Kindergarten

Deshalb streiten Kinder alle 20 Minuten

Der Nachwuchs streitet gerne und oft. Wie sollen Eltern mit den kleinen Kampfhähnen umgehen? Wie viel Streit ist normal? Und wann ist ein Eingreifen angebracht? 
Text: Claudia Landolt
Bild: Niki Boon
Du Dummkopf !» – «Selber dumm!» – «Das ist mein Lego!» – «Nein, meins!» – (Theatralisch aufheulend) «Aua!». Türeknallen. «Ja, so gemein!»

Ein Szenario, das Eltern zur Genüge kennen. Kinder streiten. Oft. Sehr oft. Verwandeln in Sekunden ein schönes Miteinander in eine erbitterte Nahkampfzone. Geraten sich über Kleinigkeiten in die Haare – wegen des Spielzeugs, das die Schwester nicht herausrücken will, wegen des letzten, ja allerletzten Gummibärchens, das sich der Bruder geschnappt hat.

Ist es normal, dass meine Kinder ständig streiten? Das fragen sich so manche Eltern. Mache ich als Erziehungsberechtigte(r) etwas falsch? Wie soll man auf kindliche Streitigkeiten reagieren? Warum streiten Kinder eigentlich so oft?

Streit ist ein Lebenselixier

«Streiten ist völlig normal», sagt Sarah Zanoni, Pädagogin und Coach aus Aarau. «Gemäss Studien streiten Kinder im Schnitt alle 20 Minuten und trainieren dabei wichtige Fähigkeiten fürs Leben, zum Beispiel, Kompromisse zu finden

Je jünger die Kinder, desto öfter wird gestritten. «In Kita- und Kindergartengruppen sind Konflikte an der Tagesordnung», schreibt die Verhaltensbiologin Gabriele Haug-Schnabel in ihrem Buch «Grundlagen der Entwicklungsarbeit». Sie beobachtete eine grosse Gruppe von Sechsjährigen über fünf Stunden und konstatierte rund 400 Streitereien. Meist wegen Kleinigkeiten, die in weniger als einer Minute auch schon wieder vergessen waren.
Streiten ist der beste Weg für Kinder, ihre Persönlichkeit kennenzulernen.
Kinder streiten also, weil sie streiten müssen. Es ist für sie eine Art Lebenselixier, ein Training auf dem Erkenntnisweg zur eigenen Persönlichkeit. Fachleute gewinnen Konflikten durchaus Positives ab. «Streit ist eine sehr wertvolle Quelle für das Selbstwertgefühl und die sozialen Kompetenzen des Kindes», sagt etwa der dänische Familientherapeut Jesper Juul.
Auch Sarah Zanoni ist überzeugt, dass Kinder beim Streiten «sehr viel und sehr viel Wichtiges» fürs spätere Leben lernen. «Zum Beispiel das Lösen von Konflikten – Kompromisse schliessen, teilen, tauschen oder warten können, bis man selber an der Reihe ist. Es geht dabei fast immer darum, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und anzumelden. Das ist fürs spätere Leben wichtig.» 

Natürlich kommt es auch im Kindergarten zu Streit, schliesslich müssen dort 20 und mehr Kinder miteinander auskommen. Es gibt also viele Situationen, in denen das vier- oder fünfjährige Kind seine Bedürfnisse zurückstellen muss. Warum darf Tobias in die Werkstatt und ich muss warten? Warum stören die Jungen die Mädchen in der Puppenecke, und warum hat mich Anna nicht zu ihrer Party eingeladen? Das geht nicht ohne Streit.
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Disharmonie im Kindergarten?

Um im Kindergarten ihren Platz zu erhalten, müssen sich die Kinder in einer grossen Gruppe behaupten. Dabei werden sie sich das eine Mal durchsetzen, das andere Mal wiederum zurücknehmen. Konfliktsituationen eröffnen den Kindern die Möglichkeit, zu lernen, wie sie Bedürfnisse und Wünsche formulieren und sich Anerkennung verschaffen können. Jedes Kind macht im Streit die Erfahrung, dass es gewinnen oder verlieren kann, und es spürt, dass es mit seinem Verhalten eine Wirkung erzielt.

