Kindergarten
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Wie wichtig ist es, dass auch die Eltern ihre Kinder nachmittags weiterhin frei spielen lassen?

Sehr wichtig. Eltern wie Lehrpersonen müssen das Bewusstsein entwickeln, dass Kinder nicht nichts tun, wenn sie spielen. Spielen ist mehr als nur Ausruhen und braucht Zeit. In dieser Zeit suchen sich Kinder selbst gesteuert und aus eigener Motivation heraus eine für sie sinnvolle Beschäftigung. Das ist eine nicht zu unterschätzende Leistung.

Welches sind geeignete Spiele für Kinder zwischen sechs und sieben Jahren?

Das können ganz unterschiedliche Brettspiele, Rollenspiele und vor allem Bewegungsspiele sein, Ballspielen, Toben, Skateboarden. Wichtig ist, dass Kinder nicht vorgegeben bekommen, was sie spielen sollen, sondern frei wählen können.

Was halten Sie von Lernspielen?

Nicht viel. In der Regel geht es nicht mehr um das Spielen an sich, es verkommt zum Mittel zum Zweck. Das wird von Kindern schnell enttarnt. 

Und was ist mit Computerspielen? 

Solche Spiele erfüllen oft genau die Voraussetzungen, um sich über längere Zeit zu vertiefen und zu beschäftigen. Anspannung und Entspannung sind meist in einem optimalen Verhältnis und das Erfolgserlebnis erfolgt sehr schnell und in grosser Zahl. Das stimuliert und macht zufrieden. Andererseits macht es aber auch einseitig abhängig. Darum gilt: Computerspiele gehören dazu, aber in einem kleinen und kontrollierten Rahmen.
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Inwiefern wird das freie Spiel im Lehrplan 21 berücksichtigt?

Im ersten Schulzyklus ist es nach wie vor möglich, gewisse Inhalte spielerisch zu lernen und zu üben. Viel wichtiger als der Lehrplan sind in dieser Frage jedoch das Methodenrepertoire und die Grundeinstellung der jeweiligen Lehrperson.

Buchtipps zu Entwicklung, Psychologie und Gesundheit:

Gerald Hüther, Christoph Quarch: Rettet das Spiel. Weil Leben mehr als Funktionieren ist.
btb Verlag 2018, 224 Seiten,
ca. 15 Fr.

Im Spiel entfalten Menschen ihre Potenziale, beim Spiel erfahren sie Lebendigkeit.
Doch das Spiel ist bedroht, und der deutsche Hirnforscher Gerald Hüther und der Philosoph Christoph Quarch wollen sich damit nicht abfinden. Trotz provokativer Thesen eine interessante Lektüre, die zum Nachdenken anregt.
Remo H. Largo: Kinderjahre.
Die Individualität des Kindes als erzieherische Herausforderung.
Piper 2019, 384 Seiten,
ca. 30 Fr.

Der Klassiker in neuer Auflage.
Michael Schulte-Markwort: Kindersorgen. Was unsere Kinder belastet und wie wir ihnen helfen können.
Droemer Knaur 2017, 368 Seiten, ca. 17 Fr.
Was tun, wenn das Kind nicht mehr zur Schule gehen will? Wenn der Bruder die kleine Schwester super ätzend findet? Der Elterncoach bietet Eltern Lösungsansätze für die Probleme ihrer Kinder und Teens.

Mehr zum Thema Spielen und Schuleintritt:


  • Schulanfang: Aufregende Tage
    Viele Kinder freuen sich auf den ersten Tag in der neuen Klasse. Und nicht wenige Eltern sind richtig nervös. Was wird anders? Und vor allem: Wie kommen alle am besten durch diese aufregende Zeit? 

  • Der erste Schulthek
    Wer einen angehenden Erstklässler fragt, worauf er sich am meisten freut, bekommt mit einiger Wahrscheinlichkeit die Antwort: «Auf einen richtigen Thek!» Die Schulmappe löst das Chindsgi-Täschli ab und steht symbolisch für diesen wichtigen Tag. Auf diese Punkte gilt es bei der Anschaffung zu achten.

Dieser Artikel stammt aus unserem Kindergarten-Spezialheft «Tschüss Chindsgi» 04/19 mit Themen für Lehrpersonen und Eltern von Kindern im zweiten Kindergartenjahr. Eine Einzelausgabe kann hier bestellt werden. 
Dieser Artikel stammt aus unserem Kindergarten-Spezialheft «Tschüss Chindsgi» 04/19 mit Themen für Lehrpersonen und Eltern von Kindern im zweiten Kindergartenjahr. Eine Einzelausgabe kann hier bestellt werden. 

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Von Catharina am 12.08.2019 21:27

Wenn das Spielen im Lehrplan 21 berücksichtigt wird, wieso haben die Schüler seit dessen Einführung mehr Lektionen als vorher? Die 1. Klässler des letzten Jahres in unserem Dorf hatten, bis auf Mittwoch Nachmittag, jeden Nachmittag Schule.

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