Geld

Wie Kinder den Umgang mit Geld lernen

In Geldangelegenheiten zurechtzukommen, lernen wir vor allem von unseren Eltern. Aber wie funktioniert Finanzerziehung? Wo haben Eltern Einfluss und was schauen sich Kinder einfach ab? 
Text: Kathrin Wehrli
In Zusammenarbeit mit Credit Suisse
Wenn es um das Finanzverhalten geht, dann haben Eltern definitiv den grössten Einfluss auf ihre Kinder, erklärt Wirtschaftspädagogin Carmela Aprea. Dieser Tatsache stimmt auch der Grossteil der Schweizer Eltern zu, wie die Taschengeldstudie der Credit Suisse zeigt: Demnach sind 91 Prozent aller Eltern der Meinung, dass der Umgang mit Geld primär durch sie selber vermittelt werden soll. Aber wie genau soll das funktionieren?

Ein gutes Beispiel geben

Wenn Eltern ihren Kindern zum Beispiel erklären, wie ein Haushaltplan funktioniert, oder sie die Höhe des Taschengeldes festlegen, vermitteln sie dabei einen bestimmten Umgang mit Geld. Vor allem wirken die Eltern aber durch ihr eigenes Verhalten als Vorbild, an dem sich ein Kind orientiert – auch in puncto Geld. «Werden Finanzentscheide zu Hause besprochen, erleben Kinder den Umgang und die Einstellung der Eltern zum Thema Geld und lernen dadurch», sagt Carmela Aprea. Fragen wie zum Beispiel «Welche Anschaffungen müssen gemacht Erziehung & Schule werden?» oder «Wollen wir uns das leisten?» können also ruhig am Familientisch diskutiert werden.

Über Geld reflektieren

Gerade weil sich Kinder viel von den Eltern abschauen, lohnt es sich, über die eigene Einstellung zu Geld nachzudenken: Welche Grundsätze bilden die Grundlage für Finanzentscheidungen? Fällt es leicht, Geld auszugeben? Ist die Qualität von Produkten wichtiger als der Preis? Dabei können Kinder miteinbezogen werden. Denn: «Philosophieren hilft Kindern, die Welt zu ordnen», sagt Eva Woodtli Wiggenhauser, Primarschullehrerin und Entwicklerin von Lehrmaterial. Dabei rät sie:
 
  • Die Meinungsbildung des Kindes fördern – Eltern können die eigene Meinung gerne mitteilen, aber nicht aufzwingen. Das Kind soll seine eigene Haltung bilden.

  • Es gibt kein Richtig oder Falsch – Eltern sollen nicht die Antwort vorgeben, sondern Kinder mit geeigneten Fragen ins Gespräch einbeziehen.

  • Offen für die Situation sein – es braucht keinen bestimmten Rahmen. Ein tiefsinniges Gespräch kann sich überall ergeben, sollte jedoch auch nicht erzwungen werden.
 
Neben den eigenen Grundsätzen und Einstellungen haben auch neue Technologien Einfluss auf das Finanzverhalten. Wurden Rechnungen früher mit Zahlungsaufträgen beglichen und im Laden das Portemonnaie gezückt, sind heute Online- und Mobilebanking im Einsatz, und an der Kasse bezahlen wir mit der Karte oder sogar mit dem Handy. «Solche Veränderungen sind nicht zu verteufeln», erklärt Carmela Aprea.

Besser ist es, sich über deren Vor- und Nachteile zu informieren und Anwendungen gegebenenfalls auszuprobieren, um die Kinder so gezielt an die Neuerungen heranzuführen und auch auf mögliche Risiken vorzubereiten. Bleiben Sie also offen für Neues.

Bild: Hero Images / Getty Images

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Zur Autorin:

Kathrin Wehrli ist Leiterin von Products & Services bei Credit Suisse.

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