Familienleben

Das Modell Familie wird vielfältiger

Samenspende, Leihmutterschaft, Regenbogenfamilie: Es gibt heute viele Möglichkeiten, eine Familie zu gründen. Und ebenso viele, Familie zu leben. Wie sieht Familie in Zukunft aus? Und was machen diese neuen Modelle mit den Kindern?
Text: Virginia Nolan
Bilder: Désirée Good und Sally Montana / 13 Photo
Papi oder Papa – für Max* macht das einen Unter­schied. Der Bub wächst mit zwei Vätern auf, lebt abwechselnd bei ihnen und seiner Mutter, die in direkter Nachbarschaft des Männerpaars wohnt. Wenn Max Geburtstag hat, kommen drei Grosselternpaare zum Fest. Schülerin Tobi hat zwei Mütter. Cedric und Felix leben bei Mama und Papa, aber sie wissen, dass es da noch zwei andere Frauen gibt, in deren Bauch sie wohnen durften, die Mama geholfen haben, ihren Kin­derwunsch zu verwirklichen. Aline* wurde von ihrer Mama ausgetragen und geboren, ist biologisch aber nicht verwandt mit ihr. Die Andert­halbjährige stammt aus einer Embryonenspende. Daraus macht ihre Familie kein Geheimnis, denn für sie zählt nicht die genetische Ver­bindung, sondern die der Herzen.

Jedes siebte Kind lebt mit nur einem Elternteil

Die Geschichten dieser Kinder sind nicht konstruiert, sondern aus dem Leben der Familien gegriffen, die in diesem Dossier von sich erzählen werden. Sie zeigen, dass unsere tra­ditionelle Vorstellung von Familie der Realität zunehmend weniger gerecht wird. Dafür spricht auch die Statistik, die belegt, dass in der Schweiz jedes fünfte Kind in einer anderen Konstellation aufwächst als der Kernfamilie, die aus zwei leibli­chen Elternteilen und ihrem Nach­wuchs besteht.
Die Zahl gelebter alternativer Familienmodelle steigt
Es wäre verfehlt, deren Untergang zu beschwören, leben doch hierzu­lande immerhin 80 Prozent der Familien mit Kindern nach wie vor dieses Modell. Doch die Zahl geleb­ter alternativer Familienmodelle steigt: Einelternfamilien zum Bei­spiel machen bereits 14 Prozent aller Haushalte mit Kindern aus, weitere 6 Prozent sind Patchworkfamilien, in denen Kinder bei einem leibli­chen Elternteil mit neuem Partner leben. Von der offiziellen Statistik nicht erfasst werden Kinder, die bei Pflegeeltern aufwachsen – schät­zungsweise sind es rund 13'000 –, oder solche in Regenbogenfamilien. Je nach Erhebung haben in der Schweiz bis zu 30'000 Kinder gleich­ geschlechtliche Eltern, die Mehrheit davon lebt bei lesbischen Paaren.

Wie sieht die Familie der Zukunft aus?

Wenn unsere gegenwärtige Vor­stellung von Familie überholt ist: Wie wird Familie in Zukunft aussehen? Antworten auf diese Frage lie­fert unter anderem Klaus Preisner, Soziologe an der Universität Zürich. «Familie wird vielfältiger», sagt er zusammenfassend. Preisner ist Mit­autor der OECD­-Studie «Families to 2030», in der Sozialforscher aufzeigen, wie die Lebens­realität von Familien in 20 Jahren aussehen könnte.
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«Wir wünschen uns, dass unser Familienmodell nicht über die Abwesenheit eines Mannes definiert wird», sagen Bettina und Fiona mit Tochter Tobi, 7.
«Wir wünschen uns, dass unser Familienmodell nicht über die Abwesenheit eines Mannes definiert wird», sagen Bettina und Fiona mit Tochter Tobi, 7.
Die traditionelle Konstellation aus verheirateten Paaren mit Kin­dern werde seltener, folgert der Bericht. In den OECD­-Ländern lebe heute fast jedes zehnte Kind in einer Patchworkfamilie, rund jedes siebte bei einem alleinerziehenden Eltern­ teil und jedes fünfzehnte wachse bei den Grosseltern auf. «Noch mehr Menschen als heute werden alterna­tive Formen zur Kernfamilie leben», sagt Klaus Preisner, «teilweise als Folge eines gescheiterten klassischen Familienmodells, teilweise aber auch, weil es von vornherein die gewünschte Form war.» Entspre­chend werden gemäss der OECD­ Studie Einelternfamilien bis 2030 bereits 20 Prozent aller Schweizer Haushalte mit Kindern ausmachen, ebenso werde die Zahl der Patch­work­ und Regenbogenfamilien weiter ansteigen.

