Swisscom: Erste Schritte in die mediale ­Selbständigkeit
Kindergarten

Erste Schritte in die mediale Selbständigkeit

Wenn Ihr Kind jetzt auch mal allein an den PC oder ans Handy darf, sollte dies stets mit ­klaren Regeln verbunden sein. Thematisieren Sie nun auch die problematischen Seiten des Internets.
Text: Michael In Albon
Bild:
Deepol/Plainpicture

In Zusammenarbeit mit Swisscom
Mit dem zweiten Kindergartenjahr nimmt die Unabhängigkeit Ihres Kindes zu. Es bewältigt den Weg in den Chindsgi allein, spielt mit Freunden und Freundinnen unbeaufsichtigt und lernt so, selbständig und selbstverantwortlich zu handeln. Dasselbe findet in zunehmendem Mass auch im Umgang mit den Online-Medien statt. Auch hier gilt es die Zügel etwas zu lockern und das Kind auch mal unbeaufsichtigt am Handy oder am PC sitzen zu lassen. Diese Phasen gilt es aber behutsam anzupacken – ganz so wie die anderen Schritte in die Selbständigkeit.
 
Nach wie vor sollte die Bildschirmzeit beschränkt sein. Diskutieren Sie mit Ihrem Nachwuchs, wie viel Zeit das sein soll. In diesem Alter – zwischen 6 und 9 Jahren – gehört der PC oder das Handy keinesfalls ins Schlafzimmer des Kindes, sondern in den gemeinsamen Wohnbereich. Hier darf es jedoch auch mal ohne ständige Begleitung der Eltern ein altersgerechtes Game spielen oder sich auf einer entsprechenden Webseite tummeln. Es gibt sehr viele Internetseiten für Kinder dieses Alters, die in meinen Augen durchaus empfehlenswert sind. Einige Vorschläge finden Sie unter:

Wichtig ist in diesem Zusammenhang: Schützen Sie Ihr Kind unbedingt vor unkontrollierten Ausflügen ins Internet. Setzen Sie Filter­einstellungen im Browser und nutzen Sie die Jugendschutzeinstellungen am PC. Anleitungen, wie das geht, finden Sie mit den entsprechenden Stichworten problemlos via Suchmaschine. Unterschätzen Sie dabei nicht den Forscherdrang der Kinder. Aus diesem Grund sollten Sie keine Seiten freigeben, die von Werbung durchsetzt sind. Die Versuchung, darauf zu klicken, ist gross.

Im zweiten Chindsgi sollten Sie mit Ihrem Kind über das Internet als solches sprechen – selbstverständlich altersgerecht und verständlich. Was ist Werbung? Was sind Inhalte, die nicht für Kinderaugen gemacht sind? Was ist Datenschutz und warum ist das wichtig für mich? Warum kann ich nicht alles für bare Münze nehmen, was im Internet steht? Kinder sind neugierig und erfassen oft intuitiv die entsprechenden Zusammenhänge. Machen Sie keine Angst, sondern fördern Sie den bewussten Umgang mit den neuen Medien. Denn eher früher als später werden die Kinder ein Handy haben und einen Computer besitzen. Darauf sollten sie vorbereitet sein.

Auf Medienstark finden Sie Tipps und interaktive Lernmodule für den kompetenten Umgang mit digitalen Medien im Familienalltag. swisscom.ch/medienstark
<div><strong>Michael In Albon</strong> ist Beauftragter Jugendmedienschutz und Experte Medienkompetenz von Swisscom.</div>
Michael In Albon ist Beauftragter Jugendmedienschutz und Experte Medienkompetenz von Swisscom.

Dieser Artikel stammt aus dem «Kindergartenheft 2. Jahr/Herbst» mit dem Titel «Fast schon gross» und wendet sich an Eltern von Kindergartenkindern der zweiten Klasse. Bestellen Sie jetzt eine Einzelausgabe!
Dieser Artikel stammt aus dem «Kindergartenheft 2. Jahr/Herbst» mit dem Titel «Fast schon gross» und wendet sich an Eltern von Kindergartenkindern der zweiten Klasse. Bestellen Sie jetzt eine Einzelausgabe!

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