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Geld

Ist Geld ein gutes Geschenk?

Bares schenken liegt im Trend. Was Eltern und V­erwandte ­beachten müssen. Und warum zum Geldverschenken ein konkreter Anlass bestehen sollte.  
Text: Florence Schnydrig Moser
In Zusammenarbeit mit der Credit Suisse und der Stiftung Pro Juventute
Der Wunsch nach Geld zum Geburtstag, zu  Weihnachten oder anderen Anlässen nimmt zu, wenn die Kinder älter werden. Dafür verschwinden Legos, neue Turnschuhe und die Barbie-Puppe vom Wunschzettel. Wie sollen Eltern damit umgehen? Drei Tipps:

1. Das Gespräch suchen

Äussert das Kind den Wunsch nach Geld, ist es wichtig, dass Eltern sich mit der schenkenden Person austauschen. Dadurch wissen Eltern, wie viel ihre Kinder von wem geschenkt erhalten. Auch die Häufigkeit spielt eine Rolle. Die Situation, dass Kinder öfter mal vom Grosi oder dem Onkel ein «Nötli zugesteckt erhalten», kann die von den Eltern aufgestellten Prinzipien der Finanzerziehung untergraben. Ein klärendes Gespräch kann helfen.

2. Gemeinsam mit dem Kind über das Geldgeschenk sprechen

Haben Eltern ein Mitspracherecht bei der Verwendung des Geldes? Ja. Am besten sprechen sie mit ihren Kindern und überlegen, ob und wie das Geld verwendet werden soll. Zum Beispiel für die Erreichung eines Sparzieles oder aber auch für gemeinsame Unternehmungen mit dem Schenkenden.

Älteren Kindern können Eltern nach dem Gespräch Optionen offen lassen. Damit zeigen sie, dass sie ihnen vertrauen und ihnen die Verantwortung überlassen.

Jüngere Kinder benötigen mehr Unterstützung. Hat ein Kind schon länger einen Wunsch, können Eltern ihm beim Sparen helfen, indem sie das Geld gemeinsam auf das Sparkonto einzahlen. Erst wenn der benötigte Betrag erreicht ist, kann der Wunsch erfüllt werden. So lernt das Kind eine wichtige Lektion: Sparen bedeutet, sich in Geduld zu üben und manchmal auch Bedürfnisse aufzuschieben. Dafür ist die Freude über das selbst zusammengesparte Velo noch grösser.

Wenn Geld für einen bestimmten Zweck geschenkt wird, soll dieser auch eingehalten werden. Optimal ist, wenn der Götti oder das Grosi bereits vor der Übergabe des Geldgeschenks mit dem Kind über mögliche Sparziele gesprochen hat. 
Worauf sparen Jugendliche? Das waren die häufigsten Antworten in der Taschengeld-Studie.
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3. Geldgeschenke verdanken
Wie bei jedem Geschenk sollten auch Geldgeschenke verdankt werden. Die Verdankungen können ebenfalls dem Alter angepasst werden. Während bei jüngeren Kindern vielleicht eine Zeichnung eine schöne Art des Dankeschöns ist, kann es bei älteren eine nette Nachricht sein.
Mit der richtigen Begleitung durch die Eltern sind Geldgeschenke eine gute Alternative, die sogar einen Lerneffekt bewirken kann. Das ist auf jeden Fall besser als ungewünschte Sachgeschenke, die ungenutzt auf dem Estrich verschwinden.

Spezielle Geldgeschenke:

Geschenksparkonto
Auf das Geschenksparkonto können Göttis und Co. Geld einzahlen und so für Kinder sparen – und das meist zum Vorzugszins.

Goldvreneli
Die kleine Münze wirft zwar keinen Ertrag ab – bleibt aber aufgrund seiner speziellen Form umso länger in Erinnerung. 

Zur Autorin

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Florence Schnydrig Moser ist Leiterin von Products & Investment Services bei der Credit Suisse und Auftraggeberin der Taschengeldstudie. 

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