Ferien für Kinder aus sozial benachteiligten Familien
Familienleben

Pestalozzi-Sommerlager für Kinder finden statt!

Kindern und Jugendlichen aus wirtschaftlich belasteten Familien bleibt vieles verwehrt: die Teilnahme an Förderkursen und Sportaktivitäten, unbeschwerte Ferientage. Die Stiftungen Elternsein und Kinderdorf Pestalozzi organisieren für sie im Sommer 2020 zwei Ferienlager in Trogen AR. Die Sommercamps werden unter Wahrung der BAG-Richtlinien durchgeführt. Die Anmeldefrist wurde bis Ende Juni verlängert. 
Bilder: Pestalozzi Kinderdorf 
In der Schweiz sind rund 100 000 Kinder direkt von Armut betroffen. Und es sind noch einmal so viele, die nur knapp über der Armutsgrenze leben – also in einem wirtschaftlich belasteten Haushalt. Ein Kinobesuch, Ferien am Meer oder in den Bergen und andere Freizeitvergnügen bleiben ihnen oft verwehrt, für die Kosten von Musikunterricht und Sportverein können die Eltern nicht aufkommen. Vor allem Alleinerziehende verfügen nicht über die finanziellen Mittel, um mit ihren Kindern für ein paar Tage wegzufahren und den Alltag hinter sich zu lassen. 
 
Kinder, deren Eltern sich keine Ferien leisten können oder aufgrund ihrer beruflichen Situation mit den Kindern in den Ferien nichts unternehmen können, leiden. Sie bekommen Sprüche zu hören wie «Was, ihr bleibt dieses Jahr zu Hause?». Und nach den Ferien müssen sie die tollen Ferienerlebnisse der Mitschülererinnen und Mitschüler über sich ergehen lassen. Im Hinblick auf die Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls ist das verheerend. 
Neben den Aktivitäten bleibt den Kindern viel Zeit zur freien Verfügung, zur Kontaktpflege und zum süssen Nichtstun. 
Neben den Aktivitäten bleibt den Kindern viel Zeit zur freien Verfügung, zur Kontaktpflege und zum süssen Nichtstun. 
Von Armut betroffene Kinder fühlen sich oft minderwertig und ausgegrenzt, nicht selten werden sie depressiv. Hier setzt das Projekt der beiden Stiftungen Elternsein und Kinderorf Pestalozzi an. Sie organisieren und finanzieren für 100 Kinder und Jugendliche zwei Ferienlager in Trogen AR. Und verfolgen damit mehrere Ziele:
 
  • Das Angebot will einen Beitrag leisten für die öffentliche Gesundheit und gegen die Vereinsamung von Kindern und Jugendlichen.

  • Das Angebot will Eltern entlasten und ihnen die Möglichkeit bieten, Zeit ohne Kinder zu verbringen, aufzutanken, zu regenerieren.
     
  • Das Angebot will Eltern eine echte Alternative zur ausserschulischen Betreuung während der Sommerferienzeit bieten.
 
«Dieses Projekt ist für mich eine Herzensangelegenheit», sagt Thomas Schlickenrieder, Geschäftsführer der Stiftung Elternsein und Initiator des Ferienlagers. «Es bedeutet mir viel, Kindern aus belasteten Familien einige unvergessliche Ferientage ermöglichen zu können. Es ist ein kleiner Beitrag zur Chancengerechtigkeit. » Lukrecija Kocmanic, Leiterin Freizeit im Kinderdorf Pestalozzi, ergänzt: «Die Teilhabe an einer Freizeitbeschäftigung in einer Gruppe fördert den Gemeinschaftssinn, die Empathie und kann, je diverser solche Gruppen zusammengesetzt sind, Vorurteile gegenüber anderen abbauen. Das sind wichtige Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben.» 
Im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen werden Begegnung und Gemeinschaft in unterschiedlichsten Projekten zum Kinderspiel.
Im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen werden Begegnung und Gemeinschaft in unterschiedlichsten Projekten zum Kinderspiel.
Die jungen Gäste werden im Kinderdorf Pestalozzi von erfahrenen Pädagoginnen und Pädagogen betreut. Das Angebot in den beiden Lagern ist auf die jeweiligen Altersgruppen abgestimmt und lässt Kinderherzen höherschlagen: Fliegerbastelkurse, Tanzen und Klettern, Yoga für Kinder, eine Wanderung zum Gäbris, ein Spielenachmittag, Bogenschiessen, Pingpong, Kochen und Percussion-Workshop. Neben den Aktivitäten bleibt den Kindern viel Zeit zur freien Verfügung, zur Kontaktpflege und zum süssen Nichtstun. Das Projekt Ferienlager will einen Beitrag leisten, Kinder und Jugendlichen von wirtschaftlich belasteten Familien zu unterstützen, erwerbsarme Eltern zu entlasten und die Auswirkungen von Armut auf ihren Alltag zu mildern. 

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1 Kommentar

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Von Kari am 10.03.2020 06:38

😘👍❤️

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