Müde Teenager – faule Teenager?

Abends spät ins Bett, morgens kaum zu wecken: Viele Jugendliche stehen im Verdacht, faul und feierwütig zu sein. Doch damit tut man den Heranwachsenden Unrecht: Für die Tagesschläfrigkeit im Teenageralter gibt es biologische Gründe
Der 15-jährige Leon hängt apathisch im Stuhl. Die Lider sind schwer, nur mühsam kann er die Augen offen halten. Die Stimme des Lehrers dringt wie durch Nebel an seine Ohren. «Leon! Aufwachen! Schlafen kannst du zu Hause!» Doch Leon ist einfach noch hundemüde, kann sich kaum konzentrieren und fühlt sich schlapp.

So wie Leon geht es vielen Jugendlichen – Eltern und Lehrer können ein Liedchen davon singen. Denn mit Einsetzen der Pubertät werden aus den ehemals frühmorgens schon putzmunteren Primarschulkindern plötzlich schläfrige, mies gelaunte Teenager, die vor 10 Uhr vormittags nicht freiwillig das Bett verlassen. Dafür aber allein die veränderten Freizeitaktivitäten oder gar wachsende Faulheit als Usrache zu sehen, wäre den Jugendlichen gegenüber ungerecht. Denn tatsächlich sind es nachweislich vor allem biologische Faktoren, welche die Teenager später einschlafen lassen. Mitunter können sogar Krankheiten, die genau in diesem Alter ihren Anfang nehmen, hinter der Tagesschläfrigkeit stecken.

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