Zuhause

Unsere liebsten Hörspiele und Podcasts für Gross und Klein

Jetzt gibt's was auf die Ohren! Hier stellen wir Ihnen die beliebtesten Podcasts, Hörspiele und weitere auditive Tipps vor für die ganze Familie. 
Redaktion: Florina Schwander
Bild: jonas mohamadi von  Pexels

NIK NIETHAMMER

Hör-Tipps für Erwachsene:

Hörbar Rust
Für mich ist es die beste Radiotalkshow im deutschsprachigen Raum. Jeden Sonntag von 14 bis 16 Uhr lädt Moderatorin Bettina Rust einen prominenten Gast in ihre Hörbar. Dieser bringt Musik mit und erzählt Geschichten aus seinem Leben. Rust ist witzig, schlagfertig und stets top vorbereitet, nie aggressiv, interessiert sich ernsthaft für ihr Gegenüber und schafft es, ihren prominenten Gäste wie selbstverständlich die privatesten Dinge zu entlocken. Und alle waren sie schon da: Anke Engelke, Martin Suter, Schauspieler Matthias Schweighöfer, Sängerin Sophie Hunger, die Moderatorin Sandra Meischberger.

Tipp: Wer kluge Gespräche mit klugen Menschen mag, ist in der Hörbar Rust richtig

Paardiologie
Charlotte Roche wurde bekannt als Autorin von «Feuchtgebiete», einer Exkursion zu den letzten Tabus der Gegenwart. In diesem Sommer hat sie auf Spotify einen Podcast gestartet. Und stösst mit ihrem ausgeprägten Selbsterkundungsantrieb erneut in die intimsten Zonen menschlichen Daseins vor. In «Paardiologie» verhandelt, nein: seziert sie ihre Beziehung mit ihrem Mann Martin Kess. Die beiden sprechen über ihr gemeinsames Liebesleben, über Alkohol, Sex, Streit, Fremdgehen, Eifersucht und jedes nur erdenkliche Thema, mit dem sich Paare beschäftigen. Als Zuhörer wird man mitgerissen, taucht ein und denkt sich öfter: das haben die jetzt aber nicht wirklich gesagt!

Tipp: Unbedingt gemeinsam reinhören – auch wenn man es fast nicht aushält: Paardiologie auf Spotify.

Hör-Tipp für Eltern: 

Familienbande
Noa und Dan sind seit September 2014 Eltern eines kleinen Jungen namens Nathan und seit 2016 auch von Nave. Die beiden haben sich umfassend damit auseinandergesetzt, was es heisst, Eltern zu werden und Kinder grosszuziehen. Trotzdem tauchen im Alltagsleben immer wieder neue und unvorhergesehene Fragen auf. Noa und Dan wenden sich mit diesen Unsicherheiten und Gedanken an ihren wichtigsten Ansprechpartner, den Zürcher Kinderarzt und Entwicklungspädiater Sepp Holtz, der zugleich auch Noas Vater ist.

Tipp: «Familienbande» von Pro Juventute ist ein kluger Podcast rund ums Familienwerden und Familiensein. Für Eltern und solche, die es werden wollen.

Hör-Tipp für Kinder: 

Die drei ??? Kids
Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews sind zehn Jahre alt, leben in Rocky Beach, einer kalifornischen Küstenstadt zwischen Los Angeles und Santa Barbara. Die drei Spürnasen («Wir übernehmen jeden Fall») haben sich auf das Lösen von kniffligen Aufgaben spezialisiert. Ihre Zentrale ist die «Kaffeekanne» ein ausrangierter Wassertank an einer stillgelegten Eisenbahnlinie. Hier ist ihr Treffpunkt, um ungestört von den Eltern und der Polizei ermitteln zu können.

Die Folgen sind spannend, leicht verständlich und für Kinder ab sechs Jahren geeignet.

Tipp: Die drei ??? Kids (auch auf Spotify) bereiten auch Erwachsenen Freude. Deshalb: machen Sie es sich mit Ihren Liebsten auf dem Sofa bequem und fiebern Sie gemeinsam mit.
Nik Niethammer ist Chefredaktor vom ElternMagazin Fritz+Fränzi und Vater von zwei Kindern, einer Tochter, 8, und einem Sohn, 10 Jahre alt. 

