Tagesschulen in der Schweiz
Schule
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Die Tagesschule soll Standard werden

In der Stadt Zürich ist man in Sachen flächendeckende Betreuung schon ein paar Schritte weiter – könnte man meinen. Im 2009 eröffneten Schulhaus Leutschenbach zum Beispiel. Hier tummeln sich an diesem Vormittag rund 600 Schülerinnen und Schüler rund um den modernen Bau. Wie eine Burg aus Glas und Beton steht er inmitten der grossen Fläche mit Fussballfeld, Wiesen und Spielplatz. Es regnet Bindfäden und die meisten Schülerinnen und Schüler haben es sich unter dem Vordach rund um das Schulhaus gemütlich gemacht. 

Sie tauschen Sticker, picknicken mit ihren Tupperwares voller Apfelschnitze und Brötchen im Kreis. Die Luft schwirrt vor Stimmen. Kinder kreischen und posen, ein Mädchen in gelben Regenstiefeln springt einsam, aber voller Leidenschaft in die grössten Pfützen auf dem Rasen. «Normalerweise verteilt sich das Ganze in den Pausen stärker rund um das Schulhaus herum» In der Stadt Zürich ist man in Sachen flächendeckende Betreuung schon ein paar Schritte weiter – könnte man meinen. 
Die meisten Kantonen gehen künftig von einer Nachfrage von 60 bis 80 Prozent der Schülerschaft aus. Viele Schulen bauen deshalb ihr Angebot aus.
Im 2009 eröffneten Schulhaus Leutschenbach zum Beispiel. Hier tummeln sich an diesem Vormittag rund 600 Schülerinnen und Schüler rund um den modernen Bau. Wie eine Burg aus Glas und Beton steht er inmitten der grossen Fläche mit Fussballfeld, Wiesen und Spielplatz. Es regnet Bindfäden und die meisten Schülerinnen und Schüler haben es sich unter dem Vordach rund um das Schulhaus gemütlich gemacht. Sie tauschen Sticker, picknicken mit ihren Tupperwares voller Apfelschnitze und Brötchen im Kreis. 

Die Luft schwirrt vor Stimmen. Kinder kreischen und posen, ein Mädchen in gelben Regenstiefeln springt einsam, aber voller Leidenschaft in die grössten Pfützen auf dem Rasen. «Normalerweise verteilt sich das Ganze in den Pausen stärker rund um das Schulhaus herum» In der Stadt Zürich ist man in Sachen flächendeckende Betreuung schon ein paar Schritte weiter – könnte man meinen. Im 2009 eröffneten Schulhaus Leutschenbach zum Beispiel. Hier tummeln sich an diesem Vormittag rund 600 Schülerinnen und Schüler rund um den modernen Bau. 

Wie eine Burg aus Glas und Beton steht er inmitten der grossen Fläche mit Fussballfeld, Wiesen und Spielplatz. Es regnet Bindfäden und die meisten Schülerinnen und Schüler haben es sich unter dem Vordach rund um das Schulhaus gemütlich gemacht. Sie tauschen Sticker, picknicken mit ihren Tupperwares voller Apfelschnitze und Brötchen im Kreis. Die Luft schwirrt vor Stimmen. Kinder kreischen und posen, ein Mädchen in gelben Regenstiefeln springt einsam, aber voller Leidenschaft in die grössten Pfützen auf dem Rasen. 
In der Betreuung über Mittag gibt es auch viel Zeit, um mit Freunden zu spielen.
In der Betreuung über Mittag gibt es auch viel Zeit, um mit Freunden zu spielen.
«Normalerweise verteilt sich das Ganze in den Pausen stärker rund um das Schulhaus herum» erklärt Schulleiter Claude Saladin, während er auf alle Seiten Grüsse erwidert, Raufereien tadelt und Handschläge verteilt. Das Schulhaus ist eines der ersten, die im Jahr 2015 Teil des Pilotprojekts «Tagesschule 2025» der Stadt Zürich wurden. Ein Projekt, das die flächendeckende Einführung von Tagesschulen vorsieht. 

Mylène Nicklaus, Projektleiterin des Projekts Tagesschule 2025, wohnt um die Ecke und kennt die Baustellen des Schulhauses. «In den meisten Schulen sind die Räumlichkeiten nicht auf den Tagesschulbetrieb zugeschnitten und müssen beim Wechsel zur Tagesschule neu gestaltet werden», sagt Nicklaus. Viele der mittlerweile 18 beteiligten Schulen müssten ihre Ressourcen neu denken und kreative Lösungen erarbeiten, so Nicklaus. 

Für 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler muss die Betreuung gewährleistet werden können. Wenn man von mehr ausgeht, ist dies jedoch bestimmt nicht falsch, betrachtet man die Zahlen der Pilot-Schulen: Im Leutschenbach sind lediglich 10 Prozent der Kinder vom Tagesschulbetrieb abgemeldet. Die Aussicht von ganz oben in der Turnhalle über die Stadt ist beeindruckend und in der Ruhe am Mittag geradezu idyllisch. Doch akustisch ist der Raum eine Katastrophe. Jede Stimme hallt und schlägt in den Raum zurück. Der gesamte Glasbau lässt kaum Schallisolation zu. Ein Problem, das durch die Schulleitung mit diversen Massnahmen aufgefangen werden musste: mit schallschluckenden Stellwänden, Teppichen, stets geschlossenen Brandschutztüren.

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