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Lernen

Die Tür zur Fantasie öffnen

Beim kreativen Schreiben gibt es kein Richtig oder Falsch. Es geht dabei vielmehr um den Ausdruck von Fantasie und das erfinderische Experimentieren mit Sprache. Schreib­ideen für zu Hause, die auch Rechtschreibmuffeln Spass machen und Erfolg bereiten.
Text: Johanna Oeschger
In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Post

Hintergrund

Am Anfang des kreativen Schreibens regt ein Erlebnis, Bild, Wort oder ein anderer Impuls dazu an, die eigene Fantasie, persönliche Erinnerungen oder subjektives Empfinden in einem Text auszudrücken. Dabei steht der offene, sinnliche und kreative Umgang mit Sprache und Schrift im Mittelpunkt, normative Regeln müssen nicht beachtet werden. Das kreative Schreiben ermuntert so zum Experimentieren und führt auch bei Kindern, die sich mit Rechtschreibung und Grammatik schwertun, zum Schreiberfolg. Den Lesern eröffnet es faszinierende Einblicke in das Erleben der Kinder.

Buchstabenbilder

Buchstaben und Worte kann man auch zum Malen verwenden: Das Wort Sonne formt die Strahlen einer gezeichneten Sonne, viele kleine Buchstaben bilden den Anfangsbuchstaben eines Namens usw. Mit den Buchstabenbildern können die Kinder z. B. spezielle Grusskarten oder Namensschilder gestalten.

Wurmurmeltier und Forellensittich

Zwei Tiernamen werden zu zoologischen Neukreationen zusammengesetzt. Dann zeichnen die Kinder ihr Fantasietier und beschriften es. Auf der Rückseite können sie weitere Besonderheiten des Tiers aufschreiben (oder reimen): Was frisst das Tier? Wo wohnt es? Wer sind seine Eltern, Geschwister, Freunde?   

Geschichten-Würfel 

Die Spieler würfeln Symbole und fabulieren eine Geschichte dazu. Ältere Kinder schreiben gleichzeitig mit den anderen Spielern innerhalb eines Zeitlimits. Nach Ablauf der Zeit werden die Texte in der Runde vorgetragen. Die passenden Würfel gibt es z. B. von «Icon Poets» der Gebrüder Frei oder von «Rory’s Story Cubes» (Letztere sind auch als App erhältlich).
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App-Tipp

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Type-Drawing
Diese App verwandelt Schrift in Kunst: Zuerst den Text eintippen, dann mit dem Finger Formen und Figuren malen – anstelle von Linien erscheinen Buchstaben. Erhältlich für iOS (Fr. 2.–) und Android (gratis). 

Zur Autorin:
Johanna Oeschger ist Literatur- und Sprachwissenschaftlerin, unterrichtet Deutsch und Englisch auf der Sekundarstufe II und arbeitet als Mediendidaktikerin bei LerNetz.

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