Dass es dabei laut wird und manchmal auch grob, kann stressig sein. «Es ist für Eltern schwierig, Disharmonien zwischen ihren Kindern auszuhalten», sagt Sarah Zanoni. Vor allem, wenn diese ständig stattfänden. «Ausserdem befürchten Eltern, die Kinder könnten sich körperlich und seelisch verletzen.» Auch der Lärm, der meist mit Streit einhergeht, kann Mühe machen. Andere wiederum schätzen Harmonie sehr hoch ein und sehen im Streit etwas Negatives.
«Den Umgang mit Auseinandersetzungen lernen Kinder durch Kompromisse, die sie selbst gefunden haben.»
Margerite Blank-Mathieu, deutsche Erziehungswissenschaftlerin und Fachbuchautorin.
«Viele Erwachsene meinen ja, es ein sei erstrebenswertes Ziel, Kinderstreit möglichst zu vermeiden oder gänzlich zu verhindern», sagt Margerite Blank-Mathieu, deutsche Erziehungswissenschaftlerin und Fachbuchautorin. «Nur wer übt, sich mit anderen auseinanderzusetzen, kann sich in sie hineinversetzen. Den richtigen Umgang mit Auseinandersetzungen lernen Kinder erst durch Kompromisse, die sie selbst gefunden haben.»
Manchmal nehmen Erwachsene eine Situation auch als Streit wahr, die gar keiner ist. Oft handle es sich nur um ein Kräftemessen unter Kindern, so Blank-Mathieu. Es könne sich um ein Streitgespräch handeln, in dem Kinder versuchen, einander zu übertrumpfen. «‹Mein Bruder hat ...›, so fängt es vielleicht an, und das andere Kind hat einen Cousin, der noch stärker, einen Onkel, der noch weiter gereist ist, ein Erlebnis, das noch schrecklicher war, vorzuweisen», sagt Blank-Mathieu.

Wie du mir, so ich dir!

Im Alltag geben vor allem drei Dinge Anlass zu Streitigkeiten:

  • Erstens die Besitzansprüche: Diese machen Kinder dann geltend, wenn sie etwas für sich haben wollen. 
  • Zweitens führt die Maxime «Wie du mir, so ich dir» zu Konflikten. Die Forschung nennt dies die «Moral der strikten Gegenseitigkeit»: Man tut genau das, was der oder die andere auch getan hat, die Handlungsweisen werden vergolten. Auch verbale Streitigkeiten folgen diesem Schema, Schimpfwörter werden wiederholt und Behauptungen mit Gegenbehauptungen abgegolten. 
  • Drittens kommt es dabei nicht selten zu Handgreiflichkeiten. Auch diese haben laut Blank-Mathieu einen Grund: Kindergartenkindern ist es noch nicht möglich, diese Behauptungsstrategie durch andere, beispielsweise verbale Mittel abzustützen. Denn ihre Frustrationstoleranz und Impulskontrolle befindet sich erst im Aufbau.

«Friede mache» – Wie geht das?

Wer einmal ein Kind gefragt hat, wie es einen Streit auflösen würde, kennt vielleicht die Antwort, die sehr pragmatisch ausfällt: «Höremer uuf» oder «Machemer Friede». Da Streit und Hauen für viele Kinder identisch sind, ist das Aufhören zu hauen gleichzeitig das Ende des Streits und das wiederum identisch mit Vertragen. Manche Kinder bekräftigen das durch gewisse sprachliche Formeln wie: «Wollen wir uns wieder vertragen?» Damit wird klar, dass für die Beendigung des Streits das Aussprechen einer Formel genügt. Manchmal wird es mit einem Handschlag bekräftigt. Kinder regeln das also ganz anders als Erwachsene, die eher der Meinung sind, dass sich der für den Streit Verantwortliche zu seiner Schuld bekennen muss, dies mit einer gewissen Glaubwürdigkeit vorträgt und den anderen um Entschuldigung bittet.

Vielleicht fällt es uns Eltern auch schwer, den Zoff im Kinderzimmer zu ertragen, weil wir ein anderes Freundschaftskonzept haben. Oder das eigene Unbehagen angesichts kindlicher Konflikte rührt daher, dass es uns schwerfällt, uns einzugestehen, dass es daheim nicht immer friedlich zu- und hergeht. Sich über Kinderstreit zu nerven, hat also immer auch etwas mit sich selbst zu tun. Eltern können sich indes fragen: Möchte ich vor allem, dass Ruhe ist im Kinderzimmer? Möchte ich das einzelne Kind stützen oder schützen? Oder möchte ich, dass die Kinder lernen, Konflikte konstruktiv zu lösen?

Wann sollen Eltern einschreiten?

Auch wenn Kinder immer wieder streiten, heisst das nicht, dass sie ihre Konflikte nicht selbst lösen können. Denn für Aussenstehende ist es nicht ganz einfach, zu entscheiden, ob es sich bereits um einen Streit handelt, der zu eskalieren droht, oder noch um harmloses kindliches Kräftemessen. Hinzu kommt, dass Eltern meist miserable Richter sind: «Den ‹Schuldigen› des Streits herauszufinden, ist oft unmöglich und bringt nur Frust», sagt Sarah Zanoni. In manchen pädagogischen Richtungen wird sogar gefordert, dass sich Eltern überhaupt nicht ins Geschehen einmischen. «Es ist nicht falsch, als Eltern zuerst mal abzuwarten und zu beobachten», meint auch Sarah Zanoni. Einschreiten solle man aber, «wenn eines der Kinder körperlich oder psychisch deutlich unterlegen ist und Verletzungsgefahr herrscht». Legitim sei es auch zu reagieren, wenn es einem zu laut sei.

Eine andere Möglichkeit ist die örtliche Trennung der Kinder, eine Art Time-out. «Dieses fördert die Fähigkeit, wieder ‹runterzukommen›, im Fachjargon ‹Selbstregulation› genannt», erklärt Sarah Zanoni. Wer möchte, dass die Kinder dauerhaft weniger streiten, sollte mit ihnen zu einem ruhigen Zeitpunkt das Thema diskutieren. «Man darf seinen Kindern ruhig sagen, warum man als Eltern dieses ständige Gezicke und diese Kämpfe nicht mehr haben möchte.»
Das Ampel- und Bonussystem stellen wirksame Hilfsmittel dar.
Als wirksam hat sich laut Zanoni das Ampelsystem erwiesen: Wer merkt, dass er oder sie in den orangen oder roten Bereich kommt, soll eine erwachsene Person informieren, um eine Lösung zu finden. Auch gut ist das Bonussystem: «Wer einen Konflikt ruhig löst oder Provokationen ignoriert, erhält einen Belohnungspunkt. Mehrere Punkte lassen sich in eine Aktivität oder ein Geschenk eintauschen.»

Ein bisschen aber ist Streiten auch Charaktersache. «Gerade die sozial sehr aktiven Kinder sind häufiger als andere in Streitereien verwickelt», sagt die Pädagogin Mechthild Dörfler, die für das Deutsche Jugendinstitut in München unlängst eine Beobachtungsstudie durchgeführt hat. Aber auch hier gelte: Das «Wie» des Streitens ist entscheidend und nicht wie oft oder wie laut Kinder streiten.

Tipps für Eltern bei streitenden Kindern:

  • Innere und äussere Ruhe bewahren

  • Beobachten und erst einschreiten, wenn es kritisch wird

  • Wirds zu laut, gefährlich oder ungerecht: Kinder für kurze Zeit (15 Min.) räumlich trennen

  • Loben, loben, loben: Positive Verstärker nützen mehr als Kritik. Deshalb jeden Schritt wertschätzen, wenn ein Kind lernt, seine Bedürfnisse angemessen zu formulieren und mit Frust umzugehen

  • Für Langzeitwirkung: mit Kindern Abmachungen treffen

Psychologin Sarah Zanoni klärt auf: Deshalb streiten Geschwister so oft

Psychologin Sarah Zanoni erklärt, warum im Geschwisterstreit oft das ältere den Kürzeren zieht, dass Buben anders streiten als Mädchen und wie wichtig die Rolle der Erwachsenen ist.
Interview: Claudia Landolt

Frau Zanoni, ist Streitlust Charaktersache?

Das angeborene Temperament beeinflusst die Bereitschaft zum Streiten massgeblich: Ein temperamentvolles Kind reagiert rascher und intensiver auf Provokation oder einen Konflikt als ein ruhiges. Auch Eifersucht löst häufig Streit aus. Denn Eifersucht ist eine Form von Verlustangst – die Angst, weniger Zuwendung und Liebe der Bezugsperson zu erhalten als das andere Kind. Drittens spielt die Frustrationstoleranz eine Rolle: Wer schon beim kleinsten Frust austickt, gerät häufig in Streit mit anderen.
Sarah Zanoni ist pädagogische Psychologin lic. phil. und leitet die Praxis «JugendCoaching Sarah Zanoni & Team» in Aarau. Die zweifache Mutter ist auch Projektleiterin und Lehrperson für «Lernen lernen» und Buchautorin. Sie lebt mit ihrer Familie in Aarau. www.jugendcoaching.ch
Sarah Zanoni ist pädagogische Psychologin lic. phil. und leitet die Praxis «JugendCoaching Sarah Zanoni & Team» in Aarau. Die zweifache Mutter ist auch Projektleiterin und Lehrperson für «Lernen lernen» und Buchautorin. Sie lebt mit ihrer Familie in Aarau. www.jugendcoaching.ch

Streiten Buben anders als Mädchen?

Buben streiten meist direkter, das heisst, sie greifen sich rascher körperlich an als Mädchen. Diese wiederum streiten oft laut und sind verbal aggressiv – oder sie intrigieren. Auch neigen Mädchen dazu, ihre Beziehung zur besten Freundin wegen eines Streites sofort aufzulösen – um sie ein paar Tage später wieder zu schliessen. Buben klären das lieber sofort und heftig, dafür wird die Freundschaft nicht infrage gestellt. 

Warum streiten Geschwister überhaupt? 

Geschwister sind sich so nah wie sonst kaum jemand: Sie verbringen während der Kindheit mehr Zeit miteinander als Eltern mit ihren Kindern. Da sind Konflikte vorprogrammiert. Eifersucht spielt unter Geschwistern eine grosse Rolle, da sie sich – oft bis weit ins Erwachsenenleben – anei­nander messen. Es geht dabei um die eigene Rolle innerhalb der Familie. Die Rangordnung ist keineswegs einfach vom Alter bestimmt. Jüngere Kinder haben oft eine mächtigere Position als die älteren. Diese werden allzu oft von den Erwachsenen dazu ermahnt, «vernünftiger» zu sein und sich beim Konflikt unterzuordnen. Dies begreifen Jüngere rasch und kosten ihren Baby­-Bonus aus. Wer genau beobachtet, kann sie regelmässig beim Anzetteln von Streit erwischen: Das jüngere provoziert das ältere Geschwister, bis dieses reagiert. Spätestens jetzt wird es laut – die Eltern treten auf die Bühne und schimpfen mit dem älteren Kind. Das Jüngere sieht fasziniert zu und geniesst das Geschehen.

Wächst sich das Streiten irgendwann aus? 

In vielen Familien nimmt die Zahl der Konflikte zwischen den Kindern mit den Jahren ab. Geschwister, die sich früher ständig gegenseitig ärgerten, gehen in der Pubertät plötzlich lockerer miteinander um. Sie haben andere Interessen, die sie beschäftigen. Doch ebenso kann es in dieser Phase sehr konflikthaft zugehen – gerade, weil in der Pubertät die Identität und die eigene Rolle definiert werden. In aller Regel hören die offenen Streitigkeiten mit Beginn des Erwachsenenalters aber auf.

Was lernen Kinder beim Streiten?

Sehr viel und sehr viel Wichtiges. Zum Beispiel das Lösen von Konflikten – Kom-promisse finden, teilen, tauschen oder warten können, bis man selber an der Reihe ist. Es geht dabei fast immer darum, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und anzumelden. Das ist fürs spätere Leben wichtig. Die Art und Weise, wie diese Bedürfnisse geäussert und eingefordert werden, ist allerdings verhandelbar. Muss ich jedes Mal laut schreiend oder hand­greiflich meinen Unmut zum Ausdruck bringen? Werde ich gleich verbal aggressiv und verletze mein Gegenüber bewusst? Flippe ich regelmässig aus oder kann ich auf angemessene Weise mein Anliegen aussprechen? Bin ich fähig, eine andere Meinung gelten zu lassen? Das sind Dinge, die Kinder nicht von sich aus können. Hier ist das Verhalten der nächsten Bezugspersonen (Eltern, Lehrpersonen, Trainer) sehr einflussreich. So wie diese mit Kritik, Unmut und Bedürfnissen umgehen, beeinflussen sie das Verhalten von Kindern – auch, wenn diese Vorbildhaltung oft erst im Jugend­ oder Erwachsenenalter Früchte trägt. Werden Kinder von klein auf in den Schritten des Konfliktlösens unterstützt und gelobt, wirkt sich das positiv auf ihr Sozialverhalten aus.

Zur Autorin:

Claudia Landolt hasst Zank. Also bekam sie Kinder, die als Kleinkinder sehr ausgiebig stritten.
Für diese unfreiwillige Auseinandersetzung mit dem eigenen Harmoniekonzept ist sie ihnen heute sehr dankbar.

Büchertipps:

Angelika Kullik, Franz Petermann: Emotionsregulation im Kindesalter.
Hogrefe Verlag, 2012, 186 Seiten, ca. 30 Fr.
Das vorliegende Buch stellt Formen der Emotionsregulation in den ersten Lebensjahren zusammen. Es widmet sich darüber hinaus einer umfassenden Analyse der derzeit möglichen Methoden, mit denen es gelingt, Zustände und Verläufe der Emotionsregulation differenziert zu erfassen.
Sabine Kubesch (Hrsg.): Exekutive Funktionen und Selbstregulation. Neurowissenschaftliche Grundlagen und Transfer in die pädagogische Praxis.
Hogrefe Verlag, 2016,
416 Seiten, ca. 39 Fr.

Der wissenschaftliche Band mit Bei- trägen renommierter Verhaltensforscher beschäftigt sich damit, inwieweit die exekutiven Funktionen eine Schlüsselrolle im sozialen Verhalten und Schulerfolg von Kindern spielen. Mit über 150 Praxisbeispielen zum Training exekutiver Funktionen und der Selbstregulationsfähigkeit.
Gudula List: Wie Kinder soziale Phantasie entwickeln. Ein Buch für alle, die mit Kindern leben.
Francke Verlag 2015, 230 Seiten, ca. 35 Fr.
Wie Kinder begreifen, was in den Köpfen der anderen vor sich geht, von denen sie lernen und mit denen sie spielen.
Toon Tellegen: Man wird doch wohl mal wütend werden dürfen.
Hanser Verlag, 2015, 80 Seiten, Fr. 21.–
Eichhörnchen, Elefant, Klippschliefer und Käfer sind erbost, wütend, zänkisch. Aber diese Zustände werden in den Geschichten von Toon Tellegen
nicht verurteilt, sie haben eine gewisse Berechtigung – denn seine Helden lernen alle daraus und begreifen, wie sie mit Wut und Enttäuschung umgehen können.
Heinz Janisch: Wenn Lisa wütend ist.
Beltz Verlag, 2015, 30 Seiten, ca. Fr. 17.–
Sensibel und gelassen zeigt dieses Bilderbuch, wie Kinder im Dickicht negativer Gefühle gefangen sein und sich wieder befreien können.
Andrea Schütze: Warum tanzen wir vor Glück und kochen vor Wut?
Ellermann Verlag, 2017, 128 Seiten, Fr. 17.–
Kinder können ihre Gefühle oft nicht klar benennen und wissen auch nicht, wie sie damit umgehen sollen. Dieses Buch hilft, mit Geschichten zum Vorlesen über Wut, Scham, Traurigkeit oder Liebe die verschiedenen Emotionen zu sortieren.

Informationen und Links zu exekutiven Funktionen, Entwicklung und Erziehung:

  • Sozio-emotionale Entwicklung im Kindesalter, Dokument der Erziehungsdirektion Bern: www.erz.be.ch, Erziehungsberatung, Stichwort: Praxisforschung Stichwort: Schriften, Sozio-emotionale Entwicklung (Band 11)

  • Bildung für starke Eltern und starke Kinder: Übersicht über diverse Kurse und Vorträge zu Erziehungsfragen: www.elternbildung.ch


  • Starke Kinder, Förderung der sozialen Kompetenzen zur Prävention von Aggression: Forschungs- und Entwicklungsprojekt des Bundes, Hrsg. Fachhochschule Nordwestschweiz: Eltern und Schule stärken Kinder: www.esski.ch

  • Übersicht über die Frühförderungsprogramme bei Entwicklungsverzögerungen: www.stiftungnetz.ch

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