Syrische Flüchtlingskinder: «Manche haben gesehen, wie Vater oder Mutter umgebracht worden sind»
Familienleben
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Mit welchen Therapien arbeitet das Happiness Again?

Wir arbeiten mit Sand-, Spiel-, Kunst- oder Musiktherapie, und natürlich mit individuellen Therapiesitzungen. Viermal pro Jahr startet ein neuer Therapiezyklus mit etwa 40 Kindern. Welche Therapie einem Kind am meisten hilft, das ist sehr individuell. Einige Kinder können sich besser über das Malen erklären, für andere sind es die Sandboxen, in denen sie mit Figuren ihre Erlebnisse nachstellen.

Und geht es den Kindern besser nach der Therapie?

Kinder mit ganz schlimmen Traumata werden das irgendwie mitnehmen, bis sie erwachsen sind. Wichtig ist, dass sie einen Umgang damit finden, dass sie lernen, mit ihren Kriegserlebnissen zurechtzukommen.

Wie schätzen Sie den Bedarf ein: gibt es genügend Therapieangebote?

Nicht alle syrischen Flüchtlingskinder sind kriegstraumatisiert. Aber es sind leider mehr als man denkt. Der Bedarf ist daher sehr gross. Wir haben seit 2014 etwa 1000 Kinder behandelt. Dass unser Zentrum trotzdem eine lange Warteliste hat, zeigt, dass es leider noch nicht genügend Angebote gibt.

Über den Verein Syrian Refugee Crisis

Syrian Refugee Crisis ist ein 2014 gegründeter gemeinnütziger Verein mit Sitz in Zürich. Seither ist der Verein Hauptsponsor des Happiness Again Traumatherapiezentrum in Amman, Jordanien. Neben der Finanzierung aus Spendengeldern schlägt der Verein humanitäre und kulturelle Brücken zwischen Jordanien und der Schweiz. Da alle Vorstandsmitglieder ehrenamtlich arbeiten, kommen 100 Prozent der Spenden den Betroffenen zugute.
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<div><strong>Dr. Michael Bürgi</strong> unterstützt die Kommunikationsaktivitäten von <a href="https://www.syrianrefugeecrisis.com/">Syrian Refugee Crisis</a>.</div>
Dr. Michael Bürgi unterstützt die Kommunikationsaktivitäten von Syrian Refugee Crisis.

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