Mediennutzung

Erste Schritte in die virtuelle Welt

So wie Eltern ihre Kinder im Alltag begleiten, lehren und beschützen, sollen sie dies auch bei der anfänglichen Nutzung von digitalen Medien tun. Das richtige Alter hierfür kann je nach Situation unterschiedlich sein und bei jedem Kind anders.
Text: Michael In Albon
Bild: Frisch Fotografie

In Zusammenarbeit mit Swisscom
Noch wichtiger als die Frage, wie lange Ihr Kind ein Gerät nutzen darf ist das Gebot, Kinder bei ihren ersten digitalen Gehversuchen nicht allein und unbeaufsichtigt zu lassen. Ob Smartphone, Tablet, Computer oder Spielkonsole – Kinder sollten in jedem Fall angeleitet werden und nur mit Inhalten in Kontakt kommen, die ihrem Alter entsprechen. Und: Gebrauchen Sie die Geräte nicht als Babysitter. 

Greifen statt nur wischen

Bei Kleinkindern können erste digitale Anwendungen etwa interaktive Bilderbücher oder Merk- und Konzentrationsspiele sein. Wenn Sie zusammen mit Ihren Kindern auch mal auf dem Tablet ein Memory spielen, achten Sie darauf, dass die Kinder sich nicht häufiger mit virtuellen als mit analogen Spielsachen beschäftigen. Digitale Spiele ersetzen herkömmliche Spiele nicht; sie sprechen oft andere Fähigkeiten an, die trainiert werden können.

Sie sind Vorbild

Wenn Eltern bei jeder Gelegenheit das Smartphone einschalten oder im Beisein der Kinder am Computer sitzen, wird das Kind ebenfalls nach den Bildschirmen streben. Seien Sie Vorbild: Nutzen Sie digitale Medien gezielt und wenn möglich nicht vor den Kindern. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind bei Langeweile nicht gleich ein Tablet oder die Gamekonsole hervorholt.
 
Technische Hilfsmittel wie Kindersicherungen oder Sperrlisten für bestimmte Websites können durchaus helfen, damit Kinder nicht absichtlich oder aus Versehen Inhalte konsumieren, die nicht für sie bestimmt sind. «Kinderecke» oder «Kids Mode» heissen solche Tools auf Android-Geräten, bei Apple ist eine ähnliche Funktion im Betriebssystem integriert.

In-App-Käufe einschränken

Darüber hinaus können Eltern Zeitschranken aktivieren, In-App-Käufe deaktivieren und Passwort-Abfragen einrichten, damit die Kleinen in der Nutzung eingeschränkt werden und nicht selbst Downloads oder Bestellungen tätigen können.

Mein Tipp: Lassen Sie In-App-Käufe nur unter Abfrage des Passwortes zu, sonst kann es schnell teuer werden.

Auf Medienstark finden Sie Tipps und interaktive Lernmodule für den kompetenten Umgang
mit digitalen Medien im Familienalltag.
swisscom.ch/medienstark
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Michael In Albon ist Jugendmedienschutzbeauftragter und Medienkompetenzexperte von Swisscom.

Dieser Text stammt aus dem Spezialheft Kindergarten 3 Herbst und richtet sich an Eltern von Kindergartenkinder im 2. Jahr. Bestellen Sie jetzt eine Einzelausgabe!
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