeschränkt und das Setzen von Prioritäten gefördert.
 
Ein weiterer Faktor in diesem Zusammenhang, der besonders für Kinder relevant ist, sind soziale Normen. Das Verhalten und die Meinung anderer beeinflussen unser aller Entscheidungen. Der Gruppendruck ist besonders unter Kindern und Jugendlichen enorm hoch. Um diesem besser standzuhalten, ist es wichtig, den Selbstwert von Kindern zu stärken, damit sie sich nicht nur über materielle Dinge definieren. Zusätzlich helfen Gespräche zu den Fragen: Was ist mir persönlich wichtig? Was ist für mich wertvoll? Gibt es auch wertvolle Dinge, die nichts kosten?

Warum ist das Wissen um diese Funktionsweisen unseres Gehirns so wichtig? 

Studien belegen, dass sich die grundlegenden Verhaltensmuster für einen guten Umgang mit Geld schon in jungen Jahren entwickeln und festigen. Diese Muster werden von den Automatismen unseres Gehirns beeinflusst. Schlechte Gewohnheiten später wieder loszuwerden, ist schwierig. Daher ist es sinnvoll, die beschriebenen Hürden bereits in jungen Jahren altersgerecht zu thematisieren und zu reflektieren – und damit so früh wie möglich den Grundstein für ein verantwortungsvolles Geldverhalten zu legen. 

Werkzeugkoffer für den Umgang mit psychologischen Hürden

Damit Kinder lernen, die Mechanismen ihres eigenen Gehirns zu reflektieren, und verantwortungsvolle Verhaltensweisen entwickeln, kann man gemeinsam einen Werkzeugkoffer zusammenstellen: 

  • Situationsbezogene Gespräche über Prioritäten und Werte, z.B. zu den Fragen: Was ist mir wichtig? Was ist für mich wertvoll? Was macht mich glücklich?

  • Klare Regeln zur Orientierung: z.B. Eingrenzung von Auswahlmöglichkeiten, Kostenlimits für bestimmte Ausgaben, regelmässiges, altersgerechtes Sackgeld ohne Möglichkeit zur vorzeitigen Auszahlung.

  • Hilfreiche Verhaltensweisen: Kinder lernen durch das Beobachten ihrer Eltern. Damit Kinder verstehen, wie Kaufentscheidungen getroffen werden, wie Geld eingeteilt wird und welche nicht käuflichen Güter (gemeinsame Zeit, Freundschaften, Gesundheit) für das eigene Glück wertvoll sind, lohnt es sich, das eigene Verhalten dem Kind jeweils zu erklären.


Über die Autorin:

Lena Gugenberger ist Pädagogin und Expertin für die Vermittlung von Finanzkompetenz bei Three Coins.

Der Verband Schweizerischer Kantonalbanken 

Die Kantonalbanken engagieren sich zugunsten der finanziellen Allgemeinbildung. Schwerpunkt ist FinanceMission, eine gemeinsame Initiative von Kantonalbanken und Lehrer verbänden, zur Förderung der Finanzkompetenz an Schweizer Schulen. Die Bankengruppe leistet so einen Beitrag gegen die Jugendverschuldung und übernimmt aktiv soziale Verantwortung.

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