Familienleben

10 Tipps für einen umweltfreundlichen Familien-Sommer

Umweltfreundlich leben macht im Sommer richtig Spass, findet unsere Autorin Ulrike Légé. Nachhaltigkeit tut der Natur gut und entlastet das Budget. Hier sind praktische 10 Tipps für Familien.
Text: Ulrike Légé
Bild: Rawpixel by Pexels
Manchmal erscheinen mir all die Appelle, doch bitte umweltbewusster zu leben und etwas Gutes für die Zukunft unseres Planeten zu tun, grau und weit entfernt. Aber diese Zukunft ist bunt und sitzt neben mir. Sie bohrt ihre Füsse ins grüne Sommergras und fragt mich mit Himbeer-Flecken am Kinn: «Mama, warum gibt es nur noch so wenig Schmetterlinge?»

Was wir heute tun oder eben nicht tun, bestimmt, wie unsere Kinder morgen leben. Sobald uns das als Eltern bewusst wird, haben wir die schönste Motivation, Schritte in Richtung nachhaltiges Leben zu machen. Und zu keiner anderen Jahreszeit macht das so viel Spass wie im Sommer! 

Hier unsere Top Ten Nachhaltigkeits-Tipps für Familien im Sommer:

1. Auf den Markt und zum Hofladen gehen

All die frischen, bunten, knackigen Produkte aus unserer Region finden sich jetzt auf Märkten und im Direktverkauf ab Hof. Jeden Monat gibt es hier neue Sorten, sie bersten vor Geschmack und strotzen nur so an Vitaminen. Selbst kleine Gemüse-Muffel lassen sich herab, etwas Neues zu probieren. Vor allem, wenn sie es selbst aussuchen und hinterher noch die Hof-Tiere anschauen dürfen. Oder auf dem Markt ein leckeres Znüni essen. Ein paar dünne Stoffsäcke zum Einpacken haben wir natürlich mit dabei.

2. Verpackungen vermeiden

Abgepacktes Eis essen, eine Flasche Eistee kaufen, die Mini-Packung Sonnenmilch für die Badi einstecken, Würstchen in der frischen Aluminiumschale grillen … Stopp! Es geht auch mit weniger Verpackung.

Eis gibt es in der Waffel frisch von der Eisdiele. Getränke und Snacks packen wir zu Hause in wiederverwendbare Behälter ein. Sonnenschutz und andere Produkte können wir in günstigeren Gross-Packungen kaufen und in kleine Mehrweg-Behälter abfüllen. Den Grillrost säubern wir mit Bürste und Hitze, so kommt uns kein schädliches Alu ins Essen.

3. Weniger Fleisch – auch auf dem Grill

Ab und zu eine Bratwurst, Burger oder Steak schmecken fein. Am besten in Bio-Qualität und vom Metzger oder Bauern vor Ort. Aber bevor unser Fleischkonsum im Sommer explodiert, können wir andere leckere Grill-Rezepte probieren: Gemüse-Spiesse, gefüllte Riesen-Pilze,  Grillkäse, Fisch (am besten mit MSC-Siegel), Pizza und gefülltes Brot. 

Vermeiden sollten wir Plastik-Geschirr und -Besteck, Einweg-Grills, Grillkohle aus Tropenholz und chemische Anzünder. 
Anzeige

4. Wenig und mit Regenwasser giessen

Ob dieser Sommer wieder so heiss wird wie der letzte, wissen wir noch nicht. Aber wir können schon beim Pflanzen, besonders für sonnige Gärten und Balkons, trockenheits-resistente Sorten auswählen. Giessen wir im Garten nur dann, wenn es wirklich nötig ist, treiben unsere Pflanzen tiefere Wurzeln aus, um sich selbst besser zu versorgen.

Frühmorgens oder spätabends kann das Wasser besonders gut einsickern, mit Tröpfelschläuchen verdunstet weniger als durch Sprüh-Anlagen – und am besten fangen wir das Regenwasser auf zum Giessen. 

5. Natürliche Produkte nutzen statt Chemie

Jedes chemische Produkt, das wir im Garten benutzen, beeinträchtigt nicht nur Grundwasser und Nützlinge. Auch über Atmung und Haut, vor allem bei nackten Kinderfüssen, nehmen wir Schadstoffe auf. Zum Glück gibt es natürliche Alternativen: Kompost oder Pflanzenjauche statt künstlichem Dünger. Brennnessel-Sud oder Marienkäfer-Larven, statt Chemiekeule gegen Blattläuse zu spritzen, Fallen statt Körner bei Schnecken-Befall. Citronella-Kerzen und ätherische Öle helfen ganz ohne Nebeneffekte gegen Mücken.

0 Kommentare

Zugehörige Tags

Hat Ihnen unser Artikel gefallen? Unterstützen Sie unser Engagement für Eltern mit einer Spende!

Diesen Artikel kommentieren

Diese Webseite nutzt Cookies. Cookies werden zur Benutzerführung und Webanalyse verwendet und helfen dabei, diese Webseite zu verbessern. Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit unserer Cookie-Police einverstanden. Mehr Infos hier.