Unterwegs

Alles fährt Ski – aber wie?

Der Schnee ist da, die Ferien auch – nichts wie ab in die Berge! Doch wie lässt sich verhindern, dass das Kind im Gips nach Hause kommt? Und überhaupt: Wie, wann und mit was anfangen? Und welche Ausrüstung brauchts dazu? Tipps für Skianfänger von Prof. Thomas Dreher, Kinderorthopäde, und zwei Ausbildungsexperten von Swiss Ski. 
Text: Florian Blumer
Bilder: Mara Truog und Pixabay
Erst vor Kurzem in der Schweiz angekommen, zieht es Thomas Dreher mit seiner fünfköpfigen Familie auf die Skipiste. Der 38-jährige Deutsche ist neuer Chefarzt der Abteilung Kinderorthopädie und -traumatologie am Kinderspital Zürich. Angst vor Unfällen hat er keine – doch ohne Handgelenkschoner lässt er seine Kinder nicht auf die Piste.

Die Sportferien haben begonnen. Wir stellen uns vor, dass nun laufend Kinder mit Knochenbrüchen bei Ihnen in den Notfall kommen. 

Seit Beginn der Skisaison haben wir tatsächlich regelmässig Patienten, die einen Skiunfall hatten. In den meisten Skigebieten besteht eine gute medizinische Versorgung, weshalb viele vor Ort behandelt werden können. Die Zahl ist in diesen Spitälern deshalb noch viel höher. Aber die schweren Fälle und die, bei denen allenfalls operiert werden muss, kommen dann zu uns.
Prof. Dr. Thomas Dreher, 38, ist seit 1. September 2018 Chefarzt Kinderorthopädie und -traumatologie am Kinderspital Zürich. Davor war er mehrere Jahre an der Universitätsklinik Heidelberg tätig. Thomas Dreher ist verheiratet und Vater dreier Kinder im Alter von 2, 5 und 8 Jahren. 
Prof. Dr. Thomas Dreher, 38, ist seit 1. September 2018 Chefarzt Kinderorthopädie und -traumatologie am Kinderspital Zürich. Davor war er mehrere Jahre an der Universitätsklinik Heidelberg tätig. Thomas Dreher ist verheiratet und Vater dreier Kinder im Alter von 2, 5 und 8 Jahren. 

Was sind die häufigsten Verletzungen, die Sie sehen?

Am häufigsten sind Kreuzbandrisse und Knochenbrüche: Ober- und Unterschenkel, Ellbogen und Unterarm. Schwere Kopf- oder Rumpfverletzungen sind bei Kindern selten.
«Je jünger die Kinder, desto geringer die Verletzungsgefahr»

Wie schlimm ist ein Knochenbruch?

Generell kann man sagen, dass Brüche bei Kindern gut und schnell ausheilen. Die meisten kann man konservativ behandeln, sprich mit Gips und Schienen. Operiert werden müssen Brüche, bei denen die Gelenke beteiligt sind oder der Knochen so verschoben steht, dass er nicht wieder in die korrekte Stellung wächst. Kinder haben aber ein grosses Remodelierungspotenzial. Das heisst: Ein Knochen, der etwas verbogen zusammengewachsen ist, gradet sich in der Regel im Laufe des Wachstums von alleine wieder aus.
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Sie sind Vater dreier Kinder. Fährt Ihre Familie Ski?

Ja. Wir sind neu aus Heidelberg zugezogen und es ist eine Wonne, die Wintersportbegeisterung der Schweizer mitzuerleben. Meine Kinder beginnen deshalb gerade damit.

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