Familienleben
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Wie Partnerschaft gepflegt werden kann – 7 Tipps

1. Probleme auseinanderhalten

Nicht für alle Probleme ist der Part­ner oder die Partnerin verantwort­lich. Oft ist der Grund für Streitigkeiten die herausfordernde Situation. Es hilft, die verschiedenen Ebenen auseinanderhalten: Die Ebene der Eltern (Erziehung, Freizeit der Kinder, Schule), die Ebene als Paar (Beziehung, Unterstützung, Verständnis und Gemeinsamkeit) und die Ebene als Individuum (Beruf, Hobbys, Entspannung, Aktivitäten alleine). Keine dieser Ebenen darf ganz vernachlässigt werden.

Jeder Mensch braucht für seine Zufriedenheit und Energie Zeit für sich selbst, um sich als Individuum wahrzunehmen und sich weiterentwickeln zu können. Wenn eine Ebene zu lange zu kurz kommt, entsteht in der Regel Unzufriedenheit. Die Gefahr droht, den Partner oder die Partnerin dafür verantwortlich zu machen, dass man beispielsweise zu wenig Zeit für sich hat, im Beruf zurückstecken musste oder die geplante Weiterbildung nicht absolvieren konnte.
Freie, unverplante Zeit, bedeutet Entspannung und fördert die Beziehung zu Ihrem Partner/ Ihrer Partnerin.
Freie, unverplante Zeit, bedeutet Entspannung und fördert die Beziehung zu Ihrem Partner/ Ihrer Partnerin.

2. Auf sich achten

Damit wir uns auf jemand anderes einlassen können, müssen wir uns selber spüren, müssen wir wissen, wie es uns geht, was uns beschäftigt und was wir uns wünschen. Das gelingt nicht, wenn im Kopf noch tausend unerledigte Dinge herumgeistern und wir im Stress sind. Unter Stress sind wir sehr viel weniger ruhig und offen. Freie, unverplante Zeit, in der wir das tun, was uns gut tut, ist Entspannung und öffnet den Blick.

Gönnen Sie sich regelmässig Pausen. An jedem Tag sollte es Momente geben, die nur Ihnen gehören: Pausen, in denen Sie das tun, was Sie mögen. In denen Sie keiner Verpflichtung nachgehen, keine Leistung erbringen müssen. Oft reicht ein kurzer Moment. Gönnen Sie sich eine Tasse Kaffee, eine Dusche, ein Entspannungsbad. Auch Sport hilft, den Kopf frei zu bekommen. Oder ein Treffen mit guten Freunden.
Bei Schlafentzug gelangt man rasch in die Abwärtsspirale.
Achten Sie auf genügend Schlaf. Schlafmangel ist einer der Gründe,­ warum man sich manchmal nicht mehr an die guten Seiten des Partners erinnert und alles nur noch grau erscheint. Bei Schlafentzug gelangt man rasch in die Abwärtsspirale Müdigkeit – Gereiztheit – Vorwürfe – Gegenvorwürfe.

Anhaltender Stress kann eine Beziehung zerstören. Er nimmt die zur Versöhnung nötige Kraft weg und vernichtet die Zeit, die für Paargespräche nötig wäre. Eltern sollten sich stets vor Augen halten: Besonders die ersten Jahre mit Kindern sind maximal anstrengend. Aber die Phase geht vorbei.

3. Realistische Erwartungen

Oftmals haben wir zu hohe Erwartungen an uns selbst, an unseren Partner oder unsere Partnerin. Auf zu hohe Erwartungen folgt stets Frust. Der Drang nach Perfektion verhindert, dass wir mit uns im Reinen sind. Passen Sie Ihre Erwartungen an. An das, was machbar und realistisch ist. Lassen Sie Unwichtiges beiseite und konzentrieren Sie sich auf das, was Ihnen wichtig ist. Bedenken Sie, dass Ihr Partner oder Ihre Partnerin eventuell ebenfalls die eigenen Grenzen der Leistungsfähigkeit erreicht hat und Sie nicht in dem Masse unterstützen kann, wie Sie es sich wünschen.
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4. Genaue Absprachen

Sprechen Sie sich ab, wer im Fami­lienalltag welche Aufgaben über­ nimmt. Sind die Aufgaben verteilt, lassen Sie los. Vertrauen Sie Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin. Über­ prüfen Sie von Zeit zu Zeit, ob die Aufgaben fair verteilt sind. Sprechen Sie eine mögliche Unzufriedenheit offen an.

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