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Mediennutzung

Kindersichere Handys

Für Kinder ist das Smartphone das Tor zur Welt. Eltern wollen jedoch nicht, dass ihre Kinder überall hineinklicken und dabei erschreckende Dinge entdecken oder unbewusst einkaufen. Ein kleiner Ratgeber zu technischen Hilfsmitteln.
Text: Michael In Albon
Für kindgerechtes Surfen im Internet bietet sich die App «fragFINN» an. Vielleicht kennen Sie diese Seite bereits als Suchmaschine für Kinder. Mit der App erhalten Sie nun einen ganzen Browser. Damit kann Ihr Kind nur Seiten aufrufen, die Medienpädagogen freigegeben haben. Zurzeit sind das rund 11 000 Webseiten.
Auch die App «Meine-Startseite» greift auf diese geprüften Seiten zu, ergänzt um die URLs der Kindersuchmaschine «Blinde Kuh» und Webseiten mit der Altersangabe «bis 12 Jahre».
Bei iOS-Geräten sollten Sie aber zusätzlich den Internetzugriff über andere Browser wie Safari blockieren. Wie dies geht, erklärt Ihnen die App selbst. Bei Android-Geräten sollten Sie Ihrem Kind das Gerät nur mit geschlossenen Anwendungen überlassen, damit es «Meine-Startseite» nicht verlassen kann. Schützen Sie zudem Anwendungen, die nicht für Kinder geeignet sind, mit einem Passwort und deaktivieren Sie wenn möglich Dienste wie Push-Nachrichten.
Sprechen Sie auch darüber, dass es sich an Erwachsene wenden soll und kann, wenn es trotz aller Vorsicht einmal auf einer erschreckenden Seite landen sollte.
Auf iPhones und iPads können Sie unter Einstellungen › Allgemein › Einschränkungen mit einem Passwort festlegen, welche Apps Ihr Kind nutzen kann und ob es Inhalte aus iTunes und dem App-Store herunterladen darf. Damit kann Ihr Kind nur seinem Alter entsprechende Musik, Filme, Bücher und Apps aufrufen; auch Webseiten werden dem Alter entsprechend gefiltert.
Liebt Ihr Kind Games und soll diese spielen dürfen, ohne andere Apps zu nutzen? Das funktioniert einfach über Einstellungen › Allgemein › Bedienungshilfen › Geführter Zugriff. Hier können Sie die App einstellen, mit der Ihr Kind spielen darf. Die Schutzfunktion beenden Sie, indem Sie den Homeknopf dreimal drücken und ein «Eltern-Passwort» eingeben. Auf Android-Tablets können Sie für Kinder einen eingeschränkten Account anlegen und festlegen, welche Apps Ihr Kind starten darf. Google ist automatisch deaktiviert. Richten Sie deshalb auch einen der empfohlenen Kinder-Browser ein.
Möchten Sie den Zugriff auf You-Tube-Videos beschränken? Erstellen Sie Videolisten. Für iOS bietet sich dafür die App «Videomonster» an. Für eine Autofahrt lassen sich die Videos übrigens vorher laden und offline abspeichern. Eine ähnliche App mit weniger Funktionen gibt es für Android: «Children TV».
Mein persönlicher Tipp: Erstellen Sie die Listen jeweils zusammen mit Ihrem Kind und sprechen Sie darüber, was kindgerechte Filme ausmacht. So können Sie Ihrem Kind erklären, wie man harmlose Filme erkennt. Sprechen Sie auch darüber, dass es sich an Erwachsene wenden soll und kann, wenn es trotz aller Vorsicht einmal auf einer erschreckenden Seite landen sollte.

Swisscom Internetbox 
Legen Sie mit der Kinderschutzfunktion fest, wann die Tablets und Computer Ihrer Kinder mit dem Internet verbunden sind. Sie können Surfzeiten für jeden Wochentag und jedes Gerät individuell einstellen.

Internet Security und Mobile Security
Der Kinder- und Jugendschutz blockiert den Zugriff auf Webseiten mit Inhalten, die nicht jugendfrei sind – am PC und auf mobilen Geräten. Der Schutz wirkt auch dann, wenn Ihre Kinder ein öffentliches WLAN nutzen.
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Auf Medienstark finden Sie Tipps und interaktive Lernmodule für den kompetenten Umgang mit digitalen Medien im Familienalltag. 

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Michael In Albon ist Jugend-medienschutz-Beauftragter und Medienkompetenz-Experte von Swisscom. 
facebook.com/michaelinalbon
twitter.com/MichaelInAlbon 

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