Individuelle Lebensentwürfe und weniger Kinder?

Darüber hinaus scheinen Kinder in vielen Lebensmodellen der Zukunft nicht mehr vorgesehen zu sein. Bereits heute betreffen 30 Prozent aller Schweizer Haushalte kinderlose Paare, die OECD schätzt, dass es bis 2030 rund 40 Prozent sein werden. Gleichermassen werde sich der Anteil Einpersonenhaushalte von aktuell 35 auf 40 Prozent erhöhen. Diesen Schätzungen zufolge werden also in gerade einmal 30 Prozent aller Haushalte noch Kinder leben.

Individualisierung und Plu­ralisierung lauten die Schlagworte, mit denen Soziologen unsere Zu­kunft beschreiben. Sie gelten für Lebensentwürfe, die nach eigenem Gusto statt auf sozialen Druck hin erfolgen, aber auch für Familienfor­men, die vielfältiger daherkommen als die Mama-­Papa-­Kind­-Variante.
«Heute gibt es kaum mehr ökonomische Gründe, die für eine klassische Familie sprechen»
Soziologe Klaus Preisner
Die Gründe für diesen gesell­schaftlichen Wandel sind vielfältig. Zentral, sagt Soziologe Preisner, sei die Emanzipation der Frauen, ihr Streben nach Gleichberechtigung, ihre Teilnahme im politischen Leben und vor allem am Arbeitsmarkt. «Früher sicherten sich Menschen sozial ab, indem sie heirateten, Nachkommen zeugten und in einer klarer Rollenverteilung zusammen­ lebten», sagt Klaus Preisner. «Heute gibt es kaum mehr ökonomische Gründe, die für eine klassische Familie sprechen.»
Gruppenbild mit drei Eltern: Marc, Matthias und Sonja kümmern sich liebevoll um Max.
Gruppenbild mit drei Eltern: Marc, Matthias und Sonja kümmern sich liebevoll um Max.
Zudem habe die Durchlässigkeit zwischen den sozialen Schichten zugenommen, Ansehen sei nicht mehr an die Familie, sondern an individuelle Leistungen gekoppelt. An den zunehmend vielfältigen Lebens­ und Familienformen, sagt die Berner Sozialforscherin Kathrin Zehnder, hätten aber auch andere Emanzipationsbewegungen ihren Verdienst, etwa die von Schwulen, Lesben oder Transmenschen, die sich das Recht auf einen amtlichen Beziehungsstatus oder eine Familie erkämpften. «Auch die Digitalisierung und die zunehmende Mobilität spielen eine Rolle», ist Zehnder überzeugt, «wir können zu jeder Zeit an jedem Ort sein, das eröffnet nicht nur neue Bedürfnisse, sondern auch ganz andere Möglichkeiten, Verbindungen einzugehen.»

Familiengründung im Labor?

Von sozialen Zwängen kämpft der Mensch sich frei – aber auch von so einigen, die ihm die Natur auferlegt hat. Sinnbildlich dafür ist der medizinische Fortschritt, unter anderem mit der modernen Reproduktionsmedizin. «Sie kann», schreibt Soziologin Heike Trappe in einem Fachbeitrag, «als Ausdruck eines zutiefst menschlichen Bestrebens nach Emanzipation von der Natur angesehen werden.»

Wenn die Natur dem Kinderwunsch einen Riegel vorschiebt, ist dies schwer zu verkraften, betont Misa Yamanaka-Altenstein vom Klaus-Grawe-Institut in Zürich. Die Psychotherapeutin berät Frauen und Paare, die ungewollt kinderlos sind. «Die Fähigkeit, sich zu reproduzieren, kann aus evolutionsbiologischer Sicht als Grundbedürfnis bezeichnet werden», sagt Yamanaka-Altenstein. «Wenn der Mensch sich fortpfanzen will, dies aber nicht kann, hat das oft schwerwiegende Belastungen zur Folge – für sein Selbstwertgefühl, die Partnerschaft, die psychische Gesundheit.»

Regula Körner, die sich ihren Kinderwunsch nach 17 Jahren vergeblichen Wartens auf eine Schwangerschaft mithilfe einer Leihmutter erfüllte, formuliert es so: «Es tut weh, wenn Leute sagen, man müsse halt akzeptieren, wenn man keine Kinder haben kann. Weshalb akzeptieren Leute, die keine funktionierende Niere mehr haben, nicht einfach die Dialyse? Oder Krebskranke ihr Schicksal? Eben.» 
Wiederholte erfolglose Versuche, schwanger zu werden, können ähnliche Gefühle wie der Verlust eines nahestehenden Menschen auslösen.
Für viele ein abwegiger Vergleich – Yamanaka-Altenstein hat dafür Verständnis: «Der Leidensdruck der Betroffenen ist für Aussenstehende nur schwer nachvollziehbar. Untersuchungen zeigen, dass wiederholte erfolglose Versuche, schwanger zu werden, ähnliche Gefühle auslösen können wie der Verlust eines nahestehenden Menschen.»

Zeugung im Reagenzglas – wie kommt es dazu?

Rund 6000 Frauen lassen sich jährlich in einer der 26 Schweizer Kinderwunschkliniken künstlich befruchten. Die Zahl jener, die eine Behandlung im Ausland vornehmen, ist in darin nicht mit eingerechnet. 2,5 Prozent der Neugeborenen, die hierzulande das Licht der Welt erblicken, sind im Reagenzglas gezeugt worden.

Die sogenannte In-vitro-Fertilisation (IVF) oder künstliche Befruchtung gehört zu den häufigsten reproduktionsmedizinischen Behandlungen, die Kinderwunschklinik OVA IVF in Zürich etwa führt pro Jahr mehr als 600 Zyklen durch. Paare, welche die Klinik erstmals aufsuchten, seien meist um die 38 Jahre alt und hinsichtlich ihrer sozialen Stellung sehr unterschiedlich, sagt Daniela Pfammatter, behandelnde Gynäkologin: «Von der einfachen Angestellten bis zum Topmanager ist alles dabei.»
«Der Kinderwunsch wird selten freiwillig aufgegeben»
 Daniela Pfammatter, Gynäkologin
Zeichnet sich eine Odyssee durchs medizinische Angebot ab, weil Behandlungen wie eine hormonelle Stimulation oder eine Insemination nichts bewirken, bleiben nur noch die Gutbetuchten an Bord: Bis zu 9000 Franken kostet eine künstliche Befruchtung pro Zyklus, und oft sind mindestens drei Behandlungen nötig. «Der Kinderwunsch wird selten freiwillig aufgegeben», so Daniela Pfammatter, «und oft entsteht zwischen einem Paar Uneinigkeit, wie weit man auf diesem Weg gehen will.» Manchen Paaren nimmt das Gesetz die Entscheidung ab: Produziert die Frau etwa keine gesunden Eizellen, ist eine künstliche Befruchtung zwecklos, es bleibt noch die Eizel­lenspende. In der Schweiz ist sie, im Gegensatz zur Samenspende, jedoch verboten.

Reproduktionsmedizin – Fluch oder Segen?

Für Betroffene ist die Reproduktionsmedizin Fluch und Segen zu­ gleich. «Sie macht Kinderlosigkeit erst recht zum Tabu», weiss Yamanaka­-Altenstein, «weil sie einem suggeriert, dank medizinischem Fortschritt sei alles machbar. Wo sich Möglichkeiten auftun, wächst auch der Druck, sie bis zum Letzten auszureizen. Umso schlimmer ist das Gefühl persönlichen Versagens, wenn selbst das nichts bringt.»

Das Wissen um die Möglichkeiten der modernen Medizin trage überdies dazu bei, dass junge Frauen ihren Kinderwunsch zunehmend vertagten, sagt Ärztin Pfammatter: «Ab 25 Jahren sinkt die weibliche Fruchtbarkeit kontinuierlich, ab 35 Jahren rapide. Frauen sind sich dessen zu wenig bewusst.»
Es sind nicht nur heterosexuelle Paare, die ihre Hoffnung an die Reproduktionsmedizin klammern. Einzelpersonen und gleichgeschlechtliche Paare haben in der Schweiz jedoch keine Hilfe zu erwarten, denn Behandlungen zur medizinisch unterstützten Fortpflanzung sind hierzulande nur heterosexuellen Paaren erlaubt. Frauen, die sich ihren Kinderwunsch als gleichgeschlechtliches Paar oder im Alleingang erfüllen wollen, haben es ungleich einfacher als Männer: Sie injizieren sich den Samen von Spendern, die sie in Internetforen oder im privaten Umfeld finden, oder suchen eine Samenbank im Ausland auf.

Schwule Männer haben die Möglichkeit, mit einer Co-Mutter eine Familie zu gründen. Will ein Männerpaar ein Kind ohne Drittperson grossziehen, ist eine Leihmutterschaft im Ausland die einzige Option. Diesen Ausweg nehmen auch immer mehr heterosexuelle Paare und Singlefrauen, die sich Behandlungen unterzie­hen, die in der Schweiz verboten sind. Zu ihnen gehören Regula Kör­ner, Mutter zweier Leihmutterkin­der, oder Alines Mutter Kerstin, die sich in Spanien den Embryo einer anderen Frau einsetzen liess.

Hat die natürliche Empfängnis ausgedient?

Kritiker führen im Zusammenhang mit der Reproduktionsmedizin ethi­sche Bedenken ins Feld, befürchten, sie ebne den Weg für einen indus­triellen Umgang mit dem Leben oder für die Selektion von Menschen. Die Skepsis der Gesellschaft reflektiere aber auch die Haltung der Medizin, glaubt Psychotherapeutin Yama­naka-­Altenstein, «denn die Medizin ist vor allem der Lebenserhaltung verpfichtet». Die Frage, inwiefern sie Leben herbeiführen oder aktiv beenden dürfe – Stichwort Sterbe­hilfe –, bleibe ein Reizthema. «Alles dazwischen», sagt die Psychologin, «wird weniger kontrovers disku­tiert.» Für Menschen, die von unge­wollter Kinderlosigkeit betroffen seien, sei aber nur schwer verständ­lich, warum Massnahmen zur Ver­längerung des Lebens wenig hinter­fragt würden, solche zur Entstehung von Leben jedoch schon.

Im Zukunftsszenario, das der US­ Ethikprofessor Henry Greely im Buch «The End of Sex» beschreibt, hat die natürliche Empfängnis bald ausgedient. Menschen, die ein Kind wollten, würden künftig nicht mehr miteinander schlafen, sondern direkt ins Labor gehen. Auch Carl Djerassi, Erfinder der Antibabypille, gab sich bis zu sei­nem Tod im Jahr 2015 überzeugt davon, dass in 30 Jahren die meisten Babys künstlich gezeugt würden. «Quatsch», nennt dies Soziologin Zehnder. «Eine künstliche Befruch­tung bedeutet für Betroffene enorme körperliche, emotionale und finan­zielle Strapazen. Wer nicht muss, nimmt das kaum auf sich.» Wohl aber würden uns Reproduktions­medizin und alternative Familien­modelle vor neue Fragen stellen: «Es muss gesellschaftlich neu ausgehandelt werden, wie und wodurch man Mutter oder Vater wird.»

Familiäre Werte neu interpretiert

Und da müssten wir flexibler wer­den, sagt Soziologe Klaus Preisner: «Letztlich geht es darum, unser Kon­zept von Familie zu revidieren, indem wir es auf weniger starre Annahmen stützen.» Die jahrtausendealte christlich­jüdische Tradi­tion, wonach ausschliesslich die traditionelle Familie gute Erziehung und Solidarität schaffe, sei nicht mehr zeitgemäss. «Es ist keine gute Idee, Geschiedenen, Alleinstehen­ den oder Homosexuellen die Bezie­hungs­ und Bindungsfähigkeit abzu­sprechen», sagt Preisner, «das sind auch Menschen, die ihre Kinder erziehen und lieben.»

Eine individualisierte Gesell­schaft sei ausserdem nicht zwingend eine egozentrierte, schreiben die Autoren der OECD-­Familienstudie. Familiäre Werte wie Zusammenhalt würden in Zukunft nicht aussterben, sondern neu interpretiert: «Wir wer­den mehr grössere Netzwerke von Familienmitgliedern sehen, die durch unterschiedliche Ehen, Part­nerschaften und über Generationen hinweglose miteinander verbunden sind. Die heranwachsende Genera­tion wird zudem neue Ansätze von Solidargemeinschaften entwickeln, die sozialpolitisch wegweisend sein könnten.»
Aline kam 2016 zur Welt. Sie wurde in einer spanischen Klinik gezeugt.
Aline kam 2016 zur Welt. Sie wurde in einer spanischen Klinik gezeugt.
Dass die Politik am eng gefassten Begriff von Familie festhält, hat laut Preisner Nachteile für die Gesell­schaft: «Schon wenn man sich um einen kranken Partner kümmern möchte, ist man benachteiligt, wenn man nicht verheiratet ist.» In Zeiten, wo partnerschaftliche Beziehungen kürzer anhielten, sei ausserdem nicht davon auszugehen, dass das klassische Familienmodell für Soli­darität im Alter garantiere, argu­mentiert Preisner.

Die Kleinfamilie trotzt dem Sturm

Der Soziologe wünscht sich deshalb eine Erweiterung des traditionellen Familienbegriffs, weil so der Zugang zu sozialen Dienstleistungen flexibi­lisiert und auch für Personen jenseits der Kernfamilie geöffnet werden könnte. Dann erhielten zum Beispiel auch Nachbarn, Freunde oder ent­fernte Verwandte Pflegegeld, wenn sie sich anstelle der engsten biologi­schen, aber nicht verfügbaren Angehörigen um Kranke und Betagte kümmern.
«Trotz massiver gesellschaftlicher Umwälzungen wird das traditionelle Modell nicht verschwinden.»
Klaus Preisner, Soziologe
Die traditionelle Kleinfamilie, da ist sich Preisner sicher, wird aber nicht verschwinden. Trotz massiver gesellschaftlicher Umwälzungen – oder vielleicht gerade aufgrund die­ser – sei das Modell erstaunlich sta­bil. In einer schnelllebigen und wirtschaftlich zunehmend unsiche­ren Welt, so Preisner, werde sich das auch nicht ändern.

Demzufolge gibt der Rückzug der Menschen ins Private der Kleinfa­milie erst recht Auftrieb. «Was wir jetzt als alternative Familien be­zeichnen», sagt Klaus Preisner, «Patchwork­ oder Regenbogenfamiien zum Beispiel, das sind, rein strukturell gesehen, Kleinfamilien, aufgebrochen und neu formiert zwar, aber stark am klassischen Modell orientiert: Da sind zwei Erwachsene, die sich um Kinder kümmern, als Paar leben und eine Familie sein wollen.»

* Namen von der Redaktion geändert. 

Zur Autorin:

Virginia Nolan lebt die klassische Mama-Papa-Kind-Variante – und findet es dennoch an der Zeit, dass die Gesellschaft ihr traditionelles Familienbild überdenkt.

Weiterlesen:


  • Wie geht es den Kindern in alternativen Familienmodellen: Interview mit der Soziologin Andrea Bruschner – im Heft 02 / 2018

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