Geld

Wie lernen Kinder, mit Geld umzugehen?

Unser Sohn ist in die erste Klasse gekommen. Wir denken, es ist der richtige Zeitpunkt, um ihm ein Sackgeld zu geben. Wie gehen wir das am besten an? Claudine, 32, und Marc G., 35, aus Bern
Text: Patrick Lehner
Bild: iStockphoto

In Zusammenarbeit mit Credit Suisse
Liebe Claudine, lieber Marc 

Der Schulbeginn ist für Ihren Sohn ein erster Schritt in die Selbständigkeit. Eine gute Gelegenheit, ihm das erste Mal ein Sackgeld zu geben. Doch der Umgang damit muss gelernt werden. Im täglichen Austausch mit seinen Schulkameraden werden bald Anschaffungswünsche aufkommen. 

Da macht es Sinn, mit ihm über bewussten Konsum und Sparen zu sprechen. Nutzen Sie das Thema Sackgeld, um mit Ihrem Sohn auch darüber zu reden, wie er es ausgibt. Dabei werden ihm neue Fragen begegnen: Soll ich mir das Heftli kaufen, das ich so gerne hätte? Oder soll ich noch etwas sparen und mir später eine neue Spielkonsole besorgen? Oder lege ich das Geld auf mein Sparkonto? 
Entscheidungen, bei denen auch Fehler passieren. Das ist normal. Schliesslich ist das alles neu. 

Wichtig ist, dass Sie im Dialog mit Ihrem Sohn bleiben und ihn bei Fragen oder auch Enttäuschungen unterstützen. Sparen fällt leichter, wenn man ein klares Ziel vor Augen hat. Dabei ist für Kinder die Erkenntnis wichtig, dass nicht alle Wünsche in Erfüllung gehen und selbst realistische Wünsche manchmal aufgeschoben werden müssen. Sie können Ihrem Sohn dabei helfen, ein Sparziel zu finden, das seinem Alter entspricht. Erscheint ihm dieses lohnenswert, wird er es eher verfolgen und Verlockungen besser widerstehen. Sparen verlangt Durchhaltevermögen. 

Darum ist es wichtig, die Zeitspanne der Sparperiode dem Alter des Kindes anzupassen. Mit zunehmendem Alter können die Sparziele längerfristig angelegt sein. Bei jüngeren Kindern beträgt eine Zeitspanne wenige Wochen, die Sparziele sind entsprechend kleiner, wie zum Beispiel ein Buch oder Spielsachen. Primarschulkinder sind fähig, mittelfristige Sparziele zu verfolgen. 

Um ein Fahrrad, eine Spielkonsole oder Fussballschuhe zu kaufen, können sie über einen Zeithorizont von mehreren Monaten Geld beiseitelegen. Langfristig angelegte Sparziele sind erst für Jugendliche und junge Erwachsene geeignet.

 4 Tipps zum Sackgeld 

  • Kindern beibringen, dass man nicht immer alles haben muss. 
  • Gemeinsam Sparziele definieren und verfolgen. 
  • Zeitspanne des Sparens dem Alter des Kindes anpassen. 
  • Fehler machen ist erlaubt.

Viva Kids World

 Kinderwünsche und Sparen – ein Gegensatz? Nicht unbedingt. Es gibt viele gute Möglichkeiten, mit Kindern den Umgang mit Geld zu üben. In der Viva Kids World finden Eltern Ratschläge, Tipps und Tricks für die Finanzerziehung. Kinder entdecken die Finanzthemen gemeinsam mit der Viva-Kids-Bande. credit-suisse.com/vivakidsworld 

Zum Autor:

<div><strong>Patrick Lehner </strong>ist Leiter Basisprodukte der Credit Suisse und Vater von vier Kindern.</div>
Patrick Lehner ist Leiter Basisprodukte der Credit Suisse und Vater von vier Kindern.

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