EVELIN HARTMANN

Ich höre zurzeit «Verstehen, Fühlen, glücklich sein – der Achtsamkeitspodcast». Sinja Schütte, Chefredakteurin der Zeitschrift Flow, und Dr. Boris Bornemann, Meditations-Forscher, diskutieren darin Themen wie Nachhaltigkeit, Beziehungen, Angst, Freundschaft und Schlaf aus der Perspektive der Achtsamkeit. Jede Folge dreht sich um ein Oberthema, das in grösserer Tiefe beleuchtet wird: Warum beschäftigen mich Gedanken eigentlich? Wie kann ich das Karussell im Kopf anhalten und den Moment geniessen? Und warum leben achtsame Menschen nicht automatisch nachhaltig? Das ist informativ und praxisorientiert aber vor allem mega entspannend und kann prima nach einem stressigen Bürotag im Zug gehört werden.

Mit den Kindern hören wir am liebsten die Geschichten von Astrid Lindgren: Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertochter, die Kinder aus Bullerbü und so weiter. Meine Lieblingsfigur ist Madita, die eigentlich Margareta heisst aber nur bei ihrem vollen Namen genannt wird, wenn sie Unsinn gemacht hat – und sie wird sehr oft so genannt. Madita ist das weibliche Pendant zu Michel. Und das ist so toll an ihr. 

Das ist pädagogisch nicht immer besonders wertvoll aber lustig – auch für die mithörenden Eltern. Wir hören die Geschichten auf CD.
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Evelin Hartmann ist stellvertretende Chefredaktorin und Mutter von zwei Töchtern, 3 und 6 Jahre alt. 

BIANCA FRITZ

Upspeak
Meine neue Lieblingsapp heisst Upspeak. Hier findet man Experten, vor allem aus den Bereichen Spiritualität, Persönlichkeitsentwicklung und Marketing, aber auch einige Podcasts zum Thema Beziehung und Familie sind dort gelistet. Das Besondere im Vergleich zum einfachen Podcast-Hören: Man kann den Expertinnen und Experten direkt Nachrichten aufsprechen und erhält sehr oft auch Antwort auf seine Fragen – als persönliche Nachricht oder in einer der nächsten Podcastfolgen.

Hörbuchtipp für Jugendliche:
Gleich zu Beginn werden alle unter 12 und alle Heulsusen und Weicheier gewarnt, sie sollen doch lieber in die Kinderbuchabteilung verschwinden. Denn diese Fantasy-Geschichte Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher (gelesen von Dirk Bach), ist nichts für Zartbesaitete: Es geht ins Reich der träumenden Bücher voll literarischer Fabelwesen. Nicht alle Bücher hier sind komisch und wohlwollend – manche Fabelwesen können einen in den Wahnsinn treiben, oder sogar «töten». Sehr spannend, unheimlich fantasievoll. So entwickeln auch Teenie-Lesemuffel ein Interesse an Büchern.
Bianca Fritz leitet die Onlineredaktion und ist oft mit Kopfhörern anzutreffen. 

BENJAMIN MUSCHG

  • Wie ich gehört habe, ist die App Ooigo jetzt der Hit für alle Kinder-Hörspiel-Belange. Angehängt an Spotify oder Apple Music lassen sich Hörspiele via Interessen finden und schön geordnet darstellen. Nachteil: Es gibt kein Suchfeld.
  • Viel analoger, aber letztlich doch auch digital ist Hörbert, ein unzerstörbarer erster Ghettoblaster fürs Kind. Politisch korrekt mit seiner Holzhülle und didaktisch wertvoll, weil sich die Technik darin sehr augenscheinlich ablesen lässt. 
  • Contentmässig stecke ich noch ein bisschen in den Kleinkinderschuhen. Aus der Masse an wenig Berauschendem ragt für mich der kleine Drache Kokosnuss heraus, der trotz seines Namens wirklich ziemlich witzig ist.
  • Was Kindermusik betrifft, bin ich bisher mit zwei goldenen Regeln sehr gut gefahren. Erstens: Es gibt keine Kinder- oder Erwachsenenmusik, sondern nur Musik, die einem gefällt und andere. Zweitens: Ignoriere Andrew Bond, wenn du kannst. Wer sich  im Widerspruch zur ersten Regel nicht traut, sein Kleinkind mit dem Death Metal oder der Zwölftonmusik aus der eigenen Musiksammlung zu beschallen, dem lege ich Marius & die Jagdkapelle, die Ostschweizer Antwort auf Schtärneföifi, sowie die sympathisch lauten Hamburger Deine Freunde (derzeit mit der neuen CD «Helikopter» auf Tour) ans Ohr. Und kürzlich wiederentdeckt aus den 80ern und von der Dreijährigen verschlungen: die Erste Allgemeine Verunsicherung. Aber das ist nun wirklich keine Kindermusik.
Benjamin Muschg leitet die Produktion der Magazine bei Fritz+Fränzi und zitiert bei Texten gerne mal aus der Musik. 

ANDREA WIDMER

Meine Kleine hört supergerne Tonie-Figuren auf Ihrer Toniebox. Die Figuren liest sie sich je nach Lust und Laune aus – von Bibi und Tina über Was ist Was im All bis zu TKKG und Ella in der Schule. Wir sind grosse Fans der Toniebox, da die Figuren nicht so schnell verkratzen können wie CDs und man die Box unkompliziert überall hin mitnehmen und laufen lassen kann.
 
Wir anderen sind leider nicht so grosse Hörer, eher Leser. (Lese-Tipp: Die liebsten Kinderbücher der Redaktion zum Vorlesen.)
Andrea Widmer arbeitet bei der Stiftung Elternsein im Fundraising und ist Mama von zwei Töchtern im Alter von 5 und 8 Jahren. 

PATRIK LUTHER

  • Es ist schon eine Weile her, aber sozusagen mein Einstieg in die Welt der Hörbücher: Die Känguru-Chroniken von Marc-Uwe Kling. Der Autor und Geschichtenerzähler erlebt eines Tages an seiner Haustüre eine Begegnung mit einem kommunistischen Känguru, welches bei dieser Erstbegegnung ein paar Eier ausborgen möchte. Daraus entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft und WG-Situation, die sich in Berlin abspielt: Erfrischend, aufmunternd, saukomisch und enorm unterhaltsam! 2018 erschien das vierte Buch «Die Känguru-Apokryphen», welche mit Kurzgeschichten die Känguru-Reihen abschliesst. Am liebsten höre ich die Fassung, welche Marc-Uwe Kling selber und Live mit Publikum vorträgt.

  • «Die Kuh, die weinte» oder «Der Elefant, der das Glück vergass». Der buddhistische Mönch Ajahn Brahm erzählt mit viel Witz buddhistischen Weisheiten angelehnt an moderne Lebensthemen – inspirierende und leicht verdauliche Erkenntnisse, mit einer schönen Tiefe. Diese Art der Hörbücher geniesse ich gerne im Auto. Es hilft, die geschenkte Zeit im Stau erfrischend und aufmunternd zu nutzen.

  • Auf Spotify gibt es viele Hörbücher, die im Abo integriert sind. Unser Kleinen hören gerne die Hörpielzeit mit Leo Lausemaus. Der Bluetooth-Lautsprecher, der über den heimischen Computer verbunden ist, wird dann überall da platziert, wo gerade Märchenzeit gewünscht wird; in der Stube, im Kinderzimmer beim Legospielen oder auch im Wintergarten beim Spielen mit den Büsis.

  • Globi-CDs stehen bei uns nach wie vor hoch im Kurs. Sowohl der CD-Player zu Hause als auch im Auto werden rege genutzt. Kaum sind die Girls in den Kindersitzen festgeschnallt, heisst es «Chömer Globi lose». Die Lieblings-Geschichte von allen: Globi, der schlaue Bauer. Diese haben wir schon so oft gehört, dass alle die Texte und auch die lustigen Lieder mitsprechen und mitsingen können. Es passierte mir unlängst, dass ich erst beim Einparken vor dem Büro gemerkt habe, dass ich den ganzen Weg die Globi-Geschichte gehört habe. Ich habe schlicht vergessen, die Quelle umzuschalten nach dem Wochenende.

  • Ein Aargauer Komiker erklärte es mal so: «Ich merkte, dass ich alt werde, als ich von SRF3 auf SRF1 umschaltete». Ich bewege mich demzufolge im Mittelalter, höre ich doch aktuell gerne SRF2 ... Auf SRF2 Kultur erlebe ich viele abwechslungsreiche Formate, welche Themen beleuchten, die sonst wenig aufgegriffen werden. «100 Sekunden Wissen», «Blick in die Feuilletons» oder «Echo der Zeit» sind einige der Gefässe, die ich mir sehr gerne anhöre. 
Patrik Luther ist stellvertretender Verlagsleiter und Papa von zwei Töchtern im Alter von zwei und sieben Jahren. 

FLORINA SCHWANDER

Bei uns in der Familie läuft meist irgendwo Musik, eine Geschichte oder sonst etwas zum Hören. Der Mann mag eine bestimmte Tekkie-Sendung auf Couleur3, die Kids jegliche Arten von Geschichten und Kindermusik, und ich verschiedene Podcasts und laute Musik mit tiefem Bass, wenn ich mal alleine unterwegs bin.

Wir hören viele Sachen über Spotify. Die Kinder wollen hauptsächlich Schweizerdeutsche Geschichten hören (mit Ausnahme von Bibi Blocksberg und Feuerwehrmann Sam). Ich kann vor allem Jolanda Steiner empfehlen, sie verbindet schöne Kindergeschichten mit Musik, da hören auch wir Erwachsenen gerne zu. Auch Sue Bachmann hat einige Sammelalben auf Schweizerdeutsch, weiter gibt es viele Kasperliplaylists und vereinzelt ein paar Globis. Wir leihen auch regelmässig CDs in den Pestalozzi-Bibliotheken in Zürich aus, die Geschichten sind gäbig nach Alter und Mundart/Schriftdeutsch geordnet. Und dann habe ich immer noch alle alten Kasperli-, Pingu- und Pumuckl-Kassetten aus meiner Kindheit zusammen mit einem alten Gerät aufbewahrt, so dass auch diese wieder fleissig im Einsatz sind (siehe auch: ein Plädoyer für Vintage-Spielsachen).

Meine aktuellen Tipps für grosse Hörfans: 

Birth Stories 
Ich höre gerne Clemmie Hooper zu. Die Hebamme und vierfache Mädels-Mama, online auch als Mother of Daughters bekannt, betreibt in England einen erfolgreichen Blog und hat neu einen Podcast mit Geburtsgeschichten lanciert: Birth Stories. Meine bisher liebste Folge war ihr Gespräch mit Autorin Frances Segal, die, wie Clemmie Hooper auch, eineiige Zwillinge bekommen hat. Sehr lustig ist übrigens auch ihr Mann Simon Hooper: Als Father of Daughters, bringt er seine Community auf diversen Kanälen regelmässig zum Lachen. 
Der Podcast ist auf den üblichen Podcast-Kanälen frei zugänglich.

Weiter mag ich Menschen zuhören, die mich ohne belehrende Absicht in irgendeiner Art und Weise inspirieren oder zum Nachdenken anregen. So geschehen zuletzt bei Palina Rojinskis Podcast, beispielsweise bei ihrem Gespräch mit Lars Eidinger oder mit Elyas M'Barek. Wenn es um Familienthemen geht, höre ich gerne Janet Lansbury oder Little Years zu. 

Tipps für kleine Hörfans: 

De chli Bär Sebastian 
«Der Sebastian will nicht schlafen», hat mir meine Tochter einmal nach der Krippe erzählt. Ich dachte an einen Jungen, der keinen Mittagsschlaf mehr machen wollte. Doch weit gefehlt, es handelte es sich bei Sebastian nämlich um einen kleinen Bären, keinen Neuzugang in der Krippe. Seither hören wir Sebastian regelmässig zuhause. Die auf Schweizerdeutsch erzählte Geschichte von Jolanda Steiner mit härzigen Liedern macht auch mir Spass zum Zuhören – und abends schlafen die Kinder wunderbar dazu ein. 
Die CD «de chli Bär Sebastian» ist im Fachhandel für ca. 20 Fr. erhältlich.

Charly und Benjamin
Auch hoch im Kurs stehen zur Zeit die Geschichten «Geissbock Charly fiered Wiehnachte» von Jolanda Steiner und die Geschichte von Benjamin dem Esel mit Sandra Studer. Beide via Spotify oder im Fachhandel erhältlich.
Florina Schwander ist Redaktorin Online und Print bei Fritz+Fränzi. Zuhause hat sie drei kleine Hör-Fans: eine Tochter (5) und die Zwillingsjungs (3). 

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