Zusammenarbeit von Schule und Eltern fördern, aber wie?
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Zusammenarbeit von Schule und Eltern fördern, aber wie?

Eine Bildungspartnerschaft zwischen Eltern und Lehrpersonen fördert den Schulerfolg eines Kindes nachhaltig. Doch längst nicht alle Eltern bringen sich gleich ein. Auch fehlt es bei den Lehrpersonen an der notwendigen Kommunikationskompetenz. Doch es gibt Lösungen.
Text: Manuela Ulrich
Bild: Rawpixel.com / zVg

Dieser Text erschien zuerst in englischer Sprache auf www.boldblog.org.
Internationale Studien zeigen, dass der Einbezug der Eltern eine positive Wirkung auf den Schulerfolg der Kinder haben kann. Familien unterstützen die schulische Entwicklung ihres Kindes, indem sie ihrem Kind helfen, die Zeit für die Hausaufgaben einzuteilen, sie zum Lernen motivieren oder zuhause die Themen diskutieren, die in der Schule bearbeitet werden. Aus diesem Grund wird seit langem empfohlen, Bildungspartnerschaften mit den Eltern der Schülerinnen und Schüler in Schulen und auch vorschulischen Betreuungseinrichtungen zu fördern. Im Sinne der gemeinsamen Bildungsverantwortung gilt es, auf wechselseitigen Informationsaustausch, transparente Abläufe und den regelmässigen Dialog über die Lernentwicklung der Kinder zu achten. Idealerweise bringen Eltern sich dann nicht nur in der familiären Lernumwelt, sondern auch in der schulischen Umgebung ein. Das kann beispielsweise im Elternrat der Schule sein oder als Begleitung von schulischen Aktivitäten.
«Damit eine ‘Bildungspartnerschaft’ erfolgreich sein kann, ist es entscheidend, dass Eltern ihre Kompetenzen einbringen.»
Bevor solche Partnerschaften jedoch gedeihen können, sind oftmals Hürden zu überwinden. Denn es zeigt sich in der Praxis, dass sich nicht alle Eltern im gleichen Masse einbringen (können). Der Grad ihrer Partizipation kann von vielen Faktoren abhängen, wie zum Beispiel dem eigenen Bildungshintergrund oder fehlenden Sprachkenntnissen. Diese Faktoren werden aktuell auch in der Bildungsforschung diskutiert. Denn damit eine "Bildungspartnerschaft" erfolgreich sein kann, ist es entscheidend, dass Eltern unabhängig vom sozialen Hintergrund ihre Kompetenzen einbringen und mit den Lehrpersonen die gemeinsame Verantwortung für die Kinder übernehmen. Um dies zu gewährleisten, sind zirkuläre Kooperationsprozesse nützlich, sodass auf der Grundlage gemeinsamer Gespräche individuelle Herausforderungen, persönliche Erwartungen und gemeinsame Ziele reflektiert und angepasst werden. Zudem sollte die Kommunikation und Erreichbarkeit über geeignete Medien (z.B. E-Mail, Telefon, Elternbriefe in unterschiedlichen Herkunftssprachen) und niedrigschwellige Unterstützungsangebote (z. B. klassenübergreifende Elternnetzwerke), die den individuellen Bedürfnissen der Eltern entsprechen, sichergestellt werden.

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