Medienerziehung
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Kinder beim Medienkonsum begleiten

  • Erklären Sie schon Kleinkindern, warum Sie gerade das Smartphone zur Hand nehmen, und legen Sie es nach dieser Tätigkeit auch wirklich wieder zur Seite.

  • Bestimmen Sie bei Kindern, welche Sendungen sie sehen dürfen, und sprechen Sie mit Ihren Kindern über das Gesehene, um festzustellen, wie sie Geschichten verarbeiten.

  • Beobachten Sie Ihr Kind! Wirkt es passiv? Aggressiv? Übernimmt es Verhaltensweisen, die es in den Medien gesehen hat? Wenn ja, sprechen Sie mit ihm darüber und reduzieren Sie, was dem Kind nicht guttut.

  • Wenn Sie möchten, dass Ihr Kind den Bildschirm ausschaltet: Bauen Sie ihm eine Brücke. Setzen Sie sich neben das Kind und bitten Sie es, zu erklären, was es da tut. Dann bestimmen Sie gemeinsam, wann ein guter Ausstiegspunkt ist – zum Beispiel am Ende des Videos, des Levels usw.
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  • Wenn der beschlossene Zeitpunkt erreicht ist – bleiben Sie dabei. Halten Sie den Protest aus. Diese Konsequenz ist wichtig, damit Ihr Kind lernt, das Craving auszuhalten.

  • Lassen Sie Ihren Teenager regelmässig erzählen, was er online erlebt, was er gerne schaut oder spielt und was ihn daran fasziniert. Lassen Sie sich die neueste App und das neueste Game zeigen. Spielen Sie mit. Ein «Nein» der Eltern lässt sich viel leichter akzeptieren, wenn der Teenager nicht das Gefühl hat, dass sie ja «sowieso keine Ahnung haben».

  • Sprechen Sie über eigene Medienerfahrung – positive wie negative. Den Horrorfilm, der Sie lange wach­gehalten hat. Den Chat mit dem ­Unbekannten, der plötzlich in eine unangenehme Richtung ging. Die Stunden, in denen Sie sich auf Facebook verloren haben. Wenn Ihr Kind merkt, dass auch Sie Fehler mit der Mediennutzung gemacht haben, wird es über seine schlechten Erfahrungen sprechen. 


Dieser Artikel ist Teil des grossen Dossiers «Generation Smartphone» in der Ausgabe 10/19. Im Video erzählt Chefredaktor Nik Niethammer mehr über das Dossier. Sie können das Magazin online bestellen.

Weiterlesen zum Thema Medienkonsum:



  • Der Charakter des Kindes ist entscheidend bei der Frage, wie viel Handy zu viel ist, sagt Suchtexpertin und Psychologin Isabel Willemse und sagt, worauf Eltern achten können.

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