Faszination Waffen: Was tun, wenn Kinder nur schiessen und töten wollen
Psychologie
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Experten-Tipps zum Umgang mit Waffen 

  • Nicht komplett verbieten: Das macht Waffen erst recht interessant. Dürfen andere Kinder mit Gewehren und Schwertern spielen, kann beim eigenen Kind zudem schnell das Gefühl aufkommen, ausgegrenzt zu sein.

  • Über die Unterschiede zwischen echten Waffen und Spielzeugwaffen sprechen, vor allem darüber, in welchen Situationen die echten Waffen eingesetzt werden und warum.

  • Klare Regeln für das Spiel mit Waffen aufstellen: Waffen sind zum Spielen da, nicht um echte Konflikte damit zu lösen. Es ist wichtig, dass Kinder lernen, konstruktive Lösungen für einen Streit zu finden – hier sind Eltern als Vorbilder gefragt. Auch sollte klar sein, dass man niemandem im Spiel wehtut und sofort Schluss ist, wenn es einem Kind zu viel wird. In vielen Krippen und Kindergärten gilt für solche Situationen die «Stopp»-Regel. Wird das Signalwort gerufen, heisst es aufhören.

  • Grenzen zwischen Spiel und Realität: Je originalgetreuer Spielzeugwaffen aussehen und je realistischer ein Computerspiel dargestellt wird (vor allem, wenn man es dann noch aus der Ego-Perspektive spielt), umso schwerer wird es, zwischen virtueller und realer Welt zu unterscheiden. Während bei einem Stock jede Menge kindliche Fantasie nötig ist, um aus diesem eine Waffe zu machen, fällt das bei einer täuschend echten Waffenkopie weg. Möchte ein Kind eine solche Waffe haben, sollten Eltern immer herauszufinden versuchen, warum es genau diese sein soll.

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  • Brutale Spiele machen etwas mit der Seele des Kindes
    Wenn Kinder und Jugendliche Ego-Shooter spielen, machen sich Eltern meist Sorgen. Warum diese oft unbegründet sind, was es mit der sogenannten Angstlust auf sich hat und warum trotzdem Vorsicht geboten ist, weiss unser Kolumnist Thomas Feibel.

  • Aggressionen und negative Gefühle zulassen
    In vielen Lebenssituationen tun Eltern alles, damit die Kinder in einem harmonischen Zuhause aufwachsen können. Aber es ist nicht angebracht, vor Kindern Konflikte zu vermeiden, «negative» Gefühle zu verdrängen, ihnen eine heile Welt vorzumachen, meint Jesper Juul.

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