Service Berufswahl: Infos, Links und Termine
Berufswahl

Berufswahl: Infos, Links und Termine

In unserem Service-Teil des Berufswahl-Spezialhefts finden Sie alle wichtigen Infos, Links und Termine für Jugendliche, die auf der Suche nach einer passenden Ausbildung sind. 
Text: Stefan Michel
Bild: Roshan Adhihetty

Dieser Artikel wurde am 11. August 2021 aktualisiert.

Für Technikbegeisterte

Die Technische Fachschule Bern bildet vollschulisch rund 650 Lernende in 12 technischen Berufen aus, von der Schreinerin bis zum Haustechnikpraktiker und vom Spengler bis zur Informatikerin. An Mittwochnachmittagen finden zu den an der TF Bern angebotenen Berufslehren Info-Nachmittage statt. 

Schülerinnen und Schülern ab zwölf Jahren bietet die Fachschule einen Elektronik- und einen Mechanikkurs an: Zehn Mal zwei Stunden an einem Mittwochnachmittag können sie zusammen mit Lernenden und Berufsbildnern tüfteln und technische Probleme lösen. Kosten: 160 Fr.

Die Berufslehre an der Technischen Fachschule Bern steht Jugendlichen aus dem Kanton Bern offen.

Die Verbundlehre – eine spannende Alternative

Die Stiftung Berufslehr-Verbund Zürich bietet zusammen mit 300 Partnerlehrbetrieben in 30 Berufen Lehrstellen im Verbund an. Die ­Verbundlehre ermöglicht Jugendlichen ein spannendes Umfeld mit ­überdurchschnittlichen Erfahrungs- und Vernetzungsmöglichkeiten. Der Einblick in verschiedene Unternehmen ist eine fachliche und kulturelle Bereicherung. Die Lernenden erhalten eine vielseitige und breite Ausbildung und schaffen sich so gute Chancen auf eine Anschlusslösung in der Arbeitswelt.

www.berufslehrverbund.ch

Schulische ICT-Berufslehren

Die BICT AG bietet in Bern schulische Berufslehren für Informatiker/-innen und Mediamatiker/-innen an. Die ersten zwei Jahre finden in der Schule statt, wobei die Lernenden auch ­Kundenprojekte realisieren. Die Berufsschule besuchen sie zusammen mit Lernenden, die eine «normale» betriebliche Lehre absolvieren. Das dritte und vierte Lehrjahr absolvieren die ­Lernenden in einem Partnerbetrieb. Die BICT AG bietet auch das zehnte Schuljahr mit der Ausrichtung ICT an, welches auf eine Lehre als Informatiker/-in oder Mediamatiker/-in vorbereitet.

Teilzeitlehre für junge Eltern

Der Kanton Solothurn bietet seit 2021 eine Teilzeitlehre als Kauffrau/-mann EFZ oder Büroassistent/-in EBA für junge Mütter oder Väter an. Eine Vollzeitlehre ist wegen des Lernaufwands für die Berufsschule sehr schwer mit dem Aufziehen eines Kindes zu vereinbaren. 

Das Projekt MIA der Stiftung Chance unterstützt junge Mütter, die eine Lehre machen wollen. 

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Hier können Sie das fünfseitige PDF mit dem Service-Teil aus unserem Berufswahl-Spezialheft herunterladen. 
Hier können Sie das fünfseitige PDF mit dem Service-Teil aus unserem Berufswahl-Spezialheft herunterladen. 

Weiterkommen nach der Lehre

Aktuell existieren in der Schweiz 318 Berufslehren. Nach einer drei- oder vierjährigen EFZ-Lehre hat man Zugang zur höheren Berufsbildung. Wer die Berufs­maturität hat, kann an einer Fachhochschule studieren. So wächst die Auswahl an Berufen auf über 2000 an.

Informationen zu Weiter­bildungen, Weiterbildungsberufen und Studium nach der Lehre:

Probleme in der Lehre?

www.feel-ok.ch
www.jobcaddie.ch
www.check-your-chance.ch
www.go-lplus.ch
www.lehrstellennetz.ch (Region Bern)

Pro Juventute Beratung + Hilfe 147 – das Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche. Auch über SMS, E-Mail oder Chat.

www.lehrlinge.ch (Beratungsangebot der katholischen und reformierten Kirche, auch für Eltern)

Berufsinspektorat: Für jeden Lehrberuf gibt es ein zuständiges Berufsinspektorat. Dieses wacht darüber, dass in der Berufsbildung alles korrekt abläuft, und kann bei Konflikten vermitteln. Die kantonalen Berufsbildungsbehörden können den Kontakt zum zuständigen Berufsinspektorat herstellen. 

Berufslehre rechtlich: Muss ich Überstunden machen, wenn mein Chef es verlangt? Kann ich während der Lehre einem Nebenjob nachgehen? Diese und viele weitere rechtliche Fragen rund um die Lehre beantwortet der Ratgeber «Ich kenne meine Rechte – Lehrlings- und Jugendrecht von A bis Z», welchen der Schweizerische Gewerkschaftsbund herausgibt. Er kann für 5 Franken bestellt oder gratis heruntergeladen werden.

ICT-Talente gesucht

ICT Scouts/Campus führt in Sekundarschulen vierstündige Workshops durch. Wer dabei als Talent heraussticht, kann in den folgenden zwei Jahren an einem ICT-Campus sein Wissen in Programmierung, Webdesign und anderen ­ICT-Disziplinen vertiefen – eine optimale Vor­bereitung auf eine Lehre in diesem Bereich oder eine Informatik-Mittelschule. Gefördert werden stets gleich viele Mädchen wie Jungen. 

Stipendien – für Studium und Berufsausbildung

Langfristig zahlt sich eine solide ­Ausbildung aus. Doch was, wenn das Geld fehlt, um zu ­studieren oder sich beruflich zu bilden? An den Hochschulen ist das Stipendienwesen gut ­entwickelt, wenngleich die Kriterien hart sind, um einen nicht zwingend rückzahlbaren ­finanziellen Zustupf zu erhalten. Auch für berufliche Weiterbildungen gibt es Stipendien oder Darlehen zu vorteilhaften Konditionen. Organisationen wie stipendium.ch oder Educa Swiss helfen bei der Finanzierung der Ausbildung.

www.stipendium.ch
www.bildungsdarlehen.ch
Hier können Sie das Berufswahl-Spezial als Einzelausgabe bestellen für 4.10 Fr. plus Porto.
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Auslandsemester – auch für Berufslernende

Bei Studierenden sind Auslandsemester seit Langem beliebt. Weniger bekannt ist, dass es solche Angebote auch für Berufslernende oder junge Ausgelernte gibt. Movetia heisst die Schweizer Agentur für Austausch und ­Mobilität im Rahmen des Schweizer ­Programms zu «Erasmus+». Sie ist die Anlaufstelle für alle, die gerne Studien- oder Berufsbildungs­erfahrungen in einem anderen europäischen Land machen möchten.

www.movetia.ch

Eignungstests

Neben den Schulzeugnissen werden Leistungs- und Eignungstests bei der Lehrstellensuche immer wichtiger. Manche Betriebe verlangen die Testresultate, bei anderen sind sie einfach ein Plus.  

Stellwerktest: Schulische Standortbestimmung, zu Beginn der Berufswahl. Wird in der Schule durchgeführt. 

Basic Check: Berufsneutrale Eignungsabklärung, führt zu einem individuellen Fähigkeitsprofil. Kostenpflichtig, wird ausserhalb der Schule durchgeführt. 

Multicheck: Ermittelt die Eignung für ein bestimmtes Berufsfeld – die Tests unterscheiden sich je nach beruflicher Richtung. Kostenpflichtig, wird ausserhalb der Schule durchgeführt.

Kompass: Ermittelt intellektuelle Fähigkeiten und persönlichkeitsbezogene Eigenschaften. Kostenpflichtig, wird online durchgeführt.

Berufs-Check: Lehrpersonen können ihre Schulklasse kostenlos zu einem Eignungstest einladen.

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