Eisenmangel: So lässt sich das Defizit vermeiden
Arztbesuch

Immer blass und ständig müde

Vier bis acht Prozent aller Jugendlichen hierzulande leiden an Eisenmangel. Zu den typischen Beschwerden zählen Blässe, Abgeschlagenheit und Konzentrationsprobleme. Welche schul- und komplementärmedizinischen Therapien helfen.
Text: Anja Lang
Bild: Adobe Stock
«Ich bin heute echt zu schlapp fürs Training», jammert Jonas. Diesen Satz hört die Mutter des gross gewachsenen 13-Jährigen in letzter Zeit immer öfter. Sie macht sich Sorgen. Denn normalerweise ist Jonas sehr aktiv und vom Fussballspielen nicht abzuhalten. «Jonas hat Eisenmangel», stellt der Kinderarzt nach eingehender Untersuchung fest. Übermässig viel Eistee und Milchgetränke haben bei Jonas die Eisenaufnahme ausgebremst.

Der Körper verliert täglich kleine Mengen Blut

Eisen ist ein lebenswichtiges Spuren­element, das der Körper vor allem für die Blutbildung sowie den Transport von Sauerstoff aus der Atemluft zu den Organen benötigt. Ausserdem ist Eisen an bestimmten Enzym­funktionen im Körper beteiligt. «Da der Körper Eisen nicht selbst bilden kann, muss das Spurenelement regelmässig über die Nahrung aufgenommen werden», erklärt Markus Schmugge, leitender Arzt und pädiatrischer Hämato-Onkologe am Universitäts-Kinderspital Zürich. «Der grösste Teil des Eisens im Körper ist im Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, sowie im Myoglobin, dem roten Muskelfarbstoff, enthalten.» Für «schlechte» Zeiten speichert der Körper ausserdem einen kleinen Teil an Eisen in Leber, Milz und Knochenmark, wo es an den Proteinkomplex Ferritin gebunden ist. Über abgestorbene Zellen, Stuhl, Urin und Blutungen verliert der Körper täglich kleine Mengen an Eisen. Eine ausgewogene Ernährung gleicht diesen Verlust aber normalerweise wieder aus.

Typische Symptome, die auf Eisenmangel hindeuten können

  • Blässe
  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Konzentrationsstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Haarausfall
  • eingerissene Mundwinkel
  • brüchige Fingernägel
  • Kurzatmigkeit

Lesen Sie auf den folgenden Seiten warum besonders Teenager gefährdet sind, welche Lebensmittel die Eisenaufnahme hemmen und warum Vitamin C sie begünstigt.
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