Schneespass für Familien in Coronazeiten
Unterwegs

Schneespass abseits der Skipiste

Diese Wintersaison ist alles anderes. Ob Skifahren oder Langlaufen weiterhin möglich sein wird, bleibt offen. Was können Familien in den Sportferien tun, wenn die Bergbahnen pausieren oder man kein Corona- oder Verletzungs-Risiko eingehen möchte, um die Spitäler nicht noch mehr zu belasten? Wir stellen Ihnen sieben Alternativen für tolle Familienausflüge im Schnee vor. 
Text: Claudia Landolt / Redaktion Fritz+Fränzi
Bilder: MySwitzerland, Ticino Turismo und Tourismusverein Kandersteg

Hinweis: Vor dem Buchen unbedingt aktuelle Corona-Lage beachten und direkt beim Anbieter die genauen Informationen und Buchungsbedingungen nachfragen. 

1. Die Magie der Einfachheit

Sonne tanken und die frische Bergluft geniessen: Warum nicht in komplizierten Zeiten das Einfache schätzen? Durch verschneite stille Wälder wandern und die majestätischen Gipfel bewundern: Das kann man beispielsweise im Wallis gut. Die Aletscharena, zu der die Riederalp, Bettmeralp und Fiescheralp gehören, erhielt 2020 sogar den Ferien-Oscar der Schweiz für Ruhe und Erholung. Schon vor Corona gab es hier keine lauten Apéro-Bars oder Autos im Stau. Massenandrang vor der Bäckerei am frühen Morgen sucht man hier auch vergebens. Alles geht gemütlich und entspannt zu und her. Eine Wanderoute, die sich gut für Kinder eignet, ist der vier Kilometer lange und leichte Winterwanderweg Sengg. Vom Wieler Wildi führt der Feldweg durch den Wald zum Restaurant Fletschhorn und weiter durch den idyllischen Wald zum Sengg und zurück in den Weiler Wildi.

Alle Winterwanderwege im Wallis und genaue Infos zum Winterwanderweg Sengg: www.valais.ch > winterwandern
Winterwanderung auf der Riederalp (VS)
Winterwanderung auf der Riederalp (VS)

2. Im Iglu übernachten

Quasi das Pendant zu Schlafen im Heu ist winters das Übernachten im Iglu-Dorf. So gibt es komfortable Angebote für Familien oder Pärchen mit eigenem Whirlpool, sogenannte Kotas, zum Aufwärmen. Auch eine private Toilette ist dabei. Im Iglu-Dorf Gstaad Saanemöser zum Beispiel schläft man auf rund 2000 Meter über dem Meer – und im Iglu-Dorf Zermatt sogar auf 2727 Meter über dem Meer. Gäste erhalten Thermomatten sowie Schaffelle und werden mit Hightech-Expeditions-Schlafsäcken ausgestattet, die bis minus 40 Grad warmhalten sollen.

Mehr Infos zu den Iglu-Hotels in Davos Klosters, Gstaad und Zermatt: www.iglu-dorf.com
Das Matterhorn ruft! Ein eisig-schönes Panorama eröffnet sich vom Iglu-Fenster aus.
Das Matterhorn ruft! Ein eisig-schönes Panorama eröffnet sich vom Iglu-Fenster aus.

3. Schlitteln in der Stadt oder im sonnigen Tessin

Bodennahes Freesen auf dem «Füdli-Teller» oder eine rasante Abfahrt auf dem Bob: Schlitteln macht Spass. Und dafür muss man gar nicht immer ins Auto steigen oder mit dem öffentlichen Verkehr fahren: Wenn es Frau Holle gut meint, hat es auch in den Städten irgendwo lustige Schlittel-Hügel. Mitten in Zürich, beispielsweise, kann man auf der Kollerwiese in Wiedikon prima schlitteln und auch im Elfenaupark in Bern werden die Kufen gewetzt, was das Zeug hält. Übrigens: Auch mit Ikea-Taschen oder sonstigen Plastiksäcken kann schnell ein Schlitten improvisiert werden.

Für Schlittel-Fans, die trotzdem weiter wegfahren möchten und Lust auf Süden, Sonne und Schnee haben, ist das kleine Wintersportgebiet Nara im Bleniotal im Tessin ein kleiner Geheimtipp. Dort bietet eine rasante Schlittel-Talfahrt viel Fahrspass. Mit zehn Kilometer Länge ist die Schlittelbahn die längste im Ticino. Ab Leontica geht's mit dem Sessellift hinauf bis nach Pian Nara auf 1900 Meter. Von hier startet die Schlittelpartie. Die Route führt zwischen tief verschneite Hänge, durch Nadelwälder und kleine Dorfkerne mit typischen Tessiner Steinhäusern. Liegt genügend Schnee, kann man fünf Kilometer weiter bis nach Leontica runterschlitteln.

Lustige Schlittenfahrten etwas weiter weg gibt es beispielsweise in Bergün, auf der Belalp, in Flumserberg oder in Nara im Bleniotal im Tessin (Schlittenmiete bei der Mittelstation Cancorì). Wir haben hier ein paar weitere tolle Routen für Familien vorgestellt: Unser Wochenende auf dem Schlitten. 
 Rodel-Abenteuer im Tessin. Wer keine Schlitten hat oder einfach keinen mitschleppen möchte, mietet sich einen Schneeflitzer bei der Sessellift-Mittelstation Cancorì in Nara im Bleniotal.
 Rodel-Abenteuer im Tessin. Wer keine Schlitten hat oder einfach keinen mitschleppen möchte, mietet sich einen Schneeflitzer bei der Sessellift-Mittelstation Cancorì in Nara im Bleniotal.

4. Mit dem Eispickel und Stegeisen auf Klettertour

Wer es senkrecht und eisig mag, dem hüpft das Herz beim Eisklettern in gefrorenen Wasserfällen und Eiszapfen. Das Kletterparadies Kandersteg hat auch im Winter ein entsprechendes Angebot. Hier gibt es Eisfälle mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Natürlich gehört zum Eisklettern eine entsprechende Ausrüstung, das richtige Wissen und die nötige Vorsicht dazu. Empfehlenswert ist daher ein Kurs oder eine geführte Tour mit einem Bergführer, bevor man selbständig loszieht.

Mögliche Route: Sunnbüel (mit der Luftseilbahn erreichbar). Entlang der Skipiste absteigen. Die Routen befinden sich in der Nähe der Langlaufloipen. Weitere Eiskletterangebote gibt es auch auf der Engstligenalp BE, in Pontresina GR, und in der Via Mala GR.

Infos: www.alpinedream.ch und www.sunnbüel.ch
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Kandersteg: Eisklettern beim Oeschinensee und gefrorene Wasserfälle gleich daneben. 
Kandersteg: Eisklettern beim Oeschinensee und gefrorene Wasserfälle gleich daneben. 

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