Wie sollen wir unser ­gemeinsames Konto einrichten?
Geld

Wie sollen wir unser gemeinsames Konto einrichten?

Wächst die Familie, wachsen auch die Bedürfnisse an die Organisation der gemeinsamen Ausgaben. Es gibt verschiedene gute Möglichkeiten, ein Familienkonto einzurichten. Der Bankexperte der Credit Suisse weiss Rat.
Text: Patrick Lehner
Bild: Westend61 / Getty Images

In Zusammenarbeit mit Credit Suisse
Wir sind beide berufstätig und bald steht bei uns der erste Nachwuchs an. Für unseren zukünftigen Haushalt zu dritt wollen wir uns daher ein ­gemeinsames Familienkonto zulegen. Worauf sollten wir dabei achten? 
Lea, 34, und Peter, 33, aus Luterbach SO
Liebe Lea, lieber Peter
Ein neues Mitglied in der Gemeinschaft verändert viel. Auch finanziell. Darum ist es vernünftig, sich über den Umgang mit dem künftigen Familienbudget Gedanken zu machen. Die Wahl der Kontoführung sollte auch zum Umgang mit dem Familienbudget passen, denn immer wieder stellt sich die Frage: Von welchem Konto und damit auch von welchem Geld wird was bezahlt?

Eine Studie des Bundesamtes für Statistik zeigt: Die Mehrheit der Schweizer Paare, egal ob verheiratet oder nicht, verfügt über eine gemeinsame Haushaltskasse. Besonders bei Paaren mit Kindern ist ein Gemeinschaftskonto beliebt, auf das die Einkommen beider Partner ­fliessen und aus dem die Ausgaben aller Familienmitglieder bezahlt werden. Ge­rade für Partner mit unterschiedlichen Einkommen vereinfacht ­diese Art der Kontoführung den Umgang mit dem Familienbudget. Mit nur einem Hauptkonto können nicht nur Kontoführungsgebühren gespart werden, in den meisten Fällen ist es auch einfacher, den Überblick über alle Einnahmen und Ausgaben zu behalten. Allerdings: Wer ein Familienkonto einrichtet, sollte bereit sein, offen darüber zu sprechen, wie und wofür das gemein­same Geld ausgegeben wird. Sonst kann das zu Problemen führen.

Wer mehr verdient, zahlt mehr ein

Eine andere Möglichkeit wäre, dass Sie zu Ihren getrennten Konten ein neues Haushaltskonto einrichten. Das ermöglicht es Ihnen, gemein­same von persönlichen Ausgaben zu trennen. Beide Partner überweisen dabei zum Beispiel monatlich einen festgelegten Betrag auf das gemeinsame Haushaltskonto. Wenn der eine Partner mehr verdient als der ­an­dere, zahlt dieser auch mehr ein. So bleibt das Haushaltskonto auch für den Partner fair, der weniger verdient. Alle kollektiven Kosten wie Miete, Strom oder Lebensmitteleinkäufe werden über dieses Konto beglichen. Bei vielen Paaren sorgt diese Art der Kontoführung zu weniger Meinungsverschiedenheiten über die Finanzen. Allerdings: Die Kombination von mehreren Konten kann zu höheren Gebühren führen.

Wenn Sie – oder auch Grosseltern oder Gotte und Götti – zusätzlich für die Zukunft Ihres Kindes vorsorgen wollen, empfiehlt es sich, dafür ein separates Konto für das Kind anzulegen. Zum Beispiel ein Geschenksparkonto. Das Konto läuft auf den Namen des Kindes und schafft so Klarheit, wem das Geld gehört. Bis zur Volljährigkeit ist es Ihre Aufgabe als Eltern, das sogenannte Kindesvermögen zu verwalten.

Wie Sie sehen, gibt es verschie­dene Möglichkeiten, die Sie am besten in Bezug auf ihre individuelle Situation gemeinsam besprechen und entscheiden sollten